• Home
  • Impressum
  • Kontakt
  • Fotogalerie

Juan José Haedo schlägt Robert Förster auf letzter Etappe der Katalonien-Rundfahrt

admin | 28. März 2010

Fotogalerie: click here

10cata7_sprint_haedo__lrFoto und Copyright: Sabine Jacob

Autor: Felix Griep, www.live-radsport.ch

Barcelona, 28.03.2010 – Fast hätte Robert Förster auf der letzten Etappe der Katalonien-Rundfahrt seinen ersten Saisonsieg errungen. Doch im Massensprint hatte der Argentinier Juan José Haedo (Saxo Bank) die Nase vorn. Der Gesamtsieg der ProTour Rundfahrt war Joaquin Rodriguez (Katusha) nicht mehr zu nehmen, der vor sechs Jahren in dieser Region schon einmal erfolgreich war.

Abschluss einer tollen Rundfahrt auf dem Formel-1-Kurs
Nach sechs aufregenden Tagen mit den ersten Profi-Siegen für Paul Voss (Team Milram) und Davide Malacarne (Quick Step), dem Erfolg von Oldie Jens Voigt (Saxo Bank), Mark Cavendishs (THR-Columbia) erstem Saisonsieg, dem Cofidis-Doppelsieg gestern und natürlich dem Ausreißercoup von Xavier Tondo (Cervélo TestTeam) und Joaquin Rodriguez (Katusha), der seitdem Führender der Rundfahrt war, ging die Volta a Catalunya heute in ihre letzte Runde, genauer gesagt deren acht. Die 7. Etappe endete nämlich auf dem Circuit de Catalunya, wo seit 1991 die Formel-1 einen ihrer Grand Prix austrägt, dieses Jahr am 8. Mai. Ein Geschwindigkeitsrekord konnte von den Radfahrern nicht erwartet werden aber man sah einem Schlagabtausch der schnellsten verbliebenen Sprinter entgegen.

Andalucia-Cajasur kontrolliert Rennen, aber Gutierrez holt Bergtrikot
Einige Wolken waren über Katalonien aufgezogen und die Temperatur mit 16 Grad etwas niedriger als zuletzt. Schnell fand sich mit Serafin Martinez (Xacobeo Galicia), Miguel Minguez (Euskaltel), Martin Pedersen (Footon-Servetto), Bjorn Selander (RadioShack), Peter Stetina (Garmin-Transitions) und Tejay Van Garderen (Team HTC Columbia) eine Gruppe zusammen, die allerdings vom Team Andalucia-Cajasur wieder eingeholt wurde, dass keinen Mann darin hatte und wohl heute unbedingt in eine Spitzengruppe wollte. Denn das gleiche Spiel wiederholte sich, als nach 33 Kilometern Vladimir Efimkin (Ag2r La Mondiale), Mauro Facci (Quick Step), Marcos Garcia (Xacobeo Galicia) und Christian Vandevelde (Garmin-Transitions) davonfuhren. Sie kamen bis auf 45 Sekunden Vorsprung, schon bei Kilometer 44 hatte das von Andalucia-Cajasur angeführte Feld sie sich wieder einverleibt. Doch ab da lief es nicht mehr wie gewünscht für das spanische Professional Team. Javier Ramirez konnte an der einzigen Bergwertung, dem Alt de Caldes, nicht in die vordersten Positionen fahren und David Gutierrez (Footon-Servetto) sicherte sich als Zweiter den Gewinn des Bergtrikots vor seinem ärgsten Verfolger. Zudem wurde der Anstieg als Sprungbrett für einen Angriff genutzt, der ein Ausreißerduo davonziehen ließ, was Andalucia-Cajasur diesmal nicht verhindern konnte.

Roy/Zubeldia kommen weg aber am Ende wird doch gesprintet
Nach gut 50 Kilometern setzte sich der Franzose Jérémy Roy (Francaise des Jeux) ab und bekam kurz darauf Gesellschaft durch den Spanier Haimar Zubeldia (RadioShack). Da Matthew Lloyd (Omega Pharma-Lotto), der es ebenfalls versuchte, nicht vorne rankam, machten sich die beiden als Duo auf den Weg Richtung Circuit de Catalunya, in den sie mit drei Minuten Vorsprung einfuhren. Im Feld waren dann aber doch noch genug Mannschaften, die es auf einen Massensprint abgesehen hatten, so dass Roy und Zubeldia sieben Kilometer vor dem Ende der nur 117,8 Kilometer langen letzten Etappe gestellt wurden. Nach seinem zweiten Platz auf der 2. Etappe, deren Sieger Mark Cavendish nicht mehr dabei war, konnte Juan José Haedo (Saxo Bank) seiner Favoritenrolle gerecht werden und den Sprint für sich entscheiden. Hinter dem Argentinier belegte Robert Förster (Team Milram) Platz zwei, sein bestes Resultat in diesem Jahr. Er war nur einer von drei Deutschen unter den ersten Zehn, sein Anfahrer Paul Voss und Andreas Stauff (Quick Step) kamen auf die Plätze acht und neun, direkt gefolgt vom Schweizer David Loosli (Lampre).

Rodriguez gewinnt wieder eine Rundfahrt in Katalonien
In der Gesamtwertung führte die letzte Etappe zu keinen Änderungen mehr, Joaquin Rodriguez darf sich über den Rundfahrtsieg freuen, zehn Sekunden vor Xavier Tondo, mit dem er auf der 3. Etappe erfolgreich ausgerissen war. Rein Taaramae (Cofidis) bleibt Dritter, Luis Leon Sanchez (Caisse d’Epargne) wird Vierter und seine Führung im World Ranking der UCI weiter ausbauen. Jens Voigt ist als 20. der beste Deutsche in der Endabrechnung. Für Rodriguez war es erst der zweite Rundfahrtsieg seiner Karriere aber der zweite in dieser Region. Im Jahr 2004 hatte der heute 29-Jährige die Setmana Catalana, die Katalanische Woche gewonnen. Ein Jahr später hatte diese ihre letzte Auflage, welche Alberto Contador gewann.

Kommentare
Kommentare deaktiviert
Kategorien
Allgemein

Cofidis feiert Doppelsieg in Katalonien: Dumoulin vor Taaramae

admin | 27. März 2010

Fotogalerie: click here

10cata6_sprint_dumoulin_efFoto und Copyright: Sabine Jacob

Autor: Felix Griep, www.live-radsport.ch

Barcelona, 27.03.2010 – In der Katalanischen Hauptstadt Barcelona kam es, nachdem an den letzten drei Tagen immer Ausreißer siegten, wieder einmal zur Ankunft eines größeren Feldes, welche das Team Cofidis zu einem schönen Doppelsieg nutzte. Samuel Dumoulin fuhr als Erster über die Ziellinie, sein Teamkollege Rein Taaraame folgte als Zweiter. Auf den nächsten Plätzen folgten der wahrscheinliche Gesamtsieger und ein Schweizer.

