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Larsson gewinnt Zeitfahren zum Abschluss des Giro d´Italia, Basso ist Gesamtsieger

admin | 31. Mai 2010

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Foto und Copyright: Sabine Jacob

Autor: Felix Griep, www.live-radsport.ch

Verona, 30.05.2010 – Der Schwede Gustav Erik Larsson (Saxo Bank) hat das Zeitfahren auf der 21. Etappe der Italien-Rundfahrt in einer äußerst knappen Entscheidung vor Marco Pinotti (HTC-Columbia) gewonnen. Ivan Basso (Liquigas) reichte der 15. Platz, um seinen zweiten Giro-Gesamtsieg nach 2006 perfekt zu machen und in Verona den Siegerpokal entgegen zu nehmen. David Arroyo (Caisse d’Epargne) behielt seinen zweiten Platz, die letzte Stufe auf dem Podium verteidigte Bassos Teamkollege Vincenzo Nibali erfolgreich gegen Michele Scarponi (Androni Giocattoli).


Doppel-Vize Larsson in Verona ganz oben auf dem Treppchen
Von 198 Fahrern, die vor gut drei Wochen in Amsterdam den Giro mit einem Zeitfahren begannen, waren in Verona, wo ebenfalls eine Zeitfahren die Italien-Rundfahrt beschließen sollte, nur noch 139 übrig geblieben. So viele Ausfälle gab es seit sieben Jahren nicht mehr, was die Härte dieses Giro noch einmal unterstreicht. Fast eine Stunde lang hatte Ignatas Konovalovas (Cervélo TestTeam), der schon als 33. Fahrer ins Rennen gegangen war, die Führung inne. Der Litauer hatte 2009 in Rom durch wechselhaftes Wetter bevorteilt schon einmal ein Abschlusszeitfahren des Giro gewonnen. Gustav Erik Larsson (Saxo Bank) machte ihm aber die Titelverteidigung zunichte, unterbot seine Zeit um 23 Sekunden. In 20:19 Minuten absolvierte der Schwede den 15 Kilometer langen Kurs (44,298 km/h) und ließ sich von niemandem mehr abfangen. Nur Marco Pinotti (HTC-Columbia), der Zeitfahrsieger von Mailand 2008, wurde ihm noch gefährlich, war an der Zwischenzeit auf dem Torricelle, einer Bergwertung der niedrigsten Kategorie, zwölf Sekunden schneller, lag im Ziel aber doch zwei Sekunden zurück. So konnte Larsson endlich einen großen Sieg bejubeln, nachdem er bei Olympia 2008 und der Weltmeisterschaft 2009 jeweils Zweiter hinter Fabian Cancellara war.

Liquigas lässt nichts mehr anbrennen – Basso, Arroyo und Nibali auf dem Podium
Der Gesamtsieg von Ivan Basso (Liquigas) stand bereits vor dem finalen Kampf gegen die Uhr so gut wie fest und der 32-jährige Italiener ließ ihn sich auch nicht mehr nehmen. Platz 15 reichte ihm, um seinen Vorsprung auf den Zweiten David Arroyo (Caisse d’Epargne) sogar noch auf 1:51 Minute auszubauen. Damit ist Basso zurück wo er zuletzt vor vier Jahren war, auf dem Thron der Italien-Rundfahrt. Spannend wurde es dahinter jedoch um Rang drei, auf dem Bassos Teamkollege Vincenzo Nibali mit nur einer Sekunde Vorsprung zu Michele Scarponi (Androni Giocattoli) lag. An der Zwischenzeit bei Kilometer 8,5 hatte Scarponi das Duell ausgeglichen, in der Abfahrt vom Torricelle nahm Nibali ihm aber noch zwölf Sekunden ab und verteidigte seinen Platz auf dem Giro-Podium. Platz fünf belegt am Ende Cadel Evans (BMC Racing Team), dem 50 Sekunden zu Rang drei gefehlt hätten. Alexandre Vinokourov (Astana) verdrängte Richie Porte (Saxo Bank) zwar noch von Platz sechs, der junge Australier gewinnt aber trotzdem souverän die Nachwuchswertung bei seiner ersten Grand Tour.

Australier holen drei Trikots, Gerdemann Platz 16
Zur Siegerehrung in der Arena di Verona, einem römischen Amphitheater, durften sich neben Basso, der das Rosa Trikot und den Siegerpokal bekam, drei Australier über besondere Ehrungen freuen. Weltmeister Cadel Evans, der vergebens um seinen ersten Sieg einer dreiwöchigen Rundfahrt kämpfte, darf sich mit dem Roten Leibchen trösten, das er als Bester der Punktewertung erhält, die er klar vor Alexandre Vinokourov gewann. Matthew Lloyd (Omega Pharma-Lotto) hatte sich gestern das grüne Bergtrikot gesichert und feierte dieses ebenso wie Richie Porte die Eroberung des Weißen Trikots. Von den deutschsprachigen Fahrern erzielten die Deutschen vom Team Milram die besten Resultate. Matthias Russ wurde 17. des Zeitfahrens mit einem Rückstand von 45 Sekunden auf Larsson. Der Österreicher Matthias Brändle (Footon-Servetto) lag allerdings auch nur zwei Plätze dahinter. Für Linus Gerdemann blieb es in der Gesamtwertung wie erwartet bei Rang 16, gleichbedeutend mit seinem besten Abschneiden bei einer Grand Tour. Voll wurde die Bühne noch einmal zur Ehrung der besten Mannschaft, die völlig verdient Liquigas wurde. Bei den vielen Ausfällen, die der Giro forderte, brachte nur das Team von Basso und Niballi alle neun Fahrer ins Ziel nach Verona.

