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Andalusien-Rundfahrt: Francisco Ventoso sprintet zum Tages-, Michael Rogers zum Gesamtsieg

admin | 26. Februar 2010

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Foto und Copyright: Sabine Jacob

Autor: Felix Griep, www.liveradsport.ch

Antequera, 25.02.2010 – Für das Team Carmiooro-NGC endete die Vuelta a Andalucia wie sie begann, mit einem Etappensieg. Nach Sergio Pardillas Erfolg vor vier Tagen war es heute Francisco Ventoso, der den Sprint des kleinen Hauptfeldes zu seinem ersten Sieg des Jahres zu nutzen wusste. Michael Rogers (HTC-Columbia) ließ seinen Gesamtsieg nicht mehr in Gefahr geraten und sicherte ihn sich als Etappendritter.

Feillu erster Sieger schon nach 22 Kilometern
Nur noch 161,4 Kilometer lagen zwischen Michael Rogers (HTC-Columbia) und seinem ersten Rundfahrtsieg seit dem Jahr 2003. Nach dem gestrigen Zeitfahren ging der Australier die 5. und letzte Etappe mit einem Vorsprung von 19 Sekunden auf Jurgen Van Den Broeck (Omega Pharma-Lotto) an, wobei ihm noch vier Berge und eine ansteigende Zielgerade im Weg standen. Vom Start weg ging es Stück für Stück bergauf und ein Angriff folgte dem nächsten, bis sich kurz vor der ersten Bergwertung am Puerto de Cómpeta (km 12,7) eine Dreiergruppe absetzen konnte, in welcher sich auch der Träger des Bergtrikots befand. Natürlich holte sich Brice Feillu (Vacansoleil) die Punkte vor seinen Fluchtgefährten Angel Vicioso (Andalucia Cajasur) und Marco Marzano (Lampre) ab. Nur kurze Zeit später fuhr der Franzose auch als Erster über den Puerto de Salares (km 22,1) und hatte da bereits den Titel als bester Kletterer sicher, denn nach Punkten konnte ihn niemand mehr einholen. Das Trio wurde hingegen eingeholt, allerdings auch nur von einem Verfolger, dem Zeitfahr-Zweiten Bradley Wiggins (Team Sky), den die knappe Niederlage gegen Alex Rasmussen (Saxo Bank) zu einem Ausreißversuch anspornte.

Andalucia-Angriff verpufft durch Columbias Arbeit
Gefährlichster Mann in der nun vier Fahrer starken Gruppe war Vicioso, der in der Gesamtwertung nur 1:57 Minute hinter Rogers lag und dessen Columbia-Team beim Erreichen von fast fünf Minuten Vorsprung nach 60 Kilometern zur Nachführarbeit bewegte. Vicioso selbst sorgte zwischenzeitlich mit einem Sturz für Schrecken bei Andalucia Cajasur, blieb aber unversehrt und war schnell wieder bei seinen Begleitern. Glück für sein Team, denn das hatte noch etwas vor. Im dritten Anstieg, dem Alto de Colmenar (km 83,7) erlitt Marzano einen Defekt, in dessen Folge er eine Weile brauchte, bis der Anschluss an Vicioso, Wiggins und den erneut die Bergwertung gewinnenden Feillu wieder erreichte. In der Abfahrt griff das heimische Andalucia-Team gleich mit zwei Fahrern – José Angel Gomez Marchante und Antonio Piedra – an, die nach vorne fuhren und den Anteil ihrer Mannschaft an der Spitzengruppe so auf drei von sechs Fahrern erhöhten. Der Vorteil währte aber nicht lange genug, um ihn wirklich zu nutzen, die Auffahrt zum letzten und schwersten Berg des Tages, dem Kategorie-1-Anstieg Puerto de El Torca (km 115,3), bewältigten Feillu, Wiggins und Vicioso mit einigem Abstand auf die restlichen Ausreißer. Piedra wurde als Erster wieder vom Feld geschluckt, es folgten Gomez Marchante und Marzano und schließlich 20 Kilometer vor dem Ende auch das Trio um Berg-Champion Feillu, der bei zwei Fluchten in Andalusien insgesamt zehn Bergprämien gewann.