Ausreißer heute ohne Chance
Xavier Tondo, Jens Voigt, Davide Malacarne. In den letzten Tagen konnte man bei der Katalonien-Rundfahrt nur erfolgreich sein, wenn man sich als Ausreißer versuchte. Heute war dies erstmals wieder nicht der Fall, was Jan Bakelants (Omega Pharma-Lotto) und Dario Cataldo (Quick Step) noch nicht wussten, als sie nach rund zwanzig Kilometern dem Feld davonfuhren. Am Alt de Santa Cristina, der die Etappe mit einer langen aber seichten Bergauffahrt eröffnete, waren zuvor viele Attacken im Sande verlaufen. Ebenso wie der Konterangriff von Stephen Cummings (Team Sky) und Ezequiel Mosquera (Xacobeo Galicia). Bei wieder einmal warmen 25 Grad sah es aber von Beginn an schlecht für das Fluchtduo aus, da Bakelants mit nur 2:22 Minuten Rückstand auf Leader Joaquin Rodriguez eine Gefahr darstellte, welche Katusha dazu bewegte, den Rückstand in Grenzen zu halten. Der kratzte zwar mal an der Vier-Minuten-Marke, ging dann aber auch rasch wieder hinunter. Bakelants und Cataldo erreichten den Rundkurs in der Zielstadt Barcelona noch mit kleinem Vorsprung, kamen aber nur einmal über den drei Mal im Profil auftauchenden letzten kleinen Anstieg hinweg.

Cofidis dominiert Sprintankunft nach erfolglosen Voigt-Versuchen
Auf den letzten zehn Kilometern war Jens Voigt, der Sieger der 4. Etappe vom Donnerstag, der Aktivste. Er gewann die letzten beiden Bergwertungen, konnte das etwa 50 Fahrer umfassende Hauptfeld aber nicht abschütteln. So kam es zum zweiten Sprint der Rundfahrt, ohne den gestern ausgestiegenen Mark Cavendish (THR-Columbia), der den ersten gewonnen hatte. Es war diesmal die französische Equipe Cofidis, die ihre Karten perfekt ausspielte und gleich einen Doppelsieg einfahren konnte. Zu Platz eins sprintete Samuel Doumoulin, für den es der fünfte Sieg des Jahres war. Seine Palmarès umfassen 2010 neben dem Erfolg in Katalonien noch einen Etappensieg bei der Tropical Amissa Bongo, einen weiteren plus den Gesamtsieg beim Etoile de Bessèges sowie den Gewinn des {15736,GP dell’Insubria}. Sein estnischer Teamkollege Rein Taaramae wartet hingegen noch auf den ersten Sieg der Saison, wurde jetzt schon zum zweiten Mal Zweiter bei dieser Volta a Catalunya. Joaquin Rodriguez fuhr in dem hektischen Finale sehr aufmerksam um verteidigte als Dritter seine Position in der Gesamtwertung, in welcher Xavier Tondo (Cervélo TestTeam) weiter zehn Sekunden Rückstand aufweist. Gut war auch wieder einmal das Abschneiden von David Loosli (Lampre), der vorgestern Fünfter war und sich heute noch einmal eine Stelle weitere vorne platzierte.

Die 7. und letzte Etappe der Katalonien-Rundfahrt endet morgen mit acht Runden auf dem Circuit de Catalunya. Die Rennstrecke ist am 9. Mai die fünfte Station im Formel-1-Kalender.

Kommentare
Kommentare deaktiviert
Kategorien
Allgemein

Solo zum ersten Profi-Sieg: David Malacarne gewinnt 5. Etappe der Katalonien-Rundfahrt

admin | 26. März 2010

Fotogalerie: click here

10cata5_malcarne1_lr

Foto und Copyright: Sabine Jacob

Autor: Felix Griep, www.live-radsport.ch

Cabacés, 26.03.2010 – Nachdem gestern Oldie Jens Voigt im Mittelpunkt stand, konnte sich heute auf Etappe 5 der Katalonien-Rundfahrt wieder einer der jungen Fahrer in Szene setzen. Der 22-jährige Davide Malacarne (Quick Step) ging direkt nach dem Start in eine Ausreißergruppe und kam im Ziel dann ganz alleine an, so dass er den ersten Sieg seiner Profi-Karriere ausgiebig genießen konnte. Die Favoriten, angeführt von Andreas Klöden (RadioShack), folgten erst mit gut einer halben Minute Rückstand und kämpften im ansteigenden Finale noch um ein paar Sekunden Differenz untereinander.

Vorsprung der Ausreißer steigt und fällt schnell
Es gab nicht viele Mätzchen zu Beginn des fünften Tags in Katalonien, schnell hatte sich die vierköpfige Spitzengruppe gebildet, aus welcher der spätere Sieger hervorgehen sollte. Bei tollem Wetter mit 24 Grad waren zuerst Davide Malacarne (Quick Step) und Javier Ramirez (Andalucia-Cajasur) davongefahren, dann gesellten sich noch Gustavo Cesar Veloso (Xacobeo Galicia) und Sergio De Lis (Euskaltel) zu ihnen. Im Feld wollte nach einigen schweren Etappen erst einmal niemand arbeiten, so dass der Vorsprung der Ausreißer in die Höhe schoss. Erst als sich der Abstand in Richtung zehn Minuten bewegte, schaltete sich Katusha, das Team des Führenden Joaquin Rodriguez, ein und brachte die Situation unter Kontrolle. Nicht aber dass die vier gefährlich gewesen wären, Malacarne, einziger Italiener unter drei Spaniern, war mit fast einer halben Stunde Rückstand Bester der Vorausfahrenden. Im Anstieg zum Alt de la Teixeta, dem dritten von vier Bergen, wurde der höchste Vorsprung mit 10:45 Minuten gemessen. Auf dem Gipfel siegte wie schon zwei Mal zuvor Ramirez, der es auf die Bergwertung abgesehen hatte. Als nun Liquigas begann, Katusha zu unterstützen und sich eine richtige Verfolgung entwickelte, brach der Vorsprung von Malacarne und Co. schnell ein, 30 Kilometer vor dem Ziel waren es nur noch fünf Minuten Abstand und aufgrund des weiter anspruchsvollen Profils sah es nicht gut aus für die Vorausfahrenden.

Malacarne macht es als Solist, Sanchez und Klöden attackieren
Davide Malacarne realisierte die Situation und entschied sich am Alt de la Figuera für einen Soloversuch. Seine ehemaligen Begleiter ließ er ohne Gegenwehr zurück, das Feld hielt er auf dem Gipfel, knappe 15 Kilometer vor dem Ziel, auf über zwei Minuten Distanz. Ramirez kommt als Zweiter am Figuera in der Bergwertung nun auf 37 Punkte, nur fünf weniger als der Führende David Gutierrez (Footon-Servetto), der auf einmal Konkurrenz bekommen hat. Der kurzen, aber nicht ungefährlichen Abfahrt folgte eine weitere kleine Steigung und letztlich noch ein 300 Meter langes ansteigendes Stück, das bei 6% zum Ziel hinaufführte. Aus dem auf rund 30 Fahrer dezimierten Hauptfeld griff zunächst Luis Leon Sanchez (Caisse d’Epargne) an, der sich diesmal aber nicht wie auf der 3.Etappe lösen konnte. Auch Andreas Klöden (RadioShack) probierte es, doch die Gruppe blieb bis auf wenige Sekunden im Ziel zusammen. Klöden führte sie vor Sanchez an, doch da war Malacarne schon eine halbe Minute im Ziel und konnte seine Leistung noch kaum fassen. Nach Zeitfahr-Sieger Paul Voss ist Malacarne schon der zweite Jungprofi, der bei der Katalonien-Rundfahrt seinen ersten Sieg als Profi einfuhr. Im zweiten Jahr fährt Malacarne nun bei Quick Step, wo er 2008 als Stagiaire den Sprung ins Team schaffte.