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Schweizer Johann Tschopp gewinnt Cima Coppi und Königsetappe des Giro d´Italia

admin | 30. Mai 2010

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Foto und Copyright: Sabine Jacob

Autor: Felix Griep, www.live-radsport.ch

Ponte di Legno, 29.05.2010 – Zum ersten Mal seit Alex Zülle im Jahr 1998 hat wieder ein Schweizer eine Etappe beim Giro d’Italia gewonnen. Johann Tschopp (Bouygues Telecom) war Erster auf dem höchsten Punkt des Giro, dem Passo di Gavia, und fuhr bei der Bergankunft am Passo del Tonale als Solist ein. Cadel Evans (BMC Racing Team) verpasste den Sieg um 16 Sekunden, Ivan Basso (Liquigas) wurde mit 25 Sekunden Rückstand Dritter und verteidigte seine Führung in der Gesamtwertung vor David Arroyo (Caisse d’Epargne).

Befürchtungen bestätigen sich nicht, Pässe alle befahrbar
Erst wenige Stunden vor dem Start der Königsetappe des Giro wurde bestätigt, dass die 4500 Höhenmeter über die Anstiege Forcola di Livigno und Passo di Gavia bis hin zum Ziel am Passo del Tonale befahrbar waren. Auf der geräumten Straße zum Gavia, der mit 2618 Metern das “Dach” der Rundfahrt ist, fuhr man zwischen riesigen Bergen aufgetürmten Schnees hindurch. Es konnte aber wie geplant zum letzten großen Schlagabtausch in den Bergen kommen.

Sastre, Vinokourov und weitere Topfahrer attackieren an der Forcola di Livigno
Die ersten 40 Kilometer waren die einzigen leichten der 20. Etappe. Von Bormio ging es etwas bergab bis zur Schweizer Grenze und als diese überquert wurde, begann die Kletterei. Fast 2000 Höhenmeter ging es zur Forcola di Livigno hinauf, wo die Bergwertung die Rückkehr nach Italien markierte. Eine frühe Spitzengruppe zerfiel in der Steigung recht schnell, bis nur der Ire Daniel Martin (Garmin-Transitions) an der Spitze verblieb. Um ihn bildete sich dann eine große Gruppe von 20 Mann mit einigen Hochkarätern, die auch die Gesamtwertung im Auge hatten. Mit Marco Pinotti (HTC-Columbia) und Damiano Cunego (Lampre) waren der Zehnte und Elfte dabei. Der Sechste, Carlos Sastre (Cervélo TestTeam) kam noch hinzu, ebenso wie Gilberto Simoni (Lampre), der bei der letzten Giro-Bergetappe seiner Karriere noch einmal etwas zeigen wollte. Auch Alexandre Vinokourov (Astana), der Gesamtachte, setzte nach und erreichte die Gruppe kurz vor dem Gipfel. Die Punkte holte sich dort Matthew Lloyd (Omega Pharma-Lotto) ab, der zwar gestern die Führung in der Bergwertung an Ivan Basso (Liquigas) verlor, stellvertretend aber immer noch das Grüne Trikot tragen durfte, das er sich heute sichern wollte.

Lloyd entscheidet die Bergwertung, Tschopp schlägt Simoni auf dem Gavia
Die nächsten beiden Anstiege zum Passo di Eira und Passo die Foscagno waren nicht so lang und die noch 15-köpfige Spitzengruppe blieb eine Zeit lang zusammen. Lloyd gewann auch am Eira und kam seinem persönlichen Tagesziel immer näher. Den Foscagno überquerte der Australier allerdings nur als Zweiter, denn dort hatte Stefano Pirazzi (Colnago-CSF) angegriffen. Der junge Italiener ging mit 50 Sekunden Vorsprung in die Abfahrt zurück nach Bormio, die Hauptgruppe um Ivan Basso und sein wieder äußerst starkes Liquigas-Team folgte eine weitere Minute dahinter, kontrollierte die Vorausfahrenden und ihren Vorsprung souverän. Als es die 25 Kilometer Anstieg zum Gavia hinaufging, hatte Pirazzi seinen Vorsprung noch einmal um eine halbe Minute ausgebaut, sollte ihn aber allmählich wieder einbüßen und schließlich gestellt werden. Fünf Kilometer unterhalb des Gipfels blieben noch sechs Fahrer an der Spitze. Neben Sastre, Vinokourov, Pinotti, Lloyd und Simoni war noch der Schweizer Johann Tschopp (Bouygues Telecom) dabei, der bald zum Mittelpunkt des Geschehens werden sollte. Als Simoni antrat, konnte nur Tschopp ihm folgen und das Duo sprintete auf dem Gavia die Cima Coppi aus, die der Schweizer in einem schönen Zweikampf gewann. Lloyd sollte der dritte Platz reichen, um den Gewinn des Grünen Trikots endgültig sicherzustellen.