Ventoso und Rogers dürfen im Ziel jubeln
Das Feld hatte im letzten Anstieg sehr an Größe abgenommen und umfasste auch nach Einholung der Ausreißer nur etwa 30 Fahrer, unter denen die für die Gesamtwertung wichtigen Akteure aber alle dabei waren. Erster Abwesender war der auf Platz zwölf klassierte Markus Fothen (Team Milram), der wie viele andere Fahrer das Rennen nicht zu Ende fuhr. Die “Ruta Del Sol” endete nicht mit dem besten Wetter, denn auf den letzten Kilometern kam Regen auf, der die Fahrer ins Ziel begleitete. Den Sieg holte sich wenig überraschend der wohl beste noch verbliebene Sprinter, Francisco Ventoso, der seinem Carmiooro-Team den zweiten Etappensieg bescherte, nachdem Sergio Pardilla die Auftaktetappe gewann und drei Tage im Roten Trikot fuhr. Am letzten Tag ruhte das aber sicher auf den Schultern von Michael Rogers, der hinter Ventoso und Simon Gerrans (Team Sky) als Dritter alles klarmachte und die 56. Vuelta a Andalucia gewann. Für Ventoso war es zwar der erste Sieg des Jahres, aber schon der dritte der Saison, da sein Etappen- und Gesamtsieg bei der chinesischen Tour of Hainan im letzten November offiziell schon zu 2010 zählten. Bester Deutscher am Schlusstag wurde Jens Voigt, der direkt vor seinem Landsmann Simon Geschke (Skil-Shimano) Etappenfünfter wurde und Platz vier im Endklassement belegt. Sein Team Saxo Bank entschied die Mannschaftswertung für sich, Oscar Freires (Rabobank) zwei Etappensiege brachten ihm den Gewinn der Punktewertung ein. Sergio Pardilla darf sich über die Kombinationswertung, Jesus Rosendo (Andalucia Cajasur) über die Sprintwertung freuen.

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Rasmussen gewinnt Zeitfahren der Andalusien-Rundfahrt, Rogers steht vor Gesamtsieg

admin | 24. Februar 2010

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Foto und Copyright: Sabine Jacob

Autor: Felix Griep, www.liveradsport.ch

Málaga, 24.02.2010 – In einer Zeit wo sich die Form vieler Fahrer noch im Aufbau für die ersten Höhepunkte im Frühjahr befindet, profitierte Sixdays-Spezialist Alex Rasmussen (Saxo Bank) von seiner Wettkamphärte aus dem Winter und gewann das Zeitfahren der Vuelta a Andalucia. Der Däne gewann die relativ kurze Prüfung gegen die Uhr wenige Sekunden vor den ausgewiesenen Zeitfahrexperten Bradley Wiggins (Sky Professional Cycling), Tony Martin und Michael Rogers (beide THR-Columbia). Letztgenannter steht jetzt kurz vor seinem ersten Rundfahrtsieg seit sieben Jahren.

Rasmussens dritter Sieg des Jahres, der erste auf der Straße
Auf einem 10,9 Kilometer langen Kurs fand in Málaga, größtenteils am Ufer des Mittelmeeres, die zweite wichtige Etappe der Vuelta a Algarve statt. Das Zeitfahren sollte trotz seiner Kürze entscheidenden Einfluss auf den Ausgang der Rundfahrt haben. Die ersten beiden Plätze belegten jedoch Fahrer, die mit der Gesamtwertung gar nichts mehr zu tun hatten. Bradley Wiggins (Sky Professional Cycling) setzte sehr früh eine Richtzeit, die allen später folgenden Mitfavoriten eine hohe Hürde sein sollte. In der Tat konnte sie nur einer überspringen, beziehungsweise die Marke des Briten unterbieten. Bahnspezialist Alex Rasmussen fegte fünf Sekunden schneller als Wiggins durch Málaga und holte seinen ersten Sieg auf der Straße, seit er letztes Jahr als Profi zum Team Saxo Bank kam. Es war aber schon der dritte Erfolg des 25-jährigen in diesem Monat, der gemeinsam mit Michael Mørkøv die Sechstagerennen von Berlin und Kopenhagen gewonnen hatte. Den Schwung von der Bahn hat er auf die Straße mitgenommen und peilt nun die in genau einem Monat beginnende Bahn-Weltmeisterschaft in Ballerup/Kopenhagen an, wo er und Mørkøv als Titelverteidiger im Madison an den Start gehen.

