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Türkei: Fünf aus acht für Greipel. Visconti holt ersten Gesamtsieg seiner Karriere

admin | 19. April 2010

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Foto und Copyright: Sabine Jacob

Autor: Heike Oberfeuchtner, www.live-radsport.ch

Alanya, 18.04.10 – André Greipel (HTC-Columbia) hat auch die letzte Etappe der Türkei-Rundfahrt für sich entscheiden können, sodass insgesamt fünf von acht Tagesabschnitten auf das Konto des Deutschen gehen. Der Italiener Angelo Furlan (Lampre-Farnese Vini) und der Niederländer Kenny van Hummel (Skil-Shimano) sicherten sich im Massensprint des Feldes die Plätze hinter Greipel, der schließlich auch noch das Trikot des Punktbesten erobert. Derweil hat sich Giovanni Visconti (ISD-Neri) den Gesamtsieg der 46. Tour of Turkey nicht mehr nehmen lassen. Für den 27-jährigen Italiener ist es der erste Triumpf in einem Mehretappenrennen, den er mit am Ende 29 Sekunden Vorsprung auf Greipels Teamkollegen Tejay van Garderen perfekt macht.

Die achte und letzte Etappe führte 85 die Fahrer, die am Schlusstag noch angetreten waren (zu den letzten DNS gehörte auch der Deutsche Sebastian Siedler von Vorarlberg), durch die wohl beliebteste Ferienregion der Türkei, entlang der sogen. “türkischen Riviera” von Antalya nach Alanya. Aber statt Ausspannen, Wellenreiten und Sonnenbaden war noch einmal 158,5 Kilometer lang angestrengtes Pedalieren über ein durchaus hügeliges Terrain gefragt und – aus Sicht des Teams ISD-Neri – höchste Achtsamkeit auf das türkise Trikot von Giovanni Visconti.

Ungefährliche Spitzengruppe
Allerdings muss man sagen, dass weder der Mannschaft des Führenden noch allen anderen im Feld eine unlösbare Aufgabe auferlegt wurde. Am schwersten hatten es noch die fünf Männer, die sich zwischen Kilometer 25 und 30 an der Spitze als Fluchtgruppe des Tages zusammentaten. Kurioserweise fanden sich darunter zwei “Pärchen”, jeweils zwei in der Gesamtwertung unmittelbar benachbarte Fahrer: der Italiener Ermanno Capelli (Footon-Servetto) und der Moldawier Oleg Berdos (De Rosa-Stac Plastic) als 47-ter und 48-ter sowie der Franzose David Deroo (Skil-Shimano) und der Pole Bartlomiej Matysiak (CCC Polsat Polkowice) als 70-ter und 71-ter. Eine Gefahr für das Leadertrikot stellten sie freilich nicht dar, ebenso wenig wie der unter den fünf am besten Platzierte, der Este Calle Kriit (Cofidis), 21-ter mit 5:40 Minuten Rückstand auf Visconti.

ISD hat alles im Griff
Der Vorsprung der Fluchtgruppe blieb deutlich unter dieser kritischen Marke; maximal betrug er 2 Minuten und 20 Sekunden nach 70 gefahrenen Kilometern. Ab da sank er kontinuierlich ob der generalstabmäßigen Nachführarbeit von ISD, die alles fest im Griff hatten. Als man nach der ersten Zielpassage auf die 17-km-Schlussrunde einbog, fuhr das multinationale Spitzenquintett nur noch eine Minute voraus. Jetzt sorgten auch Carmiooro (für Francisco Ventoso) und Colnago (für Sacha Modolo) mit dafür, dass die Flucht rechtzeitig zu Ende ging. Zwar attackierte Cappelli noch einmal und Deroo zog mit, doch konnten sie nicht verhindern, dass an der 10000-Meter-Marke alles zusammenlief.

Greipel ersprintet sich fünften Sieg am achten Tag. Punktetrikotgewinn zum Abschluss
Begleitet von den üblichen Positionskämpfen formierten sich nun die Sprinterzüge; 3 Kilometer vor dem Ziel hatte Columbia-HTC in altbekannter Anordnung das Team ISD an der Spitze abgelöst. Und einmal mehr verwandelte André Greipel diese Vorarbeit seiner Kollegen in einen Tageserfolg – so locker und souverän wie eh und je zog er an der Konkurrenz vorbei und streckte den rechten Arm zur Siegesgeste in die Luft. Der Rostocker beendet die Türkei-Rundfahrt somit nicht nur mit der rekordverdächtigen Ausbeute von 5 Etappensiegen, sondern er sichert sich zu guter Letzt auch noch das Trikot des punktbesten Fahrers. Die 15 Zähler, die er heute zusätzlich verbuchen konnte, genügen, um an Visconti, heute als 23-ter außerhalb der Punkteränge, vorbeizuziehen.

Visconti erstmals Gesamtsieger einer Rundfahrt. ISD und Cofidis ausgezeichnet
Dem Italiener – mit 27 Jahren übrigens genauso alt wie Greipel – wird das egal sein. 29 Sekunden Vorsprung auf Tejay van Garderen (ebenfalls HTC) und 33 auf David Moncoutié sichern Giovanni Visconti in seiner zweiten Saison bei ISD-Neri den Gesamtsieg bei der 46. Tour of Turkey. Es handelt sich um seinen ersten Rundfahrt-Gesamterfolg überhaupt – was wenig verwunderlich ist, wenn man bedenkt, dass der Turiner vor allem als Spezialist für italienische Eintagesrennen auf sich aufmerksam gemacht hat. Im letzten Jahr gewann er etwa die Coppa Agostoni, die Trofeo Melinda und den GP Industria & Commercio di Prato und wurde Zweiter beim Memorial Marco Pantani, bei der Coppa Sabatini und beim GP Beghelli.
Viscontis Team darf sich außerdem den Sieg in der Mannschaftswertung zugutehalten. Das Berg- sowie das Turkish-Beauty-Sprinttrikot gehen hingegen an Cofidis: in Person von Remi Pauriol bzw. Christophe Kern.