Tschopp gelingt erster Schweizer Sieg seit zwölf Jahren
Johann Tschopp nahm den Schwung vom Bergsprint mit in die Abfahrt und fand sich schnell alleine an der Spitze wieder. Bis der Schlussanstieg begann, hatte er mehr als eine Minute Vorsprung herausgeholt und durfte vom Etappensieg träumen. Vinokourov bildete mit Daniele Righi (Lampre) ein Verfolgerduo, dahinter versammelten sich die anderen Topfahrer um Basso. Drei Kilometer vor Schluss griff daraus Evans ans und riss noch einmal alles auseinander. Beinahe hätte es für den Australier sogar noch zu seinem zweiten Sieg gereicht, 16 Sekunden fehlten ihm im Ziel aber noch zu Tschopp. Der holte völlig unerwartet den ersten Schweizer Tagessieg beim Giro d’Italia, seit Alex Zülle im Jahr 1998 gleich drei Mal erfolgreich war. Nach 25 Sekunden sprintete Basso gegen Michele Scarponi (Androni Giocattoli) zu Platz drei, was sich als enorm wichtig für Vincenzo Nibali (Liquigas) erweisen sollte, der mit David Arroyo (Caisse d’Epargne) nach gut 40 Sekunden einkam und nur um eine Sekunde seinen Podiumsplatz verteidigte. Basso führt nun 1:15 Minute vor Arroyo und hat seinen zweiten Giro-Sieg so gut wie sicher. Nibali wird sich mit Scarponi aber noch ein heißes Duell um Platz drei liefern, beide liegen eng beisammen fast drei Minuten in Rückstand. Evans wird wohl Fünfter werden, müsste morgen im Zeitfahren fast eine Minute aufholen, um noch aufs Podium zu kommen, hat aber das Rote Trikot als Führender der Punktewertung nun fast zu hundert Prozent sicher.

Tondo und Garzelli geben auf, Gerdemann nun 16.
Die Abstände waren nicht so groß wie auf der gestrigen Etappe über den Mortirolo, dennoch verlor die Hälfte der 139 Fahrer, die das Ziel erreichten, über eine halbe Stunde. Zu den fünf Ausfällen des Tages gehörten auch Xavier Tondo (Cervélo TestTeam) und Bergzeitfahr-Gewinner Stefano Garzelli (Acqua & Sapone), die den Anstrengungen Tribut zollen mussten. Die Mannschaftsleistung von Liquigas macht noch beeindruckender, dass es nun das einzige noch vollzählige Team im Rennen ist. Linus Gerdemann (Team Milram) verlor als 39. fast eine Viertelstunde auf den Sieger, bleibt aber nach wie vor bester deutschsprachiger Fahrer der Italien-Rundfahrt. In der Gesamtwertung verlor er drei Positionen und ist nun 16., womit er seine bisher stärkste Leistung bei einer Grand Tour, den 24. Platz bei der Tour de France 2009, klar übertroffen hat.

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Scarponi gewinnt Mortirolo-Etappe, überragende Liquigas-Leistung bringt Basso ins Rosa Trikot

admin | 28. Mai 2010

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Foto und Copyright: Sabine Jacob

Autor: Felix Griep, www.live-radsport.ch

Aprica, 28.05.2010 – Michele Scarponi (Androni Giocattoli) ist der Sieger der 19. Etappe des Giro d’Italia, der große Gewinner heißt aber Ivan Basso (Liquigas). Gemeinsam mit seinem Teamkollegen Vincenzo Nibali und Scarponi setzte sich der Giro-Sieger von 2006 am gefürchteten Mortirolo ab und holte drei Minuten Vorsprung auf eine Gruppe um David Arroyo (Caisse d’Epargne) heraus. Dieser fiel dadurch in der Gesamtwertung 51 Sekunden hinter Basso zurück, der nun das Rosa Trikot trägt.

Liquigas, Basso und Evans verlängern bis 2012
Am vergangenen Wochenende hatte das Team Liquigas die Konkurrenz beeindruckt, kontrollierte mit einer unfassbar starken Mannschaft die Etappen über den Monte Grappa und zum Zoncolan, stellte dort mit Vincenzo Nibali und Ivan Basso die Sieger. Die Dominanz der Mannschaft beeindruckte auch den Sponsor, der sich ebenso wie die beiden Topstars dem Team für zwei weitere Jahre bis 2012 verpflichtete. Der Tag nach dieser frohen Kunde sollte zu einer weiteren Liquigas-Sternstunde werden, das auf der harten Etappe über den Mortirolo wieder seine Bestform zeigte.

Liquigas versucht Topfahrer schon 70 km vor dem Ziel zu isolieren
Ziel von Liquigas war es, die Etappe so früh wie möglich so schwer wie möglich zu machen, um die Konkurrenten aus wesentlich schwächeren Mannschaften schon früh an die Belastungsgrenze zu bringen. Auf den ersten gut hundert Kilometern konnte das noch nicht gelingen, da ging es zum späteren Zielort Aprica zu wenig steil bergauf. In diesem Bereich setzte sich nach einer Stunde eine neunköpfige Gruppe um Xavier Tondo (Cervélo TestTeam) ab, die bis zu neun Minuten Vorsprung bekam. Bis zur Bergwertung in Aprica, die Yuriy Krivtsov (Ag2r) gewann, hatte sich dieser unter der Nachführarbeit Liquigas‘ aber schon wieder deutlich reduziert. Nach einer kurzen Abfahrt ging es den ersten richtigen Berg des Tages hinauf. Im Anstieg nach Trivigno (11,0 km à 7,5%) legte Liquigas ein horrendes Tempo vor und hatte viele Gegner schnell isoliert, als man selbst noch zu fünft war. Die Ausreißergruppe zerfiel, bis nur noch Leonardo Duque (Cofidis), Branislau Samoilau (Quick Step) und Jackson Rodriguez (Androni Giocattoli) an der Spitze verblieben, verfolgt von einem Duo aus dem Team Acqua & Sapone. Stefano Garzelli hatte aus dem Favoriten-Feld angegriffen und mit seinem bei den Ausreißern gewesenen Teamkameraden Francesco Failli zusammengespannt.