Columbia geschlossen stark aber nicht stark genug – dennoch Erfolg für Rogers
Das Abschneiden des Team HTC-Columbia kann man aus verschiedenen Perspektiven beurteilen. Gleich vier Fahrer unter den ersten Zehn sind eine stattliche Demonstration der Zeitfahrqualitäten der Mannschaft, wobei das wichtigste, der Sieg, nicht erreicht wurde. Tony Martin , der Bronzemedaillen-Gewinner der Weltmeisterschaft von Mendrisio, wurde auch in Málaga Dritter, hatte sieben Sekunden Rückstand auf Rasmussen. Michael Rogers auf Platz vier Hayden Roulston als Sechster und Maxime Monfort an zehnter Stelle sorgten aber doch noch für Erfolg. Der Gewinn der Mannschaftswertung des Tages ist dabei weniger von Bedeutung, viel wichtiger ist, dass der Australier Rogers nun im Gesamtklassement vorne liegt. Als Sechster der Bergankunft am ersten Tag in Andalusien hatte er sich eine gute Ausgangsposition erarbeitet und nutzte dieses jetzt voraussichtlich zu seinem ersten Rundfahrtsieg seit dem Jahr 2003, als er die Belgien-Rundfahrt, Deutschland-Tour und Route du Sud gewann. Der bisher Führende Sergio Pardilla (Carmiooro-NGC) verlor knapp eine Minute gegenüber Rogers, liegt mit nun 30 Sekunden Rückstand aber immerhin noch auf Gesamtrang drei , Jurgen Van Den Broeck (Omega Pharma-Lotto) behauptete sich an zweiter Stelle, 19 Sekunden hinter dem neuen Leader.

Voigt blickt noch aufs Podium, Gerdemann übernimmt von Fothen
Zweitbester der Deutschen und des ebenso des starken Saxo Bank Teams wurde Jens Voigt, der 23 Sekunden langsamer war als sein Teamkollege Rasmussen und damit auf den fünften Platz kam. Gesamt klettert er auf Rang vier, liegt nur eine Sekunde entfernt von der untersten Podiumsstufe. Achter wurde – vielleicht sollte man morgen darauf wetten – Paul Martens (Rabobank), der eben diesen Platz schon an den vergangenen beiden Tage erreichte. Das Milram-Duo Linus Gerdemann und Christian Knees verpasste die Top10 heute ganz knapp, beide hatten einen Rückstand von 38 Sekunden. Nichtsdestotrotz gelang Gerdemann in der Gesamtwertung ein Aufstieg um fünf Plätze bis auf Rang neun, welchen er von seinem Teamkollegen Markus Fothen übernimmt, der nach einer mäßigen Leistung jetzt Zwölfter ist.

Die morgige 5. und letzte Etappe erinnert an das gestrige Teilstück. Vier Bergwertungen im Streckenverlauf folgt ein leichter Anstieg in Richtung Ziel, der letzte Kilometer hat etwa 3% Steigung vorzuweisen. Oscar Freire (Rabobank) ist ohne Frage der Favorit aber auch die Fahrer des heimischen Teams Andalucia-Cajasur werden noch einmal etwas probieren und vielleicht wird ja sogar Michael Rogers noch attackiert.

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Oscar Freire legt auf 3. Etappe der Vuelta a Andalucia nach

admin | 23. Februar 2010

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Foto und Copyright: Sabine Jacob