Platz drei umkämpfter als Platz eins
Aus der Gruppe, die neben Joaquin Rodriguez alle weiteren Hauptdarsteller der Gesamtwertung beinhaltete, konnten nur vier Fahrer noch ein wenig Zeit gutmachen. Klöden holte vier Sekunden heraus, verbesserte sich immerhin um ein paar Plätze auf Rang 24, Luis Leon Sanchez, Michel Kreder (Garmin-Transitions) und Rein Taaramae (Cofidis) lagen eine Sekunde hinter dem Deutschen. Bei Taaramae und Sanchez ging es wohl weniger darum, noch in Reichweite des Gesamtsiegs zu kommen, sie duellieren sich bereits um Rang drei. Der Este verteidigte diesen zwei Sekunden vor seinem spanischen Verfolger, der nach der Tour Down Under, der Volta ao Algarve und Paris-Nizza eine weitere Rundfahrt auf dem Podium beenden möchte, auch wenn bisher noch kein Sieg dabei war. Der Gesamtzweite Xavier Tondo (Cervélo TestTeam) griff dagegen nicht an, so bleibt es für ihn bei zehn Sekunden Rückstand auf Rodriguez, der dem Katalonien-Triumph immer näherkommt.

Bevor es am Sonntag zur flachen Schlussetappe kommt, kann morgen auf dem 6. Teilstück noch einmal Zeit gutgemacht werden. Am Ende der eher einfachen Etappe kommt ein vielversprechendes Finale mit drei Bergwertungen der niedrigsten Kategorie auf den letzten 15 Kilometern.

Kommentare
Kommentare deaktiviert
Kategorien
Allgemein

Angriffslustiger Jens Voigt gewinnt 4. Etappe der Katalonien-Rundfahrt

admin |

Fotogalerie: click here

10_cata4_voigt_lr

Foto und Copyright: Sabine Jacob

Autor: Felix Griep, www.liveradsport.ch

Ascó, 25.03.2010 – Wie schon gestern kam es auch auf der 4. Etappe der Volta a Catalunya zur Entscheidung zwischen zwei Ausreißern, bei der sich der 38-jährige Jens Voigt (Saxo Bank) gegen seinen 16 Jahre jüngeren Mitstreiter Rein Taaramäe (Cofidis) durchsetzte. Voigt hatte am letzten Berg des Tages attackiert und feierte seinen ersten Sieg seit fast genau einem Jahr und den zweiten deutschen in Katalonien. Auftaktsieger Paul Voss (Team Milram) wurde heute Dritter.

Rasanter Beginn und wieder Gruppe mit Euskaltels Castroviejo
Zur Mitte der Katalonien-Rundfahrt, am vierten von sieben Tagen, gab es die längste Etappe des Rennens, ein 209,7 Kilometer langes Teilstück von Oliana nach Ascó, dessen Schwierigkeiten aber erst im letzten Viertel der Strecke warteten. Wind und ein leicht abfallendes Terrain zu Beginn führten zu einer wahnsinnig rasanten ersten Rennstunde, in welcher 51 Kilometer absolviert wurden. Ausreißer gab es in dieser Zeit nicht zu vermelden, was auch dem Team Euskaltel geschuldet war, das wie bereits gestern für Jonathan Castroviejo das Feld zusammenhielt, damit dieser den ersten Zwischensprint gewinnen konnte. Wenig später gehörte der Spanier dann sogar schon zum zweiten Mal bei der Katalonien-Rundfahrt zu einer Fluchtgruppe, in der sich acht Fahrer zusammenfanden. Neben dem Führenden der Sprintwertung waren dies Francesco Bellotti (Liquigas), Alexsandr Dyachenko (Astana), Lucas Sebastian Haedo (Saxo Bank), Thibaut Pinot (Francaise des Jeux), Tomas Vaitkus (Team Radioshack), Jurgen Van De Walle (Quick Step) und Vladimir Efimkin (G2R La Mondiale), der mit 2:32 Minuten Rückstand in der Gesamtwertung am besten lag. Bei bis zu dreieinhalb Minuten Vorsprung war der Russe unterwegs virtueller Leader, Katusha und Cervélo sorgten aber mit dem näher kommenden Schlussviertel für mehr Zug im Peloton.

Voigt attackiert am Berg und vollendet zum Sieg
Bei Kilometer 150 begann in Ascó ein erstes Mal der Anstieg zum Coll de Paumeres, der über 8,6 Kilometer eine Durchschnittssteigung von 5,3% aufweist. Oben kamen noch fünf der Ausreißer gemeinsam an, in der Reihenfolge Bellotti, Efimkin, Pinot, Van De Walle, Castroviejo, der Rest war nach und nach zurückgefallen. Das Feld kam bergauf und bergab näher heran und als man wieder in Ascó angekommen war, betrug der Abstand nicht einmal mehr eine Minute. Sofort wurde die Runde über den Kategorie-2-Berg zum zweiten Mal in Angriff genommen und “Angriff” lautete auch die Devise von Altmeister Jens Voigt, der trotz 38 Jahren noch immer den Punch hat, einem Feld davonzufahren. Bald holte er die Spitzengruppe ein und schüttelte einen nach dem anderen ab, zuletzt Efimkin. Das Feld jagte nicht weit, höchstens zehn bis 15 Sekunden, hinter Voigt her, als der den Paumeres überquerte und die Abfahrt aufnahm. Da gab es einen Gegenangriff eines Tschechen und eines Esten, Roman Kreuziger (Liquigas) und Rein Taaramae (Cofidis) schlossen zum deutschen Einzelkämpfer auf. Kreuziger konnte zehn Kilometer vor dem Ziel nicht mehr, aber Voigt und Taaramae brachten sogar 34 Sekunden Vorsprung über die Linie. Erster dort war Voigt, der seinen jungen Begleiter klar in die Schranken wies.

Voss wieder stark, Rodriguez immer noch in Führung
Es war der erste Sieg für “Voigte” seit dem 29. März 2009, also fast genau vor einem Jahr, als er eine Etappe und zum fünften Mal die Gesamtwertung des Critérium International für sich entschied. Da Saxo Bank bei seinem Lieblingsrennen diesmal wegen der Katalonien-Rundfahrt und dem am Sonntag stattfindenden Gent-Wevelgem kein Team an den Start stellen kann, holte er sich seinen obligatorischen Sieg in dieser Zeit nun eben in Spanien ab. Das Hauptfeld, bestehend aus noch 60 Fahrern, führte 34 Sekunden nach dem Sieger Paul Voss (Team Milram) ins Ziel, der vor drei Tagen für den ersten deutschen Etappensieg dieser Rundfahrt gesorgt hatte. In der Gesamtwertung sind beide nicht mehr sonderlich gefährlich, liegen auf den Plätzen 23 und 31. Aber Rein Taaramae konnte sich von Platz sieben auf drei verbessern, auf dem er jedoch immer noch 46 Sekunden hinter Joaquin Rodriguez (Katusha) zurückliegt. Zweiter ist unverändert Xavier Tondo (Cervélo TestTeam), dem zehn Sekunden zur Führung fehlen.