Nur Scarponi kann Liquigas-Duo am Mortirolo Paroli bieten
Es folgte der Passo del Mortirolo (12,8 km à 10,3%), in dem die Liquigas-Doppelspitze in den Angriff ging. Sylvester Szmyd und Robert Kiserlovski hatten in den ersten Kehren noch geholfen, schon einige Fahrer abzuschütteln, darunter David Arroyo (Caisse d’Epargne), der um sein Rosa Trikot fürchten musste. In den steilsten Passagen gab Basso den meisten anderen den Rest, nur Michele Scarponi konnte noch mit ihm und Nibali mithalten. Das Trio holte die restlichen Ausreißer ein, als Letzten Garzelli, der sein Solo über 100 Kilometer vom Giro 2009 nicht wiederholen konnte. Basso führte seine zwei Begleiter über den Gipfel des 1854 Meter hohen Mortirolo und hatte da schon mindestens ein Sondertrikot sicher. In der Bergwertung überholte er Matthew Lloyd (Omega Pharma-Lotto), der heute keine Rolle spielte. Mit fast einer Minute Rückstand war Alexandre Vinokourov (Astana) als Vierter auf dem Gipfel, nicht weit vor Carlos Sastre (Cervélo TestTeam) und John Gadret (Ag2r). Der nächste war Cadel Evans (BMC Racing Team) mit 1:40 Rückstand, dicht gefolgt von Arroyo, der sich bewundernswert zurückgekämpft hatte, nachdem er schon weiter zurück lag. Am Ende der Abfahrt fanden sich diese fünf Fahrer zu einer Verfolgergruppe zusammen, die nur eine Minute hinter Basso, Nibali und Scarponi lag.

Verfolger sind sich uneinig und verspielen viel Zeit
Das Finale bis nach Aprica war mit meist nur etwa 3% Steigung nicht besonders schwer, fühlte sich nach dem harten Vorprogramm aber wesentlich schwerer an. Als der Abstand der beiden Gruppen auf 40 Sekunden gesunken war, kam ein Kilometer mit 11%, der die Verfolger scheinbar völlig aus dem Rhythmus brachte und demotivierte. Sie verloren fortan auf den letzten zwölf Kilometern immer mehr Zeit, schienen sich auch über die Arbeitsteilung nicht mehr einig zu sein. Bis nach Aprica brachen sie völlig ein und verloren noch drei Minuten, was David Arroyo die Gesamtführung und seine Begleiter wohl die Chancen aufs Podium kosten sollte. Den Sieg wollten Basso und Nibali keinesfalls an Scarponi verschenken, der ihn sich aber dennoch holte, seinen dritten, nachdem ihm im letzten Jahr gleich zwei gelangen. Die Etappe führte zu riesigen Abständen, die nächste Gruppe um drei Rabobank-Fahrer und Marco Pinotti (HTC-Columbia) brauchte fünfeinhalb Minuten bis ins Ziel. Linus Gerdemann (Team Milram), der seinen 13. Platz in der Gesamtwertung behielt, und Marcel Wyss (Cervélo TestTeam) kamen mit etwas mehr als zehn Minuten Rückstand gar noch unter die Top20.

Basso nach vier Jahren beim Giro wieder obenauf
Der fünfte Tag im Rosa Trikot war für Arroyo der letzte, auch wenn der Spanier wirklich aufopferungsvoll kämpfte. 51 Sekunden liegt er jetzt hinter Basso, der auf dem besten Weg ist, seinen zweiten Giro-Gesamtsieg nach 2006 zu erringen, als er auch schon Erster auf dem Mortirolo war. Möglich wäre für Liquigas sogar ein Doppeltriumph, da Nibali mit 2:30 Minuten Rückstand auf der morgigen Königsetappe auch noch an Arroyo vorbeiziehen könnte. Scarponi hofft mit 2:49 Minuten aufs Podium, ein Sieg gegen Basso scheint nach dem heutigen Tag äußerst unwahrscheinlich. Vom Rest ist Weltmeister Evans der Beste, der genau vier Minuten hinter Basso liegt und den Traum von seinem ersten Gewinn einer dreiwöchigen Rundfahrt wohl begraben muss. Der überraschende Sieg in der Nachwuchswertung wird für Richie Porte (Saxo Bank) hingegen immer wahrscheinlicher, der Australier verteidigte über sechs Minuten Vorsprung zu Kiserlovski, dem drittbesten Mann einer überragenden Liquigas-Truppe. Deren Stärke zeigte sich wieder deutlich in der Mannschaftswertung, die das Team mit 18 Minuten Vorsprung auf Rabobank gewann.

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André Greipel erringt ersten deutschen Tagessieg auf 18. Etappe des Giro d´Italia

admin |

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Foto und Copyright: Sabine Jacob

Autor: Felix Griep, www.live-radsport.ch

Brescia, 27.05.2010 – Auf der 18. Etappe des Giro d’Italia 2010 hat André Greipel (HTC-Columbia) den ersten deutschen Sieg errungen. Im Massensprint der kürzesten Etappe der Rundfahrt gewann er souverän vor Julian Dean (Garmin-Transitions) und Tiziano Dall’Antonia (Liquigas). Danilo Hondo (Lampre) wurde Fünfter. In der Gesamtwertung brachte die Etappe keine Veränderungen, David Arroyo (Caisse d’Epargne) bleibt an der Spitze.

Letzer Sprinter-Tag vor hartem Giro-Ende
Vor den drei entscheidenden Schlusstagen mit den Hochgebirgsetappen über Mortirolo und Gavia sowie dem finalen Zeitfahren in Verona bekamen die 151 verbliebenen Fahrer des Giro d’Italia den Vormittag frei. Erst kurz vor 14 Uhr wurde die 18. Etappe gestartet, die mit nur 140 Kilometern und keinerlei topografischen Schwierigkeiten ein letztes Mal den nicht gerade verwöhnten Sprintern eine Gelegenheit geben sollte, ihr Können zu beweisen.