Hinter Greipel, der im Übrigen die Rundfahrt als bester Deutschsprachiger auf Rang acht der Gesamtwertung beendet (+ 4:16), verpasste der Italiener Angelo Furlan (Lampre) erneut seinen ersten Saisonerfolg – ebenso wie auf der zweiten Etappe. Und auch der Drittplatzierte war ein Wiederholungstäter: Der Niederländer Kenny van Hummel (Skil) hatte diese Position bereits auf Etappe Nr. 5 inne. Mit Rang vier erreichte der junge Sacha Modolo (Colnago) ein weiteres sehr gutes Resultat in seiner ersten Profi-Saison. Für Vorarlberg-Corratec holte René Haselbacher zum Abschluss Rang 12.

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Türkei-Rundfahrt: Viviani schlägt Visconti, Greipel in Sturz verwickelt

admin | 18. April 2010

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Foto und Copyright: Sabine Jacob

Autor: Erich Franke, www.live-radsport.ch

Antalya, 17.04.2010 – Ein Massensturz einen Kilometer vor dem Ziel, in den auch André Greipel (HTC-Columbia) verwickelt war, überschattete die Ankunft der 7. Etappe der Türkei-Rundfahrt. In einer engen Entscheidung siegte Elia Viviani (Liquigas) gegen Giovanni Visconti (ISD) und Andrea Grendene (Lampre). Der Österreicher Clemens Fankhauser (Vorarlberg-Corratec) wurde Vierter. Vor der morgigen Schlussetappe beträgt Viscontis Vorsprung in der Gesamtwertung nun 29 Sekunden auf Tejay Van Garderen (HTC-Columbia).

Ruhiger Start der Etappe
Die vorletzte Etappe der Presidential Cycling Tour of Turkey von Finike nach Antalya über 114,0 km gingen die Fahrer sehr ruhig an. Verständlich nach der gestrigen Königsetappe. Das Profil der Etappe war sehr wellig und es standen zwei Sprintwertungen und eine Bergwertung auf dem Programm. Nicht mehr am Start waren die beide Vorarlberg Profis Christoph Sokoll und Philipp Ludescher.

Fünfköpfige Spitzengruppe prägte das Rennen
Nach 10 Kilometern setzte sich die Gruppe des Tages ab. Adriano Malori (Lampre-Farnese Vini), Gustavo Rodriguez Iglesias (Xacobeo Galicia), Aristide Ratti (Carmiooro NGC), Giairo Ermeti (De Rosa – Stac Plastic) und Cheng Ji (Skil-Shimano) suchten ihr Heil in der Flucht. Sie machten die beiden Sprint- und die Bergwertung unter sich aus. Ihr Vorsprung blieb konstant bei 2 Minuten. Die 5 Ausreisser waren sich bis 20 Kilometer vor dem Ziel einig. Dann folgte der Angriff von Cheng Ji, dem nur Adriano Malori und Giairo Ermeti folgen konnten, während das Feld unter Führung der Teams ISD-Neri, Colnago-CSF Inox und HTC-Columbia den Vorsprung auf unter einer Minute reduzierte. 16 Kilometer vor dem Ziel versuchte es der Skil-Profi Cheng Ji noch einmal, wurde jedoch von Malori und Ermeti gestellt und abgehängt.

Ausreißer ohne Chance und Sturz an der Flamme Rouge
Doch wenig später war es um das Duo geschehen. HTC-Columbia formierte seinen Zug für den vierfachen Etappensieger André Greipel. 3 Kilometer vor dem Ende versuchte es der ehemalige U 23-Zeitfahrweltmeister Dominque Cornu (Skil-Shimano) noch einmal, ohne Erfolg. An der 1000 Meter-Marke dann der Sturz, der den Sprintern den Sieg kostete. In einer engen Rechtskurve kamen der komplette Columbia-Zug und viele Fahrer dahinter zu Fall. Nutznießer des Sturzes waren Giorgio Brambila (De Rosa) und Elia Viviani (Liquigas-Doimo) die sich etwas absetzen konnten. Viviani trat sehr früh an und Giovanni Visconti (ISD-Neri) schaffte es nicht mehr, seinen Landsmann vor der Zielline abzufangen. Dritter wurde Andréa Grendene (Lampre-Farnse Vini). Giovanni Visconti, der die Gesamtführung verteidigte, protestierte nach Überqueren der Zielline lautstark, dass Viviani ihn behindert habe. Die Jury hat sich nach der Etappe beraten, jedoch von einer Distanzierung abgesehen.

Die morgige letzte Etappe, von Antalya nach Antalya über 166 Kilometer bietet ein welliges Profil mit kurzen knackigen Anstiegen, die für einen spannenden Rennvelauf sorgen werden und entscheiden, ob eine Ausreißergruppe durchkommt oder es einen Massensprint geben wird.

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Andre Greipel fährt in Finike bereits zum vierten Etappensieg der Türkeirundfahrt

admin | 16. April 2010

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Foto und Copyright: Sabine Jacob

Autor: Martin Schwarz, www.live-radsport.ch

Finike, 16.04.2010 – Die sechste Etappe der Türkeirundfahrt von Fethiye nach Finike über 185 Kilometer endete erneut im Massensprint des Feldes, aus dem heraus Andre Greipel bereits den vierten Tageserfolg erzielen konnte. Der HTC – Columbia Profi gewann den Sprint vor Davide Cimolai (Liquigas) und Manuele Belletti (Colnago – CSF). Der Gesamtführende Giovanni Visconti vom ISD – Neri Team attackierte auf dem letzten Kilometer und wurde erst im Sprint wieder gestellt, kam aber noch auf den vierten Platz und verteidigte damit problemlos das türkisfarbene Trikot des Spitzenreiters.