Autor: Felix Griep, www.liveradsport.ch

Benahavis, 23.02.2010 – Oscar Freire (Rabobank) hat seine gute Form bestätigt und bei der Andalusien-Rundfahrt seinen zweiten Tagessieg in Folge errungen. Im ansteigenden Finale der 3. Etappe setzte er sich gegen den Slowenen Grega Bole (Lampre) durch. Fabian Wegmann (Team Milram) wurde als Bester von erneut vier Deutschen unter den ersten Zehn Vierter. Nicht zu rütteln ist unterdessen an der Gesamtführung von Sergio Pardilla (Carmiooro-NGC), die allerdings morgen auf dem Prüfstand steht.gestern auf der Zielgerade gestürzten Fahrer – Jelle Vanendert (Omega Pharma-Lotto), Laurens Ten Dam (Rabobank) und Damiano Cunego (Lampre) – konnten das Rennen nicht wieder aufnehmen, so dass noch 83 Fahrer im Feld verblieben waren. Diese durften sich über angenehme 17 Grad und einigen Sonnenschein freuen. Schon nach wenigen Minuten waren es zwei Fahrer weniger im Feld. Selbstverständlich war das Team Andalucia-Cajasur wieder hellwach und stellte mit José Angel Gomez Marchante einen der beiden Ausreißer, der andere war der Franzose Brice Feillu (Vacansoleil). Sie setzten sich im vier Kilometer langen Anstieg zum Alto de las Nieves ab, der unmittelbar nach dem Start zur ersten Bergwertung führte. Die Punkte sammelte Feillu ein, der auch die weiteren Wertungen vor Gomez Marchante als Erster überquerte. Damit startet der 24-Jährige morgen im Bergtrikot, ein Gefühl, welches er von der Tour de France kennt, wo er 2009 nach seinem Etappensieg in Andorra Arcalis einen Tag das maillot à pois rouges trug. Bei Kilometer 48 wurde der höchste Abstand des Spitzenduos gemessen, der zu diesem Zeitpunkt bei etwas mehr als vier Minuten lag. Carmiooro-NGC, die Mannschaft des Führenden Sergio Pardilla, spannte sich vor das Feld und führte es mit Hilfe des Teams Milram schon 25 Kilometer vor dem Ziel wieder an die Ausreißer heran.

Auch heutige Ausreißer zeitig wieder gestellt
Ob ein Sprinter am Ende der 162,5 Kilometer von Marbella nach Benahavis über den Sieg jubeln würde, war fraglich, das Profil der 3. Etappe der Andalusien-Rundfahrt kein schlechtes für Ausreißer. Fünf Bergwertungen und ein ansteigender letzter Kilometer boten Möglichkeiten für einige Angriffe und ließen mehr Aktionen als am Vortag erhoffen. Drei der


Milram am Berg offensiv, Freire im Ziel siegreich
Mitverantwortlich für die Einholung war aber auch das verschärfte Tempo kurz zuvor am letzten Berg, dem Puerto de Ojen, wo besonders Milram für eine Teilung des Feldes sorgte, der unter anderem Mark Cavendish (THR-Columbia) zum Opfer fiel. Rabobank hatte das Vorhaben der deutschen Mannschaft erst noch unterstützt, arbeitete dann nach einem Defekt Oscar Freires aber gegen die Truppe des sportlichen Leiters Vittorio Algeri. Auf die letzten zehn Kilometer der Etappe ging das Feld wieder geschlossen und alle Konzentration galt dem schwierigen Finale. Ab der flamme rouge stieg die Straße an, auf den letzten 500 Metern sogar bei sechs Prozent, was manchem Sprinter schon zu viel sein sollte. Nicht aber Oscar Freire, der bei gerade beginnendem Regen vor dem Slowenen Grega Bole (Lampre) und dem Australier Simon Gerrans (Sky Professional Cycling) seinen zweiten Tagessieg in Folge holte. Für Milram besorgte Fabian Wegmann als Vierter das bisher beste Resultat in Andalusien, angesichts der Aktivität der Mannschaft, wäre ihr aber auch ein Sieg zu gönnen gewesen. Mit Jens Voigt (Saxo Bank), Freires Helfer Paul Martens und Markus Fothen waren erneut total vier Deutsche unter den Top10.

Pardilla vor dem entscheidenden Zeitfahren eher Außenseiter
Sergio Pardilla (Carmiooro-NGC) bleibt weiterhin Träger des roten Trikots, welches ihn als Führenden der Gesamtwertung auszeichnet. Am morgigen Tag muss der Spanier jedoch darum zittern, denn vor der 10,9 Kilometer langen
Zeitfahr-Prüfung in Málaga sitzen ihm deutlich stärker einzuschätzende Konkurrenten im Nacken. Einer der größten Sieganwärter ist der dreifache Weltmeister Michael Rogers (HTC-Columbia), der 21 Sekunden zu Pardilla aufholen müsste. Gespannt sein darf man auch auf die Darbietungen der Deutschen, die mit dem 32 Sekunden zurück liegenden Markus Fothen und den jeweils 41 Sekunden Rückstand aufweisenden Jens Voigt und Linus Gerdemann heiße Eisen im Feuer haben.