Feld lässt Marangoni und Kaisen nicht den Hauch einer Chance
Zum Beginn des Rennens regnete es noch aber das Wetter besserte sich schnell und während der Fahrt entlang des Gardasees kam sogar die Sonne immer mehr heraus. Bis aus dem Hauptfeld jemand herauskam, dauerte es 21 Kilometer. Da begaben sich Alan Marangoni (Colnago-CSF) und Olivier Kaisen (Omega Pharma-Lotto) auf die relativ aussichtslose Flucht. Zwar fehlten mit Tyler Farrar (Garmin-Slipstream), Wouter Weylandt (Quick Step) und Matthew Goss (HTC-Columbia) die bisherigen Sprintsieger dieser Italien-Rundfahrt – aber genau darin sahen viele anderen schnelle Männer ihre Chance. Die meiste Arbeit verrichtete das Team HTC-Columbia für den bisher glücklosen André Greipel, unterstützt vom Team Sky von Gregory Henderson. Sie hielten die Ausreißer die ganze Etappe über bei einem Abstand zwischen zwei und drei Minuten, holten den Rückstand dann zum Ende hin locker auf. Zweitausend Meter vor dem Ziel wurde Marangoni eingeholt, Kaisen hatte schon kurz davor die Segel gestrichen.

Stamsnijder in Kampf um Sprintwertung wieder vorn
Zwar gibt es für die Sprintwertung kein eigenes Trikot, sie ist aber deutlich umkämpfter als beispielsweise die Punktewertung, welche am Ende wohl einer der Anwärter auf den Giro-Sieg so nebenbei mit einstreichen wird. Kaisen gewann den Zwischensprint vor Marangoni, aus dem Feld holte sich Tom Stamsnijder (Rabobank) den dritten Rang. Mit nun 18 Punkten hat Stamsnijder die Spitze von Jérôme Pineau (Quick Step) zurückerobert, der bei 15 Zählern bleibt. Der Niederländer führte die Sprintwertung erstmals nach der 3. Etappe an, seitdem wechselten sich die beiden sechs Mal ab. Kaisen (12 Punkte) ist nun Dritter, ebenso wie in der Ausreißerwertung, die den Belgier mit 399 Fluchtkilometern führt, auch wenn ihn diese ihm nicht den ersehnten Etappenerfolg brachten.

Greipel macht in Brescia das Dutzend voll
Im Massensprint wurde Columbia für seine Arbeit an diesem Tag belohnt. Der Sky-Zug brachte Gregory Henderson in bester Position auf die Zielgerade, André Greipel trat dann vom Hinterrad des Neuseeländers stark an und war von niemandem mehr einzuholen. Julian Dean (Garmin-Transitions), ein weiterer Neuseeländer, wurde Zweiter vor Tiziano Dall’Antonia (Liquigas) und Henderson. Danilo Hondo (Lampre) erreichte nach seinem gestrigen zweiten Platz aus der Fluchtgruppe heute Rang fünf, während der dritte deutsche Sprinter, Robert Förster (Team Milram), nur 16. wurde. Für Greipel nimmt der Giro d’Italia nun doch noch ein gutes Ende, nach einigen nicht optimal verlaufenen Sprints gelang ihm endlich sein zwölfter Saisonerfolg. Auf die Gesamtwertung hatte die Etappe keine Auswirkung, David Arroyo (Caisse d’Epargne) darf das Rosa Trikot morgen über den Mortirolo tragen.

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Damien Monier gewinnt 17. Giro-Etappe aus großer Gruppe solo vor Danilo Hondo

admin | 27. Mai 2010

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Foto und Copyright: Sabine Jacob

Autor: Felix Griep, www.live-radsport.ch

Peio Terme, 26.05.2010 – Die 17. Etappe des Giro d’Italia wurde wenig überraschend zur Beute von Ausreißern, von denen sich gleich 19 auf die Flucht begaben. Am Schlussberg setzte sich Damien Monier (Cofidis) ab und siegte gut eine halbe Minute vor Danilo Hondo (Lampre) und Steven Kruijswijk (Rabobank). Es war der erste Erfolg in der Karriere des 27-jährigen Franzosen. An der Spitze der Gesamtwertung gab es keine Veränderungen, David Arroyo (Caisse d’Epargne) bleibt weiterhin Träger des Rosa Trikots.

Ein idealer Tag für Ausreißer
Letzte Giro-Woche, eine bergige Etappe, aber für die Favoriten zu wenig anspruchsvoll. Es war ein Tag wie gemacht für Ausreißer, für Fahrer, die sonst keine Chance auf einen Etappensieg sehen könnten. Zwar ging es mehr als tausend Höhenmeter das Gampenjoch hinauf, das zur Mitte der 173 Kilometer langen Etappe aber für keine Selektion sorgten sollte. Spannung versprach aber das Finale mit einer kleinen Bergankunft.

Großer Vorsprung nach langer Phase der Gruppenfindung
Eine leicht abschüssige Strecke und der Kampf um die richtige Gruppe sorgten für ein hohes Anfangstempo mit 50,2 absolvierten Kilometern in der ersten Stunde. Erst kurz danach bildete sich endlich die entscheidende Gruppe, gleich 19 Fahrer arbeiteten gemeinsam für die Möglichkeit des Tagessieges. Mit Danilo Hondo (Lampre) und Markus Fothen (Team Milram) hatten zwei Deutsche das richtige Gespür, ebenso der Schweizer Danilo Wyss (BMC Racing Team). Bis zum Beginn des Passo del Palada, der auf deutsch Gampenjoch heißt, hatte sich das desinteressierte Feld zwölf Minuten Rückstand eingehandelt, was Alexander Efimkin (Ag2r), dem Besten der Gruppe, eine Verbesserung in der Gesamtwertung von Platz 16 auf neun gebracht hätte. Dann nahm aber Caisse d’Epargne die Arbeit auf, um das Rosa Trikot von David Arroyo gar nicht erst in Gefahr geraten zu lassen.