Hektischer Beginn des sechsten Teilstückes
Zu Beginn der sechsten Etappe bildete sich eine Spitzengruppe von fünf Fahrern, in der auch der Gesamtsechste Yukihiro Doi mit seinem Teamkollegen Frederik Wilmann (beide Skil – Shimano) vertreten war. Dem ISD – Neri Team um den Gesamtführenden Giovanni Visconti war diese Situation zu gefährlich, so dass sie mit voller Kraft hinterherfuhren und sich das Feld teilweise in mehrere Gruppen aufspaltete. Erst als Yukihiro Doi wegen eines technischen Defekts hinter das Hauptfeld zurückfiel, beruhigte sich die Rennsituation und das Tempo wurde etwas langsamer. Nun lagen Christophe Kern (Cofidis), Vladimir Isaychev (Xacobeo Galicia), Arkaitz Duran (Footon-Servetto) und Frederik Wilmann (Skil – Shimano) zu viert vor dem Feld und konnten den Vorsprung schnell auf über zwei Minuten ausbauen, während sich weiter hinten die Gruppen wieder zu einem Hauptfeld zusammenfanden.

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Führungsgruppe macht Sonderwertungspunkte unter sich aus
Bei Kilometer 70 stand der Turkish Beauty Sprint an, den Christophe Kern für sich entscheiden konnte. Er übernimmt damit auch die Führung in dieser Sonderwertung und wird morgen das weisse Trikot dafür tragen. Direkt danach ging es dann hinauf zur ersten von zwei Bergwertungen des Tages. Dort gewann der Russe Isaychev vor Frederik Wilmann. Die Führung der Wertung von Remi Pauriol konnte aber keiner der Ausreisser gefährden, da Pauriol bereits vor dem heutigen Tag 20 Punkte auf seinem Konto verbuchen konnte. Der Vorsprung der Ausreisser war hier bereits auf 4:30 Minuten angewachsen.

Weitere Attacken aus dem Feld
Am Aufstieg zur zweiten Bergwertung wurde das Rennen noch mal interessant, denn Amaël Moinard (Cofidis) war es im Feld zu langweilig und er machte sich auf die Verfolgung der Führungsgruppe. Als David Moncoutié (Cofidis) hinterherfuhr, reagierte auch der Gesamtführende Giovanni Visconti (ISD – Neri) und beide schafften den Anschluss an Moinard. Weiter Fahrer schlossen zu den dreien auf, mit dabei waren unter anderem auch Yukihiro Doi und Tejay van Garderen (HTC – Columbia). Damit waren vier der Top sechs der Gesamtwertung in dieser Gruppe vertreten. An der Spitze des Rennens hatte derweil Christophe Kern das Tempo erhöht und damit die Gruppe gesprengt, nur Frederik Wilmann konnte ihm noch folgen. Weiter hinten waren nun insgesamt 13 Fahrer in zwei Gruppen vor dem Hauptfeld, aus dem sich schon die ersten Fahrer ins Gruppetto verabschieden mussten, auch Andre Greipel hatte Probleme dranzubleiben, liess sich aber nicht ganz abschütteln. An der Bergwertung gewann Christophe Kern vor Frederik Wilmann, die zwei abgehängten Fahrer der ehemaligen Spitzengruppe erreichten die Bergwertung ebenfalls noch vor den Verfolgern, die mit knapp fünf Minuten Rückstand den Wertungsstrich überfuhren. Die Gruppe um Giovanni Visconti passierte den Gipfel rund 40 Sekunden später. Bis 50 Kilometer vor dem Ziel fuhren die beiden Gruppen zusammen und nahmen noch weitere Fahrer auf, die den Anschluss in der Abfahrt schafften. Die rund 20 Fahrer lagen 5:20 Minuten hinter dem Spitzenduo. Mit dabei waren die acht Gesamtbesten, also auch Andre Greipel sowie drei Helfer von Giovanni Visconti, die die Führungsarbeit übernahmen. Weitere Fahrer schafften den Anschluss und die Gruppe wuchs auf über 40 Fahrer an, ISD und HTC – Columbia machten den Hauptteil der Führungsarbeit, um die zwei verbliebenen Ausreisser noch zu stellen. Die Sprintwertung 30 Kilometer vor dem Ziel gewann Christophe Kern, Bert Grabsch (HTC Columbia) führte das Feld mit 3:52 Minuten Rückstand über die Linie. Das bedeutete viel Arbeit für die Helfer, einen so grossen Rückstand auf den kupierten Küstenstrassen noch zu verringern. Doch die harte Arbeit zeigte Früchte und etwa 15 Kilometer vor dem Ziel fiel der Abstand unter zwei Minuten.

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Spannendes Finale
Doch die beiden Ausreisser gaben nicht auf und mobilisierten noch die letzten Kraftreserven, so dass hinten in der grossen Gruppe auch am Anschlag gefahren werden musste. Bei starkem Gegenwind verringerten die Helfer von Andre Greipel, der diese kurz zuvor noch eigenhändig mit frischen Trinkflaschen aus dem Materialwagen versorgte, den Abstand immer weiter. Bei jeder kleinen Steigung kam das Feld näher heran und schliesslich wurde auf dem letzten Kilometer erst Willems und dann auch noch Christophe Kern gestellt. Doch bevor es zum Sprint aus der Gruppe kam, attackierte Giovanni Visconti noch einmal und kam schnell einige Meter weg. Doch Andre Greipel blieb gelassen und liess Manuel Belletti vom Team Colnago – CSF hinterhergehen, hängte sich bei ihm ans Hinterrad. Als dieser Visconti erreichte, scherte Greipel aus und verschaffte sich mit einem unglaublichen Antritt sofort zwei Radlängen Vorsprung und konnte schon zehn Meter vor der Linie die Arme nach oben reissen. Von hinten sprintete noch der Liquigas-Fahrer Davide Cimolai auf den zweiten Rang vor Belletti und Visconti. Rene Haselbacher vom Team Vorarlberg Corratec sprintete noch auf den fünften Rang. An der Spitze der Gesamtwertung änderte sich wenig, nur Tejay van Garderen verlor noch einige Sekunden nach der harten Arbeit des Tages, behält aber seinen zweiten Rang.