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Contador sichert Sieg der Volta ao Algarve hinter Zeitfahr-Sieger Luis Leon Sanchez

admin | 21. Februar 2010

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Foto und Copyright: Sabine Jacob

Autor: Felix Griep, www.liveradsport.ch

Portimão, 21.02.2010 – Der Saisoneinstand von Alberto Contador (Astana) ist geglückt, der Spanier hat seinen zweiten Gesamtsieg in Folge bei der Algarve-Rundfahrt perfekt gemacht. Im abschließenden Zeitfahren musste er sich zwar Luis Leon Sanchez (Caisse d’Epargne) geschlagen geben, dem aber in der Gesamtwertung als Zweitem eine halbe Minute Rückstand blieb. Der portugiesische Zeitfahr-Meister Tiago Machado (RadioShack) erreichte Gesamtrang drei, während seinem Teamkollegen Sébastien Rosseler beinahe ein Kunststück gelungen wäre.Prolog-Sieger der letztjährigen Tour de Romandie fehlten nur sieben Sekunden zu dem Belgier. Doch erst Luis Leon Sanchez (Caisse d’Epargne), der Siebte der Gesamtwertung, unterbot die Bestzeit und flog zu seinem zweiten Saisonsieg. Mit einer tollen Fahrt hatte der Etappensieger der Tour Down Under Rosseler 16 Sekunden abgenommen und setzte sich an die Spitze des Zwischenklassements, von wo ihn niemand mehr verdrängen konnte. Rosselers Teamkollegen Leipheimer und Machado fuhren zwar ordentliche Zeiten, doch lediglich der zuletzt gestartete Contador konnte noch einmal für Spannung sorgen. Mit 13 Sekunden Rückstand blieb ihm aber nur Etappenrang zwei.Im letzten Jahr lief es für Alberto Contador noch umgekehrt, in beiden Fällen sprang aber der Gesamtsieg heraus. Durch die Mittwoch am Alto do Malhão herausgefahrenen Abstände stellte Luis Leon Sanchez für Contador keine Gefahr mehr da, verbesserte sich aber noch von Platz sieben auf zwei der Rundfahrt. Mit seinen 30 Sekunden Rückstand verdrängte er Tiago Machado, den besten Portugiesen des Rennens, um zwei Sekunden auf den dritten Rang. Dessen RadioShack-Team zeigte eine starke mannschaftliche Leistung mit Platz drei, vier, sechs und dreizehn im Zeitfahren und brachte mit Levi Leipheimer als Viertem und Andreas Klöden auf Platz acht noch zwei weitere Fahrer unter die Top10. Der deutliche Sieg in der Mannschaftswertung ist das logische Nebenprodukt.

Rosseler träumt eine Stunde lang, doch Luis Leon Sanchez weckt ihn unsanft
Nachdem es David Millar (Garmin-Transitions) wegen eines Sturzes nicht gelang, setzte Sébastien Rosseler (RadioShack), als 73. der noch 145 Fahrer über eine Stunde vor Leader Alberto Contador (Astana) gestartet, die erste Richtzeit, welche lange unangetastet bleiben sollte. An seinen 21:48 Minuten über die 17,2 Kilometer lange Strecke scheiterte ein nachfolgender Fahrer nach dem anderen die Zähne aus, was den Belgier von seinem zweiten Etappensieg träumen ließ. Erst gestern war Rosseler ja bereits als Ausreißer erfolgreich. Der Tscheche Frantisek Rabon (HTC-Columbia) kam ihm zwar gefährlich nahe, dem

Contador wiederholt Algarve-Sieg, RadioShack mannschaftlich stark
Platz eins bei der Bergankunft, Platz zwei im Zeitfahren.

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Die Radsport-Abenteuer von Sansón