Ignatiev attackiert zu früh, Hondo bei Vorentscheidung dabei
Die Bergwertung der 1. Kategorie schnappte sich Daniel Moreno (Omega Pharma-Lotto), dessen Teamkollege Matthew Lloyd heute nicht um sein Bergtrikot zu fürchten brauchte. Das Feld war oben wieder auf acht Minuten herangekommen, nur um in der Abfahrt und dem folgenden langen, leicht bergauf führenden Stück wieder mehr als elf Minuten zurückzufallen. 30 Kilometer vor Schluss, das Durchkommen war längst sicher, endete die Zusammenarbeit in der Ausreißergruppe, als Mikhail Ignatiev (Katusha) nicht mehr stillhalten konnte. Die Attacke des Russen kam aber zu früh, er blieb nicht lange vorne, konnte nur den Sieg am Zwischensprint als kleinen Erfolg verbuchen. Die Angriffe rissen nun nicht mehr ab und immer wieder nahm das Geschehen an der Spitze neue Formen an. Erst zehn Kilometer vor Schluss fand sich eine stabile Situation. Hondo fuhr mit Damien Monier (Cofidis) und Steven Kruijswijk (Rabobank) voraus, Steven Cummings (Sky) und Moreno gingen zu zweit auf die Verfolgung.

Monier attackiert im steilsten Stück, Hondo guter Zweiter
Die letzten drei Kilometer waren mit 7% Steigung die schwersten des Finales, direkt zu Beginn dieses kleinen Schlussanstieges gab es einen Abschnitt mit 12%. Genau darauf hatte Monier gewartet und schüttelte mit einem starken Antritt seine beiden Begleiter ab. Seit dem Jahr 2004 fährt der 27-jährige Franzose für Cofidis und holte nun mit einem Paukenschlag endlich seinen ersten Profi-Sieg. Bis ins Ziel nach Peio Terme hatte er den beiden anderen mehr als eine halbe Minute abgenommen. Platz zwei holte sich der eher als Sprinter bekannte Hondo, der erst zurückgefallen war, dann aber wieder aufholte und Kruijswijk noch hinter sich ließ. Moreno und Cummings erreichten das Ziel nach gut einer Minute. Der Rest folgte nach und nach, Fothen wurde 14., Wyss kam auf Rang 16. Ignatiev wurde als Einziger der Ausreißer noch von den rund zehn Minuten zurückliegenden Favoriten eingeholt, die am Berg zwar hohes Tempo anschlugen, sich aber nicht gegenseitig angriffen.

Arroyo verteidigt Vorsprung, Efimkin verpasst die Top10
Die Top10 der Gesamtwertung blieben fast unverändert. Nur ein paar Sekunden Differenzen gab es unter ihnen, Damiano Cunego (Lampre) reichten die aber, um Platz neun von Robert Kiserlovski (Liquigas) zu übernehmen. Lampre hatte wie auch HTC-Columbia vom Elften Marco Pinotti einige Nachführarbeit verrichtet, um Efimkin auf Abstand zu halten. Der ist nach Tagesrang sieben nun gesamt Zwölfter. Einen Platz dahinter liegt Linus Gerdemann (Team Milram), der noch einmal gut 30 Sekunden verlor. Seinen Vorsprung von 2:27 Minuten auf Ivan Basso (Liquigas) verteidigte David Arroyo souverän, kann morgen zum vierten Mal das Rosa Trikot tragen.

 

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Garzelli gewinnt Bergzeitfahren am Kronplatz vor Evans, Arroyo bleibt vor Basso

admin | 25. Mai 2010

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Foto und Copyright: Sabine Jacob

Autor: Felix Griep, www.live-radsport.ch

Kronplatz, 25.05.2010 – Stefano Garzelli (Acqua & Sapone), der in der Gesamtwertung schon weit abgeschlagen war, hat mit großem Vorsprung das Bergzeitfahren am Kronplatz auf der 16. Giro-Etappe gewonnen. Weltmeister Cadel Evans (BMC Racing Team) wurde mit 42 Sekunden Rückstand Zweiter. David Arroyo (Caisse d’Epargne) bewahrte die Gesamtführung 2:27 Minuten vor dem neuen Zweiten Ivan Basso (Liquigas) und auch Richie Porte (Saxo Bank) biss sich auf dem Podium fest.

Gutes Wetter bei zweitem Bergzeitfahren auf dem Kronplatz
Zum zweiten Mal nach 2008 gab es ein Bergzeitfahren auf den Kronplatz, einen unerbittlichen Berg, der im zweiten Teil gar über nicht asphaltierte Straßen verfügt, wenngleich diese nicht ganz so schlimm waren wie die strade bianche auf der 7. Etappe. Der Plan de Corones, wie er in Italien heißt, bietet auf dem Gipfel nicht viel Platz, so dass die 155 Fahrer – Mickael Buffaz (Cofidis) und Leonardo Bertagnolli (Androni Giocattoli) traten nicht mehr an – in drei Gruppen unterteilt werden musste, wonach jeweils eine Pause eingelegt wurde, um den Berg von Fahrern und Begleitfahrzeugen zu räumen. Die Sonne strahlte über dem Kronplatz, der an einigen Stellen aber immer noch von Schnee bedeckt war.