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Die morgige vorletzte Etappe führt das Feld über nur 114 Kilometer und eine Bergwertung nach Antalya. Die Berwertung wird recht früh abgenommen und danach geht es nur noch über kleinere Wellen, wo sich entscheiden wird, ob wieder eine Ausreissergruppe durchkommt oder das Feld einen Massensprint herbeiführen wird.

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Fethiye

Fethiye

Alle Fotos und Copyright: Sabine Jacob

 

 

 

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Andre Greipel holt sich den dritten Tageserfolg bei der Türkeirundfahrt und nun auch in Grün

admin | 15. April 2010
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Foto und Copyright: Sabine Jacob

Foto und Copyright: Sabine Jacob

Autor: Martin Schwarz, www.live-radsport.ch

Fethiye 15.04.2010 – Die Königsetappe der Türkeirundfahrt 2010 führte heute von Denizli über 221 Kilometer nach Fethiye. Unterwegs gab es zwei Bergwertungen der ersten Kategorie, die die Fahrer bis auf 1600 Meter über dem Meer, das Dach der Türkeirundfahrt, führten. Die Berge waren jedoch früh im Kurs gesetzt und so waren es die Sprintermannschaften, die für einen Massensprint im Ziel sorgten. Nach guter Vorarbeit durch seinen Zug sprintete Andre Greipel vom Team HTC Columbia von vorne und gewann vor Mattia Gavazzi (Colnago – CSF) und Kenny Robert van Hummel (Skil – Shimano). Gesamtführender bleibt Giovanni Visconti vom ISD – Neri Rennstall.

Ausreisser bestimmen lange das Bild der heutigen Etappe
Zu Beginn der Etappe ging es gleich stetig nach oben und schnell fand sich eine sechsköpfige Spitzengruppe, die einen Vorsprung von über vier Minuten herausarbeiten konnte. In der Spitzengruppe vertreten waren Remi Pauriol (Cofidis), Christoph Sokoll (Vorarlberg – Corratec), Adriano Malori (Lampre), Jose Antonio de Segovia (Xacobeo Galicia), Aristide Ratti (Carmiooro NGC) und Sergio Lagana (De Rosa). Im Feld liess das Team von Spitzenreiter Giovanni Visconti, ISD – Neri, nichts anbrennen und übernahm die Nachführarbeit. Sie kontrollierten den Abstand und liessen die Ausreisser nicht mehr als drei bis vier Minuten davonziehen. Den ersten Bergpreis nach 29 Kilometern entschied Remi Pauriol für sich und strich die 10 Punkte dafür ein, und auch die zweite Bergwertung holte sich der Franzose vom Cofidis Team, der damit das Rote Trikot des Bergbesten übernahm. Die Sprintwertung zwischen den beiden langen Steigungen entschied der Carmiooro – NGC Profi Aristide Ratti für sich.

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Foto und Copyright: Sabine Jacob

Ausreisser werden nicht weit weg gelassen
Bei noch über 90 zu fahrenden Kilometern war das Interessanteste, was es vom Rennen zu berichten gab, eine Schildkröte, die kurz vor den Ausreissern die Strasse kreuzte. Der Vorsprung der sechs Männer lag da schon nur noch bei etwa 3:20 Minuten. In der sehr langen Abfahrt schalteten sich Colnago CSF und später auch Skil Shimano mit in die Führungsarbeit ein und der Vorsprung der Ausreisser schrumpfte auf ca. 2 Minuten, so dass man im Feld die Nachführarbeit mehrmals bremste, um nicht zu schnell aufzufahren und Raum für neue Attacken zu eröffnen. Eine Schrecksekunde gab es für die Ausreisser noch, als ein Hund quer über die Fahrbahn rannte und beinahe mit den Ausreissern kollidierte.

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Foto und Copyright: Sabine Jacob

Perfekte Finalvorbereitung der Sprinterzüge
Schon 15 Kilometer vor dem Ziel sank der Abstand unter eine Minute und Remi Pauriol fasste sich ein Herz und versuchte es noch mal allein. Während Adriano Malori und Jose Antonio de Segovia noch versuchten hinterherzufahren, war die Flucht für die anderen drei ehemaligen Mitstreiter hier schon gelaufen. Und auch Malori und de Segovia wurden schon 7 Kilometer vor dem Ziel gestellt. Da hatte Remi Pauriol aber auch nur noch 10 Sekunden Vorsprung. Ab hier formierte sich der Sprinterzug der HTC Columbia-Mannschaft und Pauriol war nur wenige Augenblicke später ebenfalls gestellt. Hinter Andre Greipel entbrannten heftige Positionskämpfe, in denen sogar Faustschläge ausgeteilt wurden. Dabei dürfte es sich um Vladimir Isaichev (Xacobeo Galicia) und Marco Frapporti (Colnageo – CSF) gehandelt haben, die nach dem Zieleinlauf lautstark und wild gestikulierend aneinandergerieten und von Teamkollegen auseinandergehalten werden mussten. Auf dem letzten Kilometer versuchte sich dann noch Sacha Modolo (Colnago – CSF) davonzustehlen, doch der Sprinterzug von Columbia war wachsam und stellte ihn noch vor Eröffnung des Sprints, den Andre Greipel souverän von vorne gewann. Zweiter wurde Mattia Gavazzi (Colnago – CSF) vor Kenny Robert van Hummel (Skil – Shimano), der nach einem Defekt in der Finalvorbereitung wieder rechtzeitig den Anschluss schaffte.

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Foto und Copyright: Sabine Jacob

Greipel erobert Punktetrikot, Pauriol in rot
In der Gesamtwertung gab es keine Veränderungen am heutigen Tag, doch konnte Andre Greipel duch seinen Sieg die Punktewertung und damit das grüne Trikot übernehmen, während Remi Pauriol wie oben bereits erwähnt im roten Bergtrikot an den Start der morgigen Etappe gehen wird. Das weisse Trikot für den Turkish Beauty Sprint bleibt unverändert, da dort heute keine Wertung ausgetragen wurde, es wird weiter stellvertretend für Visconti vom Österreicher Philipp Ludescher (Vorarlberg – Corratec) getragen.