Morgen gibt es auf der 5. Etappe wieder ein recht vielversprechendes Profil. Vier Bergwertungen, aber noch einige Steigungen mehr gibt es auf den 181,2 Kilometern, die mit einer stark ansteigenden Zielgeraden enden.

Kommentare
Kommentare deaktiviert
Kategorien
Allgemein

Katalonien-Rundfahrt: Tondo gewinnt 3. Etappe, Rodriguez führt

admin | 24. März 2010

Fotogalerie: click here

10cata3_tondo_lr

Foto und Copyright: Sabine Jacob

Autor: Felix Griep, www.live-radsport.ch

 La Seu d’Urgell – Den inoffiziellen Titel “Ausreißerkönig des Monats März” hat nur einer verdient, der Spanier Xavier Tondo vom Schweizer Cervélo TestTeam. Bei Paris-Nizza hatte er als Solist schon eine Etappe gewonnen nun schaffte er das auch bei der Katalonien-Rundfahrt in Zusammenarbeit mit Joaquin Rodriguez (Katusha). Sein Begleiter hatte ebenfalls Grund zur Freude, der große Rückstand der Verfolger brachte ihm die Führung und lässt beide nun um den Gesamtsieg kämpfen, wenn sie in den kommenden Tagen ihren Vorsprung zur Konkurrenz verteidigen können.

Die Königsetappe einer Rundfahrt ohne Bergankunft
Im letzten Jahr ging es bei der Volta a Catalunya noch nach Andorra hinauf, doch diesmal gibt es bei der spanischen Rundfahrt gar keine Bergankunft. Auf das 3. Teilstück, dessen letzte 30 Kilometer nicht bergauf sondern bergab gingen, passte der Begriff “Königsetappe” wohl am besten, denn es bot immerhin nicht nur den einzigen Anstieg der Spezial-Kategorie, sondern führte auch als einzige der sieben Etappen auf über tausend Meter Höhe und bot dabei einige schwere Kletterabschnitte. Normalerweise würde man sagen: “Hier kann man die Rundfahrt nicht gewinnen, wohl aber verlieren”. Doch mindestens gab es heute schon eine Vorentscheidung.

Tondo schon zu Rennbeginn sehr aktiv
Bei bewölktem Himmel und 15 Grad machten sich die noch 170 Fahrer auf den beschwerlichen Weg von La Vall d’en Bas nach La Seu d’Urgell, der sich über 185,9 Kilometer erstreckte. In der animierten Anfangsphase setzte sich sogar einmal eine Gruppe von rund zwanzig Fahrern ab, darunter der Österreicher Stefan Denifl (Cervélo TestTeam) und sein spanischer Teamkollege Xavier Tondo, dessen große Stunde aber erst später schlagen sollte. Euskaltel brachte das Feld bis zum ersten Zwischensprint wieder zusammen, so dass der gestrige Ausreißer Jonathan Castroviejo dort seine Führung in der Wertung der Metas Volantes sichern konnte. Am Alt de la Trona, nicht dem ersten Aufstieg aber dem ersten mit einer Bergwertung, attackierten Rémy Di Gregorio (Francaise des Jeux) und Robert Kiserlovski (Liquigas), denen einer nachsetzte, der immer mehr zum aktivsten Fahrer des Tages wurde. Xavier Tondo schloss auf und kam mit den beiden über den Berg, bis kurz danach das Feld wieder dran war.

Noch ein Intermezzo bis zum Start des Duos
Erst nach 60 Kilometern fand sich eine Gruppe, die sich einen größeren Vorsprung erarbeiten konnte. 14 Fahrer um den Niederländer Michel Kreder (Garmin-Slipstream), der in der Gesamtwertung mit zehn Sekunden Rückstand am besten lag, kamen bis zu drei Minuten vom Feld weg, in dem RadioShack und Katusha arbeiteten. Im Anstieg zum Alt del Pedraforca, dem Berg der “Categoría especial”, brach die Spitzengruppe auseinander und mit David Gutierrez (Footon-Servetto), der Platz eins der Gesamtbergwertung eroberte, Cyril Dessel (Ag2r La Mondiale), Jérémy Roy (Francaise Des Jeux), Gorazd Stangelj (Astana) und Matteo Bono (Lampre) lag auf dem Gipfel nur noch ein Quintett in Führung. Im fast unmittelbar folgenden nächsten Anstieg, der auf 1620 Meter zum Dach der Rundfahrt führte, war es aber auch um sie geschehen. Den Alt de la Josa del Cadi, 50 Kilometer vor dem Ziel gelegen, nutzten Joaquin Rodriguez (Katusha) und wiederum Tondo für eine Attacke. Oscar Pereiro (Astana) konnte kurzzeitig noch zu den beiden aufschließen, die dann aber doch ohne den früheren Tour-Sieger weiterfuhren.

Jeder kriegt was ab vom Kuchen, Tondo und Rodriguez jubeln
Rodriguez und Tondo legten eine beeindruckende Fahrt hin, enteilten dem Favoritenfeld, in dem Liquigas versuchte, für Roman Kreuziger noch etwas zu retten, und konnte sich schon frühzeitig auf die Zielankunft freuen. Auch in der langen Abfahrt in Richtung Ziel schrumpfte der Vorsprung des Duos nie unter eine Minute und im Ziel hatten beide Angreifer etwas zu feiern. Xavier Tondo holte den dritten Saisonsieg für Cervélo, während Joaquin Rodriguez dank des zehn Sekunden besseren Zeitfahrens die Gesamtführung übernahm. Die Gruppe der weiteren Favoriten, die heute zu Außenseitern degradiert wurden, hatte am Ende 1:20 Minute Rückstand. Daraus hatte sich aber noch der tollkühne Luis Leon Sanchez (Caisse d’Epargne) gelöst, der mit 48 Sekunden Abstand sowohl auf der Etappe als auch im Gesamtklassement Platz drei belegt. Paul Voss (Team Milram) beendete seinen zweiten Tag im Leadertrikot als 37., 2:24 Minuten hinter dessen neuem Träger.