Monier dominiert 1. Gruppe, Bangen um die Karenzzeit
Da nach umgekehrter Reihenfolge der Gesamtwertung gestartet wurde, fand man in der ersten Gruppe kaum starke Bergfahrer. Ihr Bester war Damien Monier (Cofidis), der am Ende des Tages immerhin Platz 26 belegte. Der Franzose führte im Ziel 32 Sekunden vor Marco Marzano (Lampre), auf den er an der Zwischenzeit nach 7,6 von 12,85 Kilometern noch zehn Sekunden Rückstand hatte. Das zeigte, dass man sich den Anstieg sehr gut einteilen musste, um am Ende nicht einzubrechen. Es gab viele Fahrer, die gegen das Zeitlimit ankämpfen mussten, das mit 25% der Siegerzeit angesetzt wurde. Am Ende erwischte es nur Ermanno Capelli (Footon-Servetto), der 1:24 Minute zu langsam war. Markus Fothen (Team Milram) hatte als Vorletzter noch knapp eine Minute Polster und darf weiterfahren.

Szmyd überzeugt in 2. Gruppe, Simoni und Eibegger vorn dabei
Nur zwei Starter aus der zweiten Gruppe konnten eine besser Zeit als Monier fahren. Sylvester Szmyd, der für seine Liquigas-Kapitäne Ivan Basso und Vincenzo Nibali zuletzt so viel wertvolle Arbeit verrichtet hat, war 35 Sekunden schneller und schaffte es mit seiner Zeit auch nach allen Topfavoriten noch auf Platz 15. David Moncoutié hatte seinen Cofidis-Teamkollegen Monier ebenfalls überholen können. Das gelang Gilberto Simoni (Lampre) bei seiner Abschiedstournee über die italienischen Berge nicht ganz, er wurde vorübergehend Vierter und belegte am Ende Platz 30. Sechster nach den ersten gut hundert Fahrern war der Österreicher Markus Eibegger (Footon-Servetto), für den später Platz 35 heraussprang.

Evans nur am Furcia Spitze, Garzelli teilt Kräfte besser ein, Tschopp kurz top
Als die Topfavoriten loslegten, kam es zum Kampf um den Etappensieg, den Cadel Evans (BMC Racing Team) als klares Ziel hatte. Am Passo Furcia, bei der Zwischenzeit, lag der Weltmeister vier Sekunden vor Michele Scarponi (Androni Giocattoli) und zwölf Sekunden vor Stefano Garzelli (Acqua e Sapone). Doch der hatte für den etwas schwereren Schlussteil die meisten Kraftreserven, fuhr den anderen noch deutlich davon. Oben war er mit einer Zeit von 41:28 Minuten – 2008 gewann Franco Pellizotti in 40:26! – 42 Sekunden schneller als der Zweite Evans. Von Platz elf am Zwischenmesspunkt fuhr John Gadret (Ag2r) überraschend auf den dritten Platz, blieb knapp unter einer Minute Rückstand. Mit etwas mehr als einer Minute folgten Nibali, Scarponi und Basso. Hervorragender 13. wurde der Schweizer Johann Tschopp (Bouygues Telecom), der nach seiner Zielankunft sogar für 59 Sekunden der Führende war.

Arroyo und Porte wehren sich, Gerdemann weit zurückgefallen
Mit seinem sechsten Tagesrang war Ivan Basso dabei, sich in der Gesamtwertung weiter zu verbessern. Richie Porte (Saxo Bank), der als 17. eine tolle Leistung zeigte, fiel nur um neun Sekunden hinter den Zoncolan-Sieger zurück. David Arroyo (Caisse d’Epargne) ließ sich das Rosa Trikot aber nicht abnehmen, war eine Sekunde schneller als Porte und behält von seinen vor dem Bergzeitfahren 3:33 Minuten auf Basso noch 2:27 Minuten. Evans arbeitet sich auf Rang vier vor, mit nunmehr 3:09 Minuten Rückstand. Dass man für die heutigen Anstrengungen topfit sein musste, bekam Linus Gerdemann (Team Milram) zu spüren. Von einer Bronchitis geschwächt verlor er sechs Minuten auf den Tagessieger und fiel somit gesamt aus den Top10 heraus.

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DFB Nationalteam besiegt 1. FC Südtirol 4:0

admin | 24. Mai 2010

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Jogi Löw: “Podolski wird explodieren”

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Giro d’Italia: Basso krönt sich zum neuen König des Monte Zoncolan aber Arroyo verteidigt Rosa

admin | 23. Mai 2010

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Foto und Copyright: Sabine Jacob

Autor: Felix Griep, www.liveradsport.ch

Monte Zoncolan, 23.05.2010 – Am unfassbar steilen Schlussanstieg der 15. Etappe des Giro d’Italia hat Ivan Basso (Liquigas) die Nachfolge von Gilberto Simoni (Lampre) angetreten . Basso krönte sich zum neuen König des Monte Zoncolan, gewann 1:19 Minuten vor seinem ersten Verfolger, Weltmeister Cadel Evans (BMC Racing Team). David Arroyo (Caisse d’Epargne) kämpfte sich als Elfter mit fast vier Minuten Rückstand ins Ziel und bleibt damit Führender der Gesamtwertung, in der Basso auf Platz drei klettert.
Nachfolger von König Simoni gesucht
Erst zwei Mal machte der Giro d’Italia am Monte Zoncolan halt, dem Monsterberg, der auf nur 10,1 Kilometern einen Höhenunterschied von 1200 Metern überwindet. 2003 und 2007 gewann hier jeweils Gilberto Simoni (Lampre), der zum Abschluss seiner Karriere bei seiner letzten Italien-Rundfahrt noch einmal an die Stätte alter Erfolge zurückkehren konnte. Der König des Zoncolan verabschiedete sich als 31. des Tages mit über acht Minuten Rückstand, fand aber zugleich einen Nachfolger, der den vielleicht schwersten Anstieg Europas zu seinem Hoheitsgebiet machte.