Die morgige Etappe führt das Feld dann über 194 Kilometer und eine Bergwertung von Fethiye nach Finike, wo wieder mit einem Massensprint gerechnet werden kann.

Team Shimano in Pamukkale

Team Shimano in Pamukkale

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ISD Neri führt Giovanni Visconti mit toller Taktik zum zweiten Sieg und in das türkise Trikot

admin | 14. April 2010

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Foto und Copyright: Sabine Jacob

Autor: Martin Schwarz, www.live-radsport.ch

Pamukkale, 14.04.2010 – Nach 209 Kilometern und den ersten grösseren Steigungen gewinnt Giovanni Visconti wie gestern schon aus einer grösseren Ausreissergruppe heraus und übernimmt damit das türkise Trikot des Gesamtführenden. ISD hat sich im ganzen Tagesverlauf aktiv gezeigt, während Cofidis nie ernsthaft versucht hat, das Leadertrikot von Rein Taaramae zu verteidigen. Tejay van Garderen vom HTC-Columbia Rennstall holt sich den zweiten Rang sowohl in Etappe als auch Gesamtwertung, David Moncoutie wird Etappendritter und auch Dritter der Gesamtwertung.

Die ersten Ausreisser bleiben nicht lange allein
Schon zu Beginn der 209 Kilometer setzte sich eine Dreiergruppe mit dem Österreicher Philipp Ludescher vom Team Vorarlberg – Corratec ab. Ihn begleiteten Der Japaner Yukihiro Doi von Skil – Shimano und der Spanier Alberto Fernandez (Xacobeo Galicia). Wenig später setzten sich dann aus dem Hauptfeld zwei ISD Neri Fahrer, Oscar Gatto und Paolo Longo, ab, die schnell den Anschluss nach vorne fanden – damit ISD wieder sehr aktiv. Doch auch die Fünfergruppe blieb nicht allein, denn am Anstieg zur Bergwertung bildete sich eine Verfolgergruppe mit hoher Brisanz, denn mit Giovanni Visconti (ISD Neri), mit nur einer Sekunde Rückstand Zweiter des Gesamtklassements, sowie Tejay van Garderen (HTC Columbia) als Fünfter und David Moncoutie (Cofidis) als Neunter waren gleich drei Top 10 Fahrer mit dabei. Und auch Gian-Paolo Cheula (Footon) hatte als 18. nur wenig Rückstand im Gesamtklassement. Die vier Favoriten wurden von Christiano Salerno (de Rosa) und Federico Canuti (Colnago – CSF Inox) begleitet.

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Foto und Copyright: Sabine Jacob

Gruppen schliessen sich zusammen
Zunächst fuhr die Spitzengruppe einen Vorsprung von 6:40 auf das Hauptfeld heraus, doch als die Verfolger bis auf knapp 2 Minuten herangekommen waren, liessen sich die beiden ISD Fahrer zurückfallen und auch die anderen drei sahen dann schnell ein, dass es keinen Sinn hat, alleine weiter vorweg zu fahren. Etwas über 110 Kilometer waren da bereits absolviert. Im Hauptfeld übernahm dann Lampre das Tempo, so dass beim Zusammenschluss der Spitzengruppen der Vorsprung bei Rund vier Minuten lag. Im Hauptfeld war man sich nicht einig, wer die Arbeit machen sollte, hin und wieder zeigten sich Fahrer von Cofidis an der Spitze, doch konnten oder wollten die nicht soviel Tempo machen, dass dann Lampre und Carmiooro NGC immer wieder die Arbeit übernahmen.

Nachführarbeit gerät ins Stottern
Ca. 70 Kilometer vor dem Ziel war der Abstand auf 3:30 Minuten gesunken und unter der Arbeit von Lampre und Carmiooro NGC wurde der Abstand bis 60 Kilometer vor dem Ziel auf knapp unter drei Minuten reduziert, doch wollten Lampre und Carmiooro NGC nicht die arbeit für Cofidis machen, die ja mit Rein Taaramae den Gesamtführenden zu verteidigen hatten. Doch als Cofidis die Arbeit übernommen hatte stieg der Vorsprung der Ausreisser durch die unermüdliche Arbeit von Oscar Gatto und Paolo Longo wieder auf bis zu dreieinhalb Minuten an. Erst als klar war, dass Cofidis den Abstand nicht mehr verringern kann, schalteten sich die anderen Mitausreisser wieder mit in die Führungsarbeit ein. Mittlerweile war die Gruppe aber auf sieben Fahrer geschrumpft: Giovanni Visconti und Oscar Gatto (ISD), Tejay van Garderen (HTC Columbia), David Moncoutie (Cofidis), Gian-Paolo Cheula (Footon), Christiano Salerno (de Rosa) und als letzter der ursprünglichen Ausreisser Yukihiro Doi (Skil).

Angriffe in der Abfahrt
Zu Beginn der 30 km langen Abfahrt, also 40 km vor dem Ziel, griffen Salerno und Cheula aus der Spitzengruppe heraus an und konnten zunächst ca. 10 Sekunden an Vorsprung gewinnen, doch Visconti und Gatto konnten das Loch einige Kilometer später wieder schliessen. Bei noch 20 zu fahrenden Kilometern lag der Vorsprung immer noch bei knapp vier Minuten und Cofidis gab die Verfolgungsarbeit endgültig auf.