 

Kommentare
Kommentare deaktiviert
Kategorien
Allgemein

Massensprint in Katalonien: Saisonsieg Nummer 1 für Mark Cavendish, Voß bleibt Leader

admin | 23. März 2010

Fotogalerie: click here

10cata2_cav_sprint_lr

Foto und Copyright: Sabine Jacob

Autor: Felix Griep, www.liveradport.ch


Banyoles, 23.03.2010 – Der erfolgreichste Fahrer der vergangenen Saison hat jetzt endlich auch seinen ersten Sieg im Jahr 2010 errungen. Die 2. Etappe der Katalonien-Rundfahrt endete erwartungsgemäß mit einem Massensprint, in dem Mark Cavendish (HTC-Columbia) seinen schlechten Saisonstart in den Hintergrund rücken ließ. Schon gestern beim kurzen Zeitfahren war der Brite stark, durch das Fehlen von Zeitgutschriften bleibt aber dessen Sieger Paul Voß (Team Milram) Führender in der Gesamtwertung.
22-Jährige reißen aus und holen Sonderwertungen
Angesichts des flachen Etappenprofils, das nur im ersten Renndrittel des 182,6 Kilometer langen Abschnitts von einer Bergwertung gestört wurde, war eine Sprintankunft vorprogrammiert, was die weniger Endschnellen im Feld aber keinesfalls davon abhielt, auf den leicht ansteigenden ersten Kilometern Attacken zu fahren. Nacht neun Kilometern gelang es dem Spanier Jonathan Castroviejo (Euskaltel) und dem US-Amerikaner Peter Stetina (Garmin-Transitions), sich abzusetzen und das Führungsduo zu bilden, welches den Tagesverlauf prägen sollte. Mit Pedro Merino (Footon-Servetto) und Javier Ramirez (Andalucia-Cajasur) gab es zwar noch zwei Verfolger, die aber nach knapp zweistündiger, erfolgloser Jagd ihren Versuch beendeten. Die beiden 22-jährigen Ausreißer, deren Vorsprung bis auf 9:15 Minuten anstieg, teilten sich die Wertungen, an denen sie unterwegs vorbeikamen, gerecht auf. Stetina siegte auf dem Alt Els Engels und durfte sich auf das Bergtrikot freuen. Castroviejo gewann beide “Metas Volantes” und führt in der Sprintwertung.

 

10cata2a_esc1_lr

Foto und Copyright: Sabine Jacob

Cavendish sprintet zum Sieg, Voß bleibt im Leadertrikot
Im Zielort Banyoles kamen Castroviejo und Stetina mit gut drei Minuten Vorsprung an, doch waren da noch vier Runden und fast 40 Kilometer zu fahren. Banyoles könnte Ruderfans ein Begriff sein, bei den Olympischen Spielen 1992, die im nahe gelegenen Barcelona stattfanden, wurden dort auf dem See l’Estany die Ruder-Wettbewerbe ausgetragen, die Deutschland vier Goldmedaillen bescherten. Für die beiden Ausreißer gab es heute keine Bescherung, sie wurden schon 13 Kilometer vor dem Ziel eingeholt, als das Team HTC-Columbia ernst machte und den Sprint für Mark Cavendish vorbereitete, welchen dieser dann auch gekonnt für sich entschied. Die Plätze hinter dem Briten gingen an den Argentinier Juan José Haedo (Saxo Bank) und den Spanier Aitor Galdos (Euskaltel). Die Deutschen hielten sich im Finale zurück, so dass der Schweizer David Loosli (Lampre), der den elften Platz erreichte, bester deutschsprachiger Fahrer wurde. In der Gesamtwertung bleibt, da bei der Volta a Catalunya keine Zeigutschriften verteilt werden und seine Mannschaft sich in der Nachführarbeit engagierte, Paul Voß (Team Milram) vorne, Andreas Klöden (RadioShack) und Voß’ Kollege Dominik Nerz bleiben auf Rang drei und vier.

Erlösung für Mark Cavendish
23 Siege, sechs davon allein bei der Tour de France und ebenso viele bis Ende Februar – das war die beeindruckende Bilanz des heute 24-jährigen Mark Cavendish im letzten Jahr. In der aktuellen Saison konnte er die hohen Erwartungen noch nicht erfüllen und in seinen bisherigen Einsätzen nur zwei Top10-Platzierungen erreichen. Eine Etappe der Andalusien-Rundfahrt beendete er als Vierter, bei der Clasica de Almeria belegte er Platz zwei. Bei Tirreno-Adriatico kam er zuletzt nie unter die ersten hundert und auch bei Mailand-Sanremo rollte der Titelverteidiger erst mit sechs Minuten Rückstand ins Ziel. In Katalonien scheint sich die Form des Starsprinters nun wieder zu bessern. Der siebte Platz im gestrigen Prolog war aller Ehren wert und heute dominierte er die Konkurrenz wie im letzten Jahr – wenngleich diese noch nicht aus Weltklassesprintern bestand. Die Formkurve Cavendishs zeigt jedenfalls wieder nach oben.

Eine Bergankunft gibt es bei dieser Katalonien-Rundfahrt nicht und nur morgen auf der 3. Etappe überquert das Feld die Marke von tausend Metern Höhe. Der Alt De La Josa Del Cadi ist mit 1620 Metern der höchste Punkt des Rennens und eine von drei Bergwertungen. Zum Ende der Etappe gibt es eine rund 20 Kilometer lange Abfahrt bis ins Ziel, so dass neben Kletter- auch Abfahrtsqualitäten gefragt sind.

Kommentare
Kommentare deaktiviert
Kategorien
Allgemein

Erster Profi-Sieg für Paul Voß – starke Deutsche beim Prolog der Katalonien-Rundfahrt

admin | 22. März 2010

Fotogalerie: click here

2010_cata1_voss_lr

Foto und Copyright: Sabine Jacob

Autor: Felix Griep, www.live-radsport.ch

Lloret de Mar, 22.03.2010 – Die katalanische Stadt Lloret de Mar an der Costa Brava ist bei deutschen Urlaubern sehr beliebt und auch die Radfahrer der Bundesrepublik fühlen sich dort offensichtlich wohl. Paul Voss vom Team Milram wurde zur Überraschung des Tages, holte seinen ersten Profisieg. Sein Mannschaftskollege Dominik Nerz und Andreas Klöden (RadioShack) wussten ebenfalls zu überzeigen.

Voss fliegt zu seinem ersten Sieg im Profi-Zirkus
Nur 3,6 Kilometer lang war das Zeitfahren der 1. Etappe der Katalonien-Rundfahrt, nur 4:57 Minuten war Paul Voss im Regen unterwegs. Die Freude über seine fabelhafte Fahrt in der Touristen-Hochburg Lloret de Mar wird deutlich länger anhalten, denn sie bescherte dem am Freitag 24 Jahre alt werdenden Rostocker seinen ersten Sieg im fünften Profi-Jahr. Im Vorjahr, als exakt derselbe Kurs die Rundfahrt im Nordosten Spaniens eröffnete, war Voss nur fünf Sekunden langsamer als heute, belegte mit 15 Sekunden Rückstand aber nur den 93. Platz hinter Sieger Thor Hushovd, der diesmal nicht antrat, seinen Erfolg zu wiederholen.