Pineau nimmt Rabobank beide Führungen ab
Nach 18 Kilometern wurde eine sechsköpfige Ausreißergruppe fahren gelassen, die sich auf der ersten, flachen Hälfte der Etappe austoben durfte. Quick Step hatte mit Jérôme Pineau und Francesco Reda gleich zwei Mann dabei, Jackson Rodriguez (Androni Giocattoli), Ludovic Turpin (Ag2r), Guillaume Le Floch (Bouygues Telecom) und Nico Sijmens (Cofidis) vervollständigten das Sextett, das bis zu einer Viertelstunde Vorsprung bekam. Als dann der erste Berg begann, erhöhte Liquigas das Tempo im Feld und bis zur Mitte des Schlussanstiegs waren sie alle wieder gestellt. Turpin sammelte mit drei gewonnenen Bergpreisen 20 Punkte, die ihn in der Bergwertung auf Platz drei brachten, großer Sieger der Flucht war aber Pineau, der gleich zwei Rabobank-Fahrern Führungen abnahm. Bei seiner zwei Wochen andauernden Privatfehde mit Tom Stamsnijder ging der Franzose in der Sprintwertung wieder in Führung, Rick Flens verdrängt er von der Spitze der Ausreißerwertung. 476 Fluchtkilometer hat Pineau jetzt gesammelt, 13 mehr als Flens.

Liquigas bereitet super vor, Basso vollendet in beeindruckender Manier
Wie schon tags zuvor am Monte
Grappa beeindruckte Liquigas durch starke mannschaftliche Präsenz und kontrollierte das Feld das ganze Rennen über. Keinesfalls satt nach dem Sieg von Vincenzo Nibali gab man das Team das Tempo vor und sorgte 40 Kilometer vor dem Ziel am zweiten Berg, dem Passo Duron, für eine Vorselektion, bei der viele Topfahrer ihre Helfer verloren. In der Abfahrt fanden einige davon zurück und blieben dann auch über den dritten Anstieg hinweg dran. Dann türmte sich der unerbittliche Zoncolan vor den Fahrern auf und verlangte allen das Äußerste ab. Schnell trennte sich die Spreu vom Weizen und in dem mit 22% steilsten Abschnitt rund sechs Kilometer vor dem Ziel zerfiel fast alles. Ivan Basso war es, der mit seinem Antritt die Vorentscheidung herbeiführte, nur Cadel Evans (BMC Racing Team) und Michele Scarponi (Androni Giocattoli) konnten Anschluss an den Giro-Sieger von 2006 halten. Scarponi fiel als Erster wieder zurück und bei noch vier Kilometern wurde auch Evans Opfer einer weiteren Tempoverschärfung Bassos, der fortan einem beeindruckenden Sieg entgegenfuhr.

Basso halbiert Rückstand zu Arroyo, Gerdemann bleibt in Top10
1:19 Minute, so einen Vorsprung hatte Simoni bei seinen zwei Zoncolan-Siegen nicht annähernd erreicht. Diesen Rückstand kassierte Weltmeister Evans auf Tagessieger Basso, der sich bis ins Ziel kontinuierlich abgesetzt hatte. Scarponi folgte elf Sekunden später, Damiano Cunego (Lampre) nach 1:58 Minute als Vierter. Nach zweieinhalb Minuten erreichte Alexandre Vinokourov (Astana) das Ende der Quälerei und musste das Rote Trikot an Evans abgeben, der in der Punktewertung nun am Kasachen vorbeigezogen ist. Einzeln oder maximal zu zweit erreichten die nächsten Fahrer den Gipfel, das Rosa Trikot überquerte nach 3:50 Minuten den Zielstrich. Das reichte David Arroyo (Caisse d‘Epargne), um die erste Position in der Gesamtwertung zu behalten, 3:33 Minuten vor Basso, der jetzt aber zum großen Favoriten geworden ist. Zwischen den beiden liegt mit 2:35 Minuten weiterhin noch Richie Porte (Saxo Bank), der auf Platz 18 ebenfalls eine starke Leistung abrief. Deutschlands Bester Linus Gerdemann (Team Milram) fiel zwar ein Stück zurück, bleibt hinter Carlos Sastre (Cervélo TestTeam), Evans, Vinokourov, Nibali und Scarponi als Neunter aber immer noch unter den ersten Zehn.

Etappensieger und Voß streichen vor letztem Ruhetag die Segel
Sieben Ausfälle forderte die 15. Etappe, so dass nur noch 157 von einst 198 Fahrern den morgigen zweiten Ruhetag erreichen. Gar nicht mehr zum Start erschienen die Sprinter Robbie McEwen (Katusha) und Tyler Farrar (Garmin-Transitions), für den der Giro mit zwei Etappensiegen ohnehin bereits ein Erfolg war. Mit Manuel Belletti (Colnago-CSF) und Matthew Goss (HTC-Columbia) stiegen zwei weitere Fahrer aus, die sich in die Liste der Etappensieger eintragen konntne. Zu den weiteren Aussteigern gehörte Paul Voß (Team Milram), der die tolle Erfahrung von vier Tagen Bergtrikot aus seiner ersten Grand Tour mitnimmt. Milram gehört nun zu den schwächsten Teams im Rennen, hat nur noch fünf Fahrer dabei. Vollzählig bleiben einzig Cervélo und das überragende Liquigas.

 

 

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DFB Trainingslager in Girlan Südtirol

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DFB Empfang auf Schloss Sigmundskron bei Reinhold Messner

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