Spannung an der letzten Steigung
Vorne belauerte man sich etwas, bis es auf den letzten drei Kilometern wieder leicht bergan ging. Cheula setzte dort die erste Attacke und reisst gleich ein Loch. Tejay van Garderen geht als Zweiter, doch kommt nicht weg – immerhin konnten sie aber Oscar Gatto noch abschütteln. 2000m vor dem Schluss tritt van Garderen erneut an und auch Salerno kann nicht mehr folgen, die anderen drei bleiben aber dran. 200 Meter vor dem Ziel ist Cheula noch deutlich vorne, muss aber seinem Antritt Tribut zollen und bricht fast völlig ein, während David Moncoutie hinter ihm den Sprint eröffnet. Überlegener Sieger im Sprint wird aber Giovanni Visconti und auch Tejay van Garderen kommt noch um Reifenbreite an Moncoutie vorbei, der sich zur falschen Seite umschaute, statt einfach durch zu ziehen. Vierter wird der Japaner Doi. Cheula kommt erst mit fünf Sekunden Rückstand als Fünfter ins Ziel. Salerno und Gatto schaffen es auch noch vor dem Hauptfeld in Ziel, aus dem heraus Andre Greipel den Sprint um Platz acht für sich entscheidet.
Nicht nur in der Tageswertung liegt Giovanni Visconti nun vorne, sondern auch in der Gesamtwertung führt der Italiener nun vor dem Tageszweiten Tejay van Garderen und dem Tagesdritten David Moncoutie. Überhaupt bilden die sieben Ausreisser auch die Top 7 des Gesamtklassements, Andre Greipel ist auch dort nun Achter mit allerdings schon 4:43 Minuten Rückstand. Rein Taaramae konnte am letzten Anstieg nicht einmal das Tempo des Hauptfeldes halten und verlor dort noch mal etwas Zeit, so dass er auf Gesamtrang 22 zurück fiel.

Pamukkale, 14.04.2010 – Nach 209 Kilometern und den ersten grösseren Steigungen gewinnt Giovanni Visconti wie gestern schon aus einer grösseren Ausreissergruppe heraus und übernimmt damit das türkise Trikot des Gesamtführenden. ISD hat sich im ganzen Tagesverlauf aktiv gezeigt, während Cofidis nie ernsthaft versucht hat, das Leadertrikot von Rein Taaramae zu verteidigen. Tejay van Garderen vom HTC-Columbia Rennstall holt sich den zweiten Rang sowohl in Etappe als auch Gesamtwertung, David Moncoutie wird Etappendritter und auch Dritter der Gesamtwertung.

10türk4_visconti_turkish_lady_lrFoto und Copyright: Sabine Jacob

Morgen geht es dann weiter mit der Königsetappe der Türkeirundfahrt, die die Fahrer bis in Höhen von etwa 1600 Meter über dem Meer bringt.

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Pamukkale

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Visconti und Taaramae beenden Greipel-Dominanz auf 3. Etappe der Türkei-Rundfahrt

admin | 13. April 2010

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Foto und Copyright: Sabine Jacob

Autor: Felix Griep, www.live-radsport.ch

Marmaris, 13.04.2010 – Die beiden, wenn es darum geht das überlegene Columbia-Team von André Greipel zu attackieren, bisher aktivsten Mannschaften der Presidential Cycling Tour, haben auf der 3. Etappe die Früchte ihrer Bemühungen geerntet. Giovanni Visconti bescherte ISD den erhofften Etappensieg. Er gewann aus einer Fünfergruppe heraus, in der gleich drei Fahrer von Cofidis zwar den Tagessieg verpassten, Rein Taaramae aber ins türkisfarbene Trikot brachten.

Ausreißer mischen Karten im Bergklassement neu
An ihrem dritten Tag traute sich die Türkei-Rundfahrt in etwas höhere Gefilde, bis auf fast 800 Meter führte die insgesamt 116 Kilometer lange Strecke hinauf. Dabei gab es zwei Bergwertungen, die zu erobern sich vier Ausreißer auf den Weg machten. Maciej Bodnar (Liquigas), der Dritte der Gesamtwertung war der auffälligste Fahrer in der Spitzengruppe, die mit Diego Caccia natürlich auch einen ISD-Fahrer beinhaltete und durch Nelson Oliveira (Xacobeo Galicia) sowie Adam Sznitko (CCC Polsat) vervollständigt wurde. Es ging für diese Vier auch um das Bergtrikot von Thomasz Marczynski (CCC Polsat), das stellvertretend der Schweizer Hubert Schwab (Vorarlberg-Corratec) trug. Caccia siegte an der ersten, höherwertigen Bergwertung nach 65 Kilometern und machte sich zum Favoriten. Der Abstand zum Feld erreichte bis zu viereinhalb Minuten, fiel aber im zweiten längeren Anstieg wieder ab. Dann verlor die Gruppe mit Sznitko auch noch einen Mann durch einen Defekt. Vor der zweiten Bergwertung machte ISD wieder mächtig Dampf, konnte die Ausreißer aber erst kurz nach dem Gipfel stellen. Oliveira holte sich den Sieg, Caccia aber insgesamt die meisten Punkte und damit das Bergtrikot. Ein erster Erfolg für ISD.

Viele Attacken, ISD verausgabt sich, Cofidis greift mit Trio an
Das Feld hatte unter der ISD-Führung schon viel Masse abgenommen, Leader André Greipel (THR-Columbia) hielt sich aber noch schadlos. Bergab folgten dann Angriffe, erst von Giampaolo Cheula (Footon-Servetto), dann von Dmytro Grabovskyy (ISD), der Aleksejs Saramontins von Columbia als Begleiter bekam. Diese Vorstöße wehrten aber ebenso nicht lang wie später ein Versuch von Sergio Lagana (De Rosa), der am ersten von zwei Anstiegen im Etappenfinale angegriffen hatte. Als es zehn Kilometer vor dem Ziel in die letzte Steigung ging, die immerhin gut 200 Höhenmeter überwand, übernahm ISD wieder das Heft des Handelns und versuchte den überlegenen Sprinter Greipel abzuhängen. Die Bemühungen resultierten tatsächlich in der Flucht von sechs Fahrern, bei denen ISD durch Giovanni Visconti vertreten war. Der Italiener, Simon Spilak (Lampre) und Cheula machten die eine Hälfte der Gruppe aus, Cofidis die andere. Die französische Equipe war mit Rein Taaramae, David Moncoutié und Rémi Pauriol in der Spitze dabei und hatte ganz klar die Gesamtführung im Auge. Spilak verschärfte bergab das Tempo, erreichte aber nur, dass Cheula zurückfiel.