Nerz, Klöden und Voss – immer Deutsche vorne
Als 55. der 171 teilnehmenden Fahrer gestartet kratzte Voss’ Milram-Teamkollege Dominik Nerz, mit erst 20 Jahren noch deutlich jünger, an der 5-Minuten-Marke, die zu knacken wohl den Sieg bedeuten würde. 5:01 Minuten blieb für Nerz im Ziel auf der Anzeigetafel stehen. Eine gute halbe Stunde blieb es auch die Bestzeit, ehe Andreas Klöden (RadioShack) das Kommando übernahm und mit 4:59 Minuten die Schallmauer durchbrach. Doch dann kam auch schon bald Voss und unterbot Klödens Vorgabe um weitere zwei Sekunden – der Sieg. Obwohl noch 28 Fahrer folgten, konnte keiner mehr eine bessere Zeit erreichen, lediglich Levi Leipheimer konnte in die Phalanx der Deutschen einbrechen und verdrängte seinen Teamkollegen Klöden noch von Position zwei.

Wie lange hält Voss’ Führung?
Die kurze Distanz sorgte für keine übermäßig hohen Abstände, die ersten 29 liegen innerhalb von zehn Sekunden. Ein für Voss ganz gefährlicher Mann rangiert mit nur vier Sekunden Rückstand auf dem siebten Platz, der Brite Mark Cavendish (HTC-Columbia). Nach schwachen Vorstellungen bei Tirreno-Adriatico und Mailand-Sanremo zeigte der heute eine starke Leistung und könnte mit einem Sieg auf der Flachetappe morgen und dafür zehn Sekunden Zeitgutschrift die Führung erobern. Am Mittwoch geht es dann bereits das erste Mal in die höheren Berge Kataloniens, wo andere Fahrertypen gefragt sein werden. Ansprüche auf den Gesamtsieg erhob ganz klar das Team RadioShack mit Leipheimer und Klöden, aber auch Luis Leon Sanchez (Caisse d’Epargne) und Roman Kreuziger (Liquigas) kamen in die vorderen Ränge. Andere potenzielle Favoriten wie Carlos Sastre (Cervélo TestTeam), Christian Vandevelde (Garmin-Slipstream), Ivan Basso (Liquigas), Denis Menchov (Rabobank) oder die Schleck-Brüder Frank und Andy (Saxo Bank) verloren teils bis zu fast einer halben Minute.

Wie erwähnt ist die 2. Etappe relativ flach, führt nur über einen Anstieg nach rund einem Drittel der 182,6 Kilometer, wo Ausreißer um das erste Bergtrikot kämpfen dürften. Im Ziel werden dann aber die Sprinter vorn erwartet.

Kommentare
Kommentare deaktiviert
Kategorien
Allgemein

Vuelta a Murcia: Bos gewinnt letzte Etappe, Rabon die Gesamtwertung

admin | 7. März 2010

Fotogalerie: click here10mur3_bos_a_lr

Foto und Copyright: Sabine Jacob

Autor Felix Griep, www.liveradsport.ch

Murcia, 07.03.2010 – “Sonntagsfahrer” Theo Bos (Cervélo TestTeam) hat die 5. Etappe der Murcia-Rundfahrt gewonnen und damit genau eine Woche nach der Clasica de Almeria seinen zweiten Saisonsieg verbucht. Der Österreicher Daniel Schorn (Team NetApp) wurde guter Dritter hinter Graeme Brown (Rabobank), dem ein Sieg einfach nicht glücken will. Anders ist es bei Frantisek Rabon (HTC-Columbia), der sich zum Gesamtsieger küren lassen konnte.

Letzter Schlagabtausch der Sprinter
Nach dem gestrigen Zeitfahren war das Gesamtklassement in Stein gemeißelt. Zu groß war der Vorsprung des Tschechen Frantisek Rabon (HTC-Columbia), als dass auf der leichten Schlussetappe noch eine Gefährdung des Gelben Trikots möglich gewesen wäre. Bei milden 16 Grad ging es über 121,1 Kilometer rund um die Stadt Murcia, wo höchstens ein paar waghalsige Ausreißer eine Sprintankunft hätten verhindern können, die ohne den zweifachen Etappensieger Robert Hunter (Garmin-Transitions) stattfand, der noch bei seiner schwangeren Frau in einem Schweizer Krankenhaus auf die Geburt seines zweiten Kindes wartet. Dem ersten Angriff des deutschen Nationalmannschaftsfahrers Robert Bengsch folgten noch einige weitere, die alle verpufften, weil HTC-Columbia sehr wachsam agierte. Erst nach 25 Kilometern ließ die Mannschaft des Führenden eine Gruppe weg.

Blain bester Zwischensprinter, Vacansoleil trotz Ende einer Serie bergdominant
Neun Mann konnte sich vom Feld absetzen, darunter Dominik Roels (Team Milram) und der Schweizer Grégory Rast (RadioShack). José Herrada (Caja Rural) ließ sich daraus wieder zurückfallen, da er als Zwölfter mit nur etwas mehr als zwei Minuten Rückstand den Topplatzierten der Gesamtwertung ein Dorn im Auge war, aber auch ohne den Spanier war die Flucht schon bei Kilometer 41 wieder beendet. Philip Deignan (Cervélo TestTeam), Oleg Chuzhda (Caja Rural) und Alexandre Blain (Endura Racing) starteten den nächsten Versuch, der besser verlief und dem Trio bis zu drei Minuten Vorsprung brachte. Blain gewann beide Zwischensprints und sicherte sich mit dieser offensiven Taktik den Gewinn der Sprintwertung, die er bereits vor dieser Etappe angeführt hatte. Einen Sturz in einer Abfahrt verdaute der Franzose zum Glück auch schnell, so dass er sich über den Erfolg freuen konnte. Auf dem Alto Cabezo de la Plata kam es in der Mitte der Etappe zu einem Novum bei dieser Murcia-Rundfahrt. Es war die erste Bergwertung der Rundfahrt, die nicht von einem Vacansoleil-Fahrer gewonnen wurde, sondern vom Iren Deignan. Für die Gesamtbergwertung war das aber unerheblich, dort feiert Vacansoleil durch Lieuwe Westra und Wouter Poels gleich einen Doppelsieg. Der Vorsprung der Spitzengruppe schmolz am Ende schnell dahin, als er unter eine Minute fiel, waren noch 15 Kilometer zu fahren und kurz vor der Flamme rouge war es dann um sie geschehen.

Glückloser Brown kann Bos nicht schlagen, Schorn mit hervorragendem Sprint
Nach dem Gewinn der Clasica de Almeria vor einer Woche hat der Niederländer Theo Bos (Cervélo TestTeam) erneut an einem Sonntag zugeschlagen und seinen zweiten Sieg in diesem Jahr errungen. In Murcia eröffnete er einen langen Sprint 300 Meter vor dem Ziel und fast wäre von seinem Hinterrad noch Graeme Brown (Rabobank) an ihm vorbeigekommen. Doch dem Australier will in 2010 einfach nichts gelingen. In Murcia war es der dritte Sprint, den er als Zweiter beendete und bei der Clasica de Almeria wurde er ebenso Dritter wie auf zwei Etappen der Tour Down Under. Dabei hatte Brown das vorige Jahr noch perfekt abgschlossen, mit dem Gewinn von Omloop van het Houtland Lichtervelde bei seinem letzten Renneinsatz der Saison. Der Gewinn der Punktewertung war da nur ein recht schwacher Trost. Erfreulich war wieder einmal das Abschneiden der deutschsprachigen Sprinter, von denen der Österreicher Daniel Schorn (Team NetApp) der Beste war und auf Platz drei kam. Unter den Top10 fand man darüber hinaus noch Henning Bommel (deutsche Nationalmannschaft), Roger Kluge (Team Milram) und Schorns Teamkollegen Andreas Schillinger.

Rabons erster Rundfahrtsieg kommt nicht mehr in Gefahr
Ein relativ ruhiger Tag war es für den tschechischen Zeitfahrmeister Frantisek Rabon, dessen Columbia-Team alles unter Kontrolle hatte und den ersten Rundfahrtsieg und größten Erfolg der Karriere des 26-Jährigen nie in Gefahr geraten ließ. Beim Zweitplatzierten Denis Menchov (Rabobank) war das anders. Der im letzten Jahr noch siegreiche Russe erlitt 30 Kilometer vor dem Ziel einen Defekt und musste sich mit einigen Teamkollegen erst wieder an das Hauptfeld heranarbeiten, behielt letztlich aber seine Position vor Bradley Wiggins (Team Sky) und Andreas Klöden (RadioShack), der drei Plätze vor seinem Teamkollegen Lance Armstrong Vierter wurde10mur5_rabon_lr

Foto und Copyright  Sabine Jacob

10mur5_familienbild_lr

Foto und Copyright  Sabine Jacob

Kommentare
Kommentare deaktiviert
Kategorien
Allgemein

Frantisek Rabon wiederholt Glanzleistung im Zeitfahren der Vuelta a Murcia

admin | 6. März 2010

Fotogalerie: click here

10mur4_rabon_lr

Foto und Copyright: Sabine Jacob

Autor: Felix Griep, www.liveradsport.ch

Murcia, 06.03.2010 – Zum zweiten Mal in Folge heißt der souveräne Sieger des Zeitfahrens der Murcia-Rundfahrt Frantisek Rabon (HTC-Columbia). Der tschechische Meister gewann in Murcia nach nur 22 Kilometern mit deutlichen 33 Sekunden Vorsprung auf Denis Menchov (Rabobank), an den er vor einem Jahr noch den Gesamtsieg verlor, den er jetzt nachholen will. Stark schlugen sich auch die deutschen Zeitfahrer, die lange die Spitze des provisorischen Klassements besetzten und am Ende zu fünft unter die Top20 kamen.

Deutsche fechten kleine nationale Meisterschaft aus
21 Fahrer, die nach drei Etappen innerhalb von fünf Sekunden den vorderen Teil des Gesamtklassements ausmachten, kämpften heute in Murcia um den Gewinn der Vuelta a Murcia. Zwar steht morgen noch eine Etappe an, mit einer Klasseleistung heute konnte man aber schon fast alles klar machen. Über 22 flache Kilometer verlief der rundfahrtentscheidende Kurs, den 103 Fahrer in Angriff nahmen. Darunter 15 Deutsche, die für gute Resultate sorgten und von denen sich gleich fünf vorübergehend über die Leaderposition freuen durften. Robert Bartko, für die Nationalmannschaft als fünfter Fahrer des Tages gestartet, war der erste Deutsche an der Spitze des virtuellen Klassements, nur wenige Minute später abgelöst von Kollege Robert Bengsch. Aber auch dessen Führung währte nicht lange, denn Timon Seubert (NetApp) unterbot die Spitzenzeit kurz darauf. Der 22-jährige Neuling blieb verhältnismäßig lange gute 20 Minuten auf Platz eins, bis Patrick Gretsch (HTC-Columbia) eine erste richtig starke Zeit hinlegte. Der Junioren-Weltmeister von 2004 wurde, als es an die letzten 15 Fahrer ging, dann überflügelt von Andreas Klöden (RadioShack), der elf Sekunden schneller war als sein Landsmann und damit heute die “inoffiielle deutsche Meisterschaft” gewann.

Drei Mann noch schneller als Klöden
Klöden war der letzte Deutsche, der das Rennen beendete, aber unglücklicherweise für ihn haben auch andere Nationen gute Zeitfahrer. Direkt nach ihm war Denis Menchov (Rabobank) gestartet, der im vorigen Jahr Dritter des Zeitfahrens wurde und am Ende die Rundfahrt gewann. Heute unterbot er Klödens Marke um 19 Sekunden. Die nächste Zeit wurde von Bradley Wiggins (Team Sky) gemessen, der sich 15 Sekunden hinter Menchov als Zweiter klassierte. Doch der Mann des Tages kam erst noch, startete als Drittletzter und bot eine fulminante Performance. Frantisek Rabon (HTC-Columbia) pedalierte zu einem glanzvollen Sieg, war 33 Sekunden schneller als Menchov, was auf der Distanz von 22 Kilometern schon eine Welt ist. Für Deutschland blieben am Ende fünf Fahrer unter den ersten Zwanzig, dabei Klöden und Gretsch auf den hervorragenden Positionen vier und fünf, darüber hinaus Seubert, Roger Kluge (Team Milram) und Bengsch auf den Rängen elf, 16 und 19.

Rabons Stolperstein von 2009 schon schadlos überstanden
Dank eines kleinen Vorteils aus den ersten Etappen beträgt Rabons Vorsprung auf Menchov in der Gesamtwertung gar 38 Sekunden. Im Jahr 2009 hatte Rabon das Gelbe Trikot noch an den Russen verloren, und zwar auf einer Etappe ganz ähnlich der gestrigen, bei welcher er in diesem Jahr nicht abzuhängen war. Vor dem finalen Teilstück morgen, das relativ flach und ungefährlich daher kommt, muss Rabon sich nun nicht mehr besonderds fürchten, dieses sollte er unbeschadet überstehen. Es wäre der erste Rundfahrtsieg überhaupt des 26-jährigen Pragers. Auch Wiggins mit 53 und Klöden mit 57 Sekunden Rückstand sollten dem Columbia-Fahrer nicht mehr gefährlich werden können. Von Interesse war natürlich auch die Leistungsfähigkeit von Lance Armstrong (RadioShack), der sich als Etappenachter und nun Siebter der Gesamtwertung in ordentlicher Form präsentierte. Der gestern in die Führung gefahrene Josep Jufre (Astana) landete nur einen Platz hinter dem US-Amerikaner und konnte seinen Sturz im Gesamtklassement in Grenzen halten, rutschte von Platz eins auf fünf ab.

Die 5. und letzte Etappe ist nur 121,1 Kilometer lang und weist nur eine Bergwertung zur Mitte der Strecke auf. Die letzten gut 30 Kilometer verlaufen bergab oder komplett flach und lassen einen Massensprint erwarten.