ISD und Cofidis räumen ab
Zu fünft erreichten sie den Ankunftsort Marmaris und dort die Zielgerade, auf der Cofidis mit den Plätzen drei und fünf das zu diesem Zeitpunkt denkbar schlechteste Resultat erreichte. Spilak eröffnete den Sprint, doch Visconti konterte den Polen und siegte wie erwartet souverän als Sprintstärkster des Quintetts. Damit konnte Cofidis an diesem Tag aber leben, denn das Vorhaben, Greipel das Führungstrikot abzunehmen, ging ganz knapp auf. Der Este Taaramae, der es gestern schon probierte, holte als Dritter noch eine entscheidende Zeitgutschrift, die ihn im Klassement jetzt eine Sekunde vor Visconti rangieren lässt. Greipel folgt mit sechs Sekunden Rückstand, kam nach dem Auseinanderreißen des Feldes mit einer Gruppe 22 Sekunden nach dem Sieger ins Ziel, die ersten Verfolger lagen 13 Sekunden zurück. Vorbei ist also – zumindest vorerst – die Herrschaft von Columbia und Greipel. Cofidis hat mit Taaramae nun den neuen Leader und liegt auch in der Teamwertung an erster Stelle, ISD feierte den Etappensieg und brachte zudem Visconti und Caccia in der Punkte- bzw. Bergwertung an die Spitze.

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Foto und Copyright: Sabine Jacob

Auch morgen wird es wieder bergig, Etappe 4  führt auf über tausend Meter Höhe. Die beiden längsten Anstiegen gibt es aber zu Beginn und in der Mitte der Strecke. Die letzten 50 Kilometer führend überwiegend bergab, kurz vor dem Ziel gilt es aber noch, einen kleinen Hügel zu überwinden.

 

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Foto und Copyright: Sabine Jacob

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André Greipel legt in der Türkei nach – Sieg im Massensprint der 2. Etappe

admin | 12. April 2010

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10turk2_greipel_sprint_lrFoto und Copyright: Sabine Jacob

Autor: Felix Griep, www.live-radsport.ch

Turgutreis, 12.04.2010 – Viel von der Weltelite der Sprinter ist bei der Presidential Cycling Tour of Turkey nicht dabei, der favorisierte André Greipel wurde den Erwartungen gerecht. Nach seinem gestrigen Sieg im Auftaktzeitfahren ließ er einen weiteren bei der Sprintankunft der 2. Etappe folgen und baute seine Führung weitere aus.

Ein Ausreißer räumt alle Prämien ab
Eine Konstante über den Rennverlauf der 178 Kilometer von Kusadasi nach Turgutreis hinweg war das Team ISD, das schon im ersten Angriffsversuch mit Davide Ricci Bitti vertreten war. Der kam nach zehn Kilometern mit David Deroo (Skil-Shimano) und Giairo Ermeti (De Rosa) allerdings nicht weg. Kurz danach ging dann aber doch eine Gruppe, mit dabei ISD-Profi Diego Caccia. Dem Italiener schlossen sich der Schweizer Hubert Schwab (Vorarlberg-Corratec), der Pole Thomasz Marczynski (CCC Polsat) und der Prolog-Achte Christophe Kern (Cofidis) aus Frankreich an. Ihr Vorsprung wuchs schnell auf über fünf Minuten an und verweilte in diesem Bereich auch einige Zeit. An den drei Prämien im Verlauf der Etappe holte sich jeweils Marczynski den Sieg und führt damit nun gleich in zwei Wertungen. Der ersten Zwischensprint, den er gewann, zählte nur für die normale Punktewertung, der zweite, der Turkish Beauties Sprint, fließt in ein eigenes Klassement ein. Schließlich entschied Marczynski auch noch die einzige Bergwertung des Tages für sich.

ISD aktivstes Team im Rennverlauf
Der Vorsprung der Vier sank unter der Führung von HTC-Columbia und Carmiooro wieder recht schnell zusammen, das Ende dieses Fluchtversuches besiegelte aber ISD. Mit allen noch im Feld befindlichen sieben Fahrern zogen sie das Tempo an und holten die Ausreißer mit ihrem eigenen Mann zurück. Gut 40 Kilometer vor dem Ziel war damit wieder alles zusammen. Genug Zeit, um noch einmal eine Gruppe gehen zu lassen, in der mit Oscar Gatto natürlich wieder ein ISD-Vertreter steckte. Seine Begleiter waren die in der Gesamtwertung schlechter platzierten Jorge Giacinti (Scott-Marcondes) und Yukihiro Doi (Skil-Shimano), ein Argentinier und ein Japaner. Ihren größten Vorsprung hatten sie an der zweithöchsten Steigung der Etappe, knapp 20 Kilometer vor dem Ziel erreicht, konnten diese 1:15 Minute aber nicht lange halten. Noch vor der Zehn-Kilometer-Marke kam es zum Zusammenschluss, dem weitere Attacken folgten. Giovanni Visconti und Dmytro Grabovskyy zeigten nochmals die ISD-Trikots an vorderster Front aber erst Rein Taaramae (Cofidis) konnte ein Loch auftun. Der Erste konnte sich jedoch nicht aus dem Blickfeld des Feldes befreien und stand einer Massenankunft so am Ende auch nicht mehr im Wege.

Greipel mit Leichtigkeit zum zweiten Sieg
Im Ziel in Turgutreis nahe der Mittelmeerküste belohnte André Greipel seine Columbia-Teamkollegen, die die meiste Zeit des Tages Nachführarbeit geleistet hatten, mit seinem zweiten Sieg bei dieser Rundfahrt. Nachdem der gestrige Sieg im Zeitfahren schon ein wenig überraschend kam, war der heutige fast schon ein Muss. Mit gebührendem Abstand von mehr als einer Radlänge kämpften drei Italiener um den zweiten Platz, den Angelo Furlan (Lampre) knapp vor Claudio Cucinotta (De Rosa) und Mattia Gavazzi (Colnago-CSF) erreichte. Der Spanier Francisco Ventoso (Carmioro) belegte Rang fünf. In der Gesamtwertung konnte Greipel seine Spitzenposition durch zehn Sekunden Zeitbonifikation ausbauen, auf 16 Sekunden gegenüber seinem Teamkollege Tejay Van Garderen und 19 Sekunden zu Maciej Bodnar (Liqiugas). Rein Taaramae (Cofidis), der im Finale angegriffen hatte, bleibt Vierter. Die ein oder andere Möglichkeit, seine Saisonbilanz von nunmehr acht Siegen weiter aufzupolieren könnte sich für Greipel in den kommenden Tagen durchaus noch ergeben.

Das Profil der 3. Etappe lässt einige mögliche Szenarien zu, es ist schwer zu sagen ob sie im Massensprint oder durch Ausreißer entschieden wird. Die Strecke führt bis auf fast 800 Meter hinauf, die letzten 30 Kilometer sind dann zwar wieder in niedrigerem Terrain, aber mit zwei weiteren Anstiegen gespickt.

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Türkei-Rundfahrt: André Greipel gewinnt Zeitfahren zum Auftakt

admin | 11. April 2010

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Autor: Felix Griep, www.live-radsport.ch

Istanbul, 11.04.2010 – Wie gestern im Baskenkand hat das Team HTC-Columbia auch das Zeitfahren bei der Türkei-Rundfahrt dominiert – diesmal mit Happy End. Zum Beginn der 46. Presidential Cycling Tour of Turkey siegte in Istanbul André Greipel vor seinem Teamkollegen Tejay Van Gaderen und drei weitere Fahrer unter den Top10 veredelten das Top-Ergebnis.

Aufgewertete Türkei-Rundfahrt zum Start mit Prolog
15 Mannschaften mit 111 Fahrern nahmen die 46. Austragung der Türkei-Rundfahrt in Angriff, die vom Weltverband UCI erstmals in die Kategorie 2.HC gehoben wurde, die wichtigste unterhalb der Rennen des World Calendar. Dies zeigt die Wertschätzung, welche der im letzten Jahr von Daryl Impey gewonnenen Rundfahrt entgegen gebracht wird. Der Titelverteidiger war nicht am Start, dafür aber mit Footon-Servetto, Lampre, Liquigas und HTC-Columbia vier Mannschaften aus der ProTour sowie das österreichische Team Vorarlberg-Corratec. Nur 5,8 Kilometer bewegte sich die Türkei-Rundfahrt auf dem europäischen Teil des Landes. Dies war exakt die Distanz des Zeitfahrens, mit dem in Istanbul das Rennen eröffnet wurde. Dabei hatten die Streckenplaner gleich eine besondere Schwierigkeit eingebaut, einen Anstieg von Meeresniveau auf fast 40 Meter Höhe am Ende der Prolog-Distanz. Dieser konnte aber auch nicht verhindern, dass ein Sprinter die Bestzeit erzielte.

Columbia-Demonstration in Istanbul, Greipels 7. Sieg
Gestern hatte das Team HTC-Columbia auf der letzten Etappe der Baskenland-Rundfahrt schon einmal seine Qualitäten im Zeitfahren unter Beweis gestellt, kam mit vier Fahrern unter die ersten Elf. Die in die Türkei entsandte Delegation erreichte ein noch eindrucksvolleres Resultat, stellte die Hälfte der Top10 und feierte einen Doppelsieg. Mann des Tages war Sprinter André Greipel, den auch das Stück bergauf nicht stoppen konnte. Die Saisonausbeute des Deutschen steigt damit auf sieben Siege an, er hält jetzt wieder die alleinige Bestmarke vor Samuel Dumoulin (Cofidis), der beim Circuit Sarthe mit ihm gleichgezogen war. Der junge Tejay Van Garderen, Neuzugang aus Rabobanks Nachwuchsschmiede, belegte Rang zwei hinter seinem Teamkollege, der mit 40,154 km/h über den Kurs gefegt war.

Mit neun bzw. zehn Sekunden Rückstand folgten der Pole Maciej Bodnar (Liquigas) und der Este Rein Taaramae (Cofidis), danach schon das nächste Columbia-Duo. Frantisek Rabon wurde Fünfter, Jan Ghyselinck Sechster. Bis zum sSebten Dominique Cornu (Skil-Shimano) waren dann schon 15 Sekunden vergangen. Von diesen sieben erwähnten Fahrern sind einzig Greipel und Rabon älter als 25 Fahrer, die Türkei erweist sich als gute Bühne für den Nachwuchs. Als fünfter Columbia-Mann unter den Top10 platzierte sich der deutsche Meister Bert Grabsch auf Position neun. In der Mannschaftswertung wird die Überlegenheit Columbias noch einmal deutlich, das an Platz zwei liegende Cofidis hat in der Addition der Zeiten der drei besten Fahrer auf dieser kurzen Strecke 29 Sekunden eingebüßt.

Die Türkei-Rundfahrt setzt sich morgen mit einer Etappe fort, die für André Greipel schon den nächsten Sieg bringen könnte. Die 2. Etappe ist relativ flach und wird an der Mittelmeerküste vermutlich mit einem Sprint enden.

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46. Presidential Cycling Tour of Turkey

admin |

Bereits zum dritten Mal findet der Auftakt zur einwöchigen Türkei-Rundfahrt in Istanbul statt. Vor der eindrucksvollen Kulisse der Blauen Moschee und der Hagia Sophia wird diesmal ein 5,8 km langes Einzelzeitfahren ausgetragen, mit einem recht knackigen Anstieg auf den letzten 500 m. Am Samstag rollten sich die Teams (u.a. mit André Greipel, Frantisek Rabon, René Haselbacher,  Francisco Ventoso, Paride Grillo, Angelo Furlan, Francesco Chicchi und Giovanni Visconti) in den Straßen der quirligen 16-Millionen-Stadt ein. Derweil nutzten die Journalisten und sportlichen Leiter die Gelegenheit, die Sehenswürdigkeiten Istanbuls zu besuchen, glanzvoller Tagesausklang war eine Bootsfahrt auf dem Bosporus.

Sabine  Jacob

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Fotos und Copyright: Sabine Jacob

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