Kommentare
Kommentare deaktiviert
Kategorien
Allgemein

3. Etappe Murcia-Rundfahrt: Etappensieg für Roberts, Gelb für Jufre, Nachwuchs für Hunter

admin | 5. März 2010

 

Fotogalerie: click here

10mur3_roberts_sprint_lrFoto und Copyright: Sabine Jacob

Autor: Felix Griep, www.liveradsport.ch

Alhama de Murcia, 05.03.2010 – Am 6. März 2008, fast auf den Tag genau vor zwei Jahren, hat Luke Roberts das letzte Mal ein Rennen gewonnen, jetzt durfte der Milram-Neuzugang endlich wieder jubeln. Auf der 3. Etappe der Vuelta a Murcia siegte Roberts im Sprint eines kleinen Hauptfeldes, gefolgt von Sergey Lagutin (Vacansoleil) und Josep Jufre (Astana), der die Gesamtführung übernahm. Einen freudigen Grund, das Rennen zu verlassen, hatte Robert Hunter.siehe Bericht 1. Etappe) wirkte dies zumindest ein wenig fehl am Platz. Der vor sechs Jahren verstorbene Pantani hatte 1999 in Murcia gesiegt.
Roberts verhindert sein zweites Sieglos-Jubiläum
Die Entscheidung im Ziel hätte knapper kaum sein können, Luke Roberts (Team Milram) und Sergey Lagutin (Vacansoleil) fochten Schulter an Schulter um jeden Zentimeter. Das bessere Ende hatte der Australier für sich, dem eine erfolgreiche Rückkehr in die Beletage des Radsports glückte. Zwei Jahre lang fuhr Roberts für das kleine deutsche Continental Team Kuota, wo ihm am 6. März 2008 beim
Giro del Capo sein letzter Sieg gelungen war. Am Tag vor dem zweijährigen “Jubiläum” dieses Sieges, konnte der Milram-Neuzugang endlich wieder feiern. Hinter Roberts und dem gestern erfolglos ausgerissenen Lagutin folgten auf den weiteren Plätzen Jufre, der trotz des Fluchtversuchs noch Energie hatte, Titelverteidiger Menchov und Andreas Klöden, der durchaus Kapitän von RadioShack sein könnte, da Lance Armstrong über seine Chancen momentan noch tief stapelt. Im ersten Feld waren auch die beiden Österreicher Denifl und Thomas Rohregger (Team Milram) zugegen, die Siebter bzw. Zwölfter wurden.

Ein weiterer freudiger Tag für Hunter
Mitten im Verlauf der Etappe wurde die Aufgabe von Robert Hunter vermeldet, der nach zwei Etappensiegen das Gelbe Trikot trug. Doch für den Garmin-Fahrer gab es eine Nachricht, die das Radrennen vollkommen in den Hintergrund stellte. Bei der schwangeren Frau des 32-jährigen Südafrikaners setzten die Wehen ein und Hunter stieg sofort vom Rad, um sich auf den Weg zur Geburt seines zweiten Kindes zu machen. Wir wünschen der Familie Hunter alles Gute!

Zweite Bergetappe zu Ehren Marco Pantanis
Nachdem durch die gestrigen Berge kein wirklicher Schaden angerichtet wurde und das Feld zum großen Teil zusammen blieb, wartete man heute gespannt darauf, ob sich dieses Szenario wiederholen würde. Hauptschwierigkeit des Tages war der Collado Bermejo, mit einem kurzen Flachstück in der Mitte insgesamt mehr als zehn Kilometer lang und im Schnitt mit guten 6% Steigung. Einziger Nachteil für die Kletterer: Auf den 30 folgenden Abfahrts-Kilometern bestand die Gefahr, dass wieder vieles zusammenläuft. Für Trubel sorgte außerdem die an der Spitze des Berges ausgeschriebene Cima Marco Pantani. In Anbetracht der fast schon skandalösen Ausladung aller italienischen Mannschaften (

Bergtrikot wird Wanderpokal im Team Vacansoleil
Schon bevor das Profil von wellig in bergig überging, gab es einen ersten kleinen Kampf mit Blick auf die Gesamtwertung. Der starke Zeitfahrer Bradley Wiggins (Team Sky) setzte sich nach wenigen Kilometern mit einer Zehnergruppe aus dem Feld ab, wurde aber vom wachsamen RadioShack Team Lance Armstrongs sofort verfolgt und auch bald wieder eingeholt. Erst ein ungefährlicheres Quartett mit Lieuwe Westra (Vacansoleil), Michael Kwitakowski (Caja Rural), Jan Barta (NetApp) und Marcel Barth aus Deutschlands Nationalmannschaft wurde fahren gelassen. Fast neun Minuten gewährte man ihnen, die noch lange vom Franzosen Alexandre Blain (Endura Racing) verfolgt wurden, der es aber nie bis ganz nach vorne schaffte. Zu viert ging es auch in den zweistufigen Anstieg, der zuerst auf den Alto de Espuña, dann nach nur kurzer Verschnaufpause auf den Collado Bermejo führte. An der ersten er beiden Bergwertungen siegte Westra wie zuvor schon an einem kleineren Hügel, womit das Bergtrikot wieder von seinem Teamkollegen Sergey Lagutin zu ihm wechselte.

Weenings Attacke kurz vor dem Ziel zunichte gemacht
Als es wieder bergauf ging, zerfiel die Spitzengruppe und erst Kwiatkowski und Barth, dann auch Westra und Barta wurden eingeholt. In die Offensive ging der Niederländer Pieter Weening (Rabobank), Teamkollege des Vorjahressiegers Denis Menchov, der im kleiner werdenden Hauptfeld mit allen Favoriten lauerte. Der Österreicher Stefan Denifl (Cervélo TestTeam), Josep Jufre (Astana) und Wouter Poels, der auch die Cima Marco Pantani in die Reihen Vacansoleils holte, womit das Team alle acht bisherigen Bergwertungen in Murcia gewann, schlossen sich Weenings Angriff an. Das Grüppchen stürzte sich mit einem Polster von 25 Sekunden in die Abfahrt und kämpfte fast bis auf den letzten Kilometer, ehe es eingeholt wurde und 32 Fahrer um den Sieg sprinteten.

 

Jufre in Gelb aber das Zeitfahren entscheidet
Neun Fahrer liegen nach drei Etappen ohne Zeitgutschriften gleichauf an der Spitze der Gesamtwertung, ein weiteres Dutzend folgt mit fünf Sekunden Rückstand. Die Summe der Etappenplatzierungen ist das Glück für Josep Jufre, der damit den werdenden Vater Robert Hunter als Führenden ablöste. Tagessieger Luke Roberts belegt hinter dem Spanier Platz zwei. Das 22 Kilometer lange Zeitfahren in Murcia kann morgen aber alles auf den Kopf stellen. Im Kampf gegen die Uhr wird der Sieger der Vuelta a Murcia 2010 ermittelt, für den es eine ganze Reihe exzellenter Kandidaten gibt. Die Topfavoriten tragen die Namen Wiggins, Menchov, Klöden und Armstrong, wenngleich auch Roberts oder der Dritte Frantisek Rabon (HTC-Columbia), der das
letztjährige Zeitfahren dominierte, keineswegs zu unterschätzen sind.

Kommentare
Kommentare deaktiviert
Kategorien
Allgemein

« Previous Entries

Seiten

  • Impressum
  • Kontakt

Kategorien

  • Allgemein

Archiv

  • September 2010
  • August 2010
  • Juni 2010
  • Mai 2010
  • April 2010
  • März 2010
  • Februar 2010
  • Januar 2010

Links

  • Fotogalerie

Anzeigen

www.eventfoto-jacob.de 2010 - powered by WordPress