admin |
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sanson2_lrIgitt - mal wieder regnet es in Strömen. Die Nase bloß nicht zu weit aus der Tasche stecken, will ja nicht nass werden. Algarve – eigentlich ist hier immer schönes Wetter – sagen alle. 
Kann ich noch nicht wissen.
Ich, Sansón erblickte erst letztes Jahr in Chihuahua/Mexiko das Licht der Welt und glaubt mir, da war nur blauer Himmel und Sonnenschein. Als ich wenige Wochen alt war, und in meiner Heimat an einem sonnigen Oktober-Nachmittag die Chihuahua-Rundfahrt zu Ende ging, war mein großer Tag gekommen: Ich befand mich plötzlich in einem Glaspokal. Da habe ich auch locker rein gepasst, damals war ich ja nur “eine Handvoll Hund”. Ein bisschen gezittert habe ich schon, wenn man der erste Preis für den Sieger der Bergwertung ist, kann man ja schon mal aufgeregt sein.
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Bei der Gelegenheit habe ich mein “Herrchen” kennengelernt: Rui Costa aus Portugal. Für Rui war “sein Preis” eine Riesenüberraschung, vor lauter Freude schwenkte er mich mit samt dem Glaspokal vorsichtig in die Höhe. Die Mädchen, die die Sieger mit Blumen geschmückt haben, waren ganz entzückt und ich bekam sogar ein paar Küsschen ab.sanson3_lr 
Natürlich begleitete ich Rui von Mexiko nach Portugal.
Dort schloss mich seine Freundin Carla sofort in ihr Herz. Soweit es ihr Journalismus-Studium zulässt, begleiten wir Rui bei seinen Rennen. Bei seinem ersten Erfolg dieses Jahr bei der Mallorca Challenge in Deia konnten wir leider nicht dabei sein.
 
 
Hier bei der Algarve-Rundfahrt trotzen wir nun Wind und Wetter, und -hurra- es kommen auch ein paar Sonnenstrahlensanson5_lr durch. So ein Rummel vor dem Start bei einem Radrennen ist für mich ganz schön gefährlich. Ich könnt’ ja unter die Räder kommen. Da bleib ich doch lieber noch ein bisschen in meiner bequemen Reisetasche. Diese hängt an Carlas Schulter.
Was bin ich froh, dass ich nicht bei so ‘ner blonden Hotelerben-Tussi gelandet bin, die hätte mich womöglich noch in so eine kleine Gucci-Tasche gestopft.
Es ist kurz vorm Start und ich darf mich nochmal so richtig im Team-Bus von Caisse d’Epargne austoben und spielen. So, jetzt aber hopp, hopp, wieder zurück in meine Reisetasche. Wir fahren heute zur Bergwertung. Carla hat für Rui eine Trinkflasche in der rechten Hand. Über ihrer linken Schulter hängt die Tasche, in der ich meinen Logenplatz habe. Gespannt wartet sie am Straßenrand und läuft auf und ab. Gelassen beobachte ich die Straße. Im Gegensatz zu ihr, rieche ich die Massageöl-Wolke, die über dem Peloton schwebt, schon einen Kilometer gegen den Wind. Schnaufend nähern sich die Radrennfahrer, die Steigung ist anstrengend. Einer in einem türkis-gelben Trikot plaudert jedoch noch ganz entspannt. Und da kommt Rui! Wir feuern ihn natürlich beide an und Carla reicht ihm die Trinkflasche. “Gut gemacht, Frauchen!” Ich bin stolz auf sie.
Morgen fahren wir zum Zeitfahren nach Portimao. Hoffentlich dürfen wir Rui dann im Teamwagen begleiten.
 
Behitos, Sansón
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alle Fotos und Copyright: Sabine Jacob

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Ausreißer-Tag an der Algarve: Sébastien Rosseler beschert RadioShack ersten Sieg

admin | 20. Februar 2010

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Foto und Copyright: Sabine Jacob

Autor: Felix Griep, www.liveradsport.ch

Tavira, 20.02.2010 – Die durch Ausstiege weniger gewordenen sprintambitionierten Mannschaften im Feld der Volta ao Algarve hatten auf der 4. Etappe nicht den unbedingten Willen, eine Massenankunft herbeizuführen, so dass sechs Ausreißer die ersten Plätze des Tagesklassements belegen konnten. Sieger wurde der Belgier Sébastien Rosseler, der für den ersten Renngewinn seines neu gegründeten Teams RadioShack sorgte. Für Alberto Contador (Astana) stellten die Davongefahrenen keine Gefahr dar, die Spitze der Gesamtwertung bleibt vor dem morgigen Zeitfahren unverändert.

Keukeleire, Hushovd und Haussler unter zahlreichen Aufgaben
Die Chancen für Ausreißer erhöhten sich mit der stetig wachsenden Liste ausgestiegener Fahrer. Nur noch 145 von 183 ursprünglich zur Algarve-Rundfahrt gestarteten Fahrern sollten das Ziel der 4. Etappe erreichen, die über 169 Kilometer von Vila Real Santo António nach Tavira verlief. Zu den Nichtstartern gehörte beispielsweise der junge Belgier Jens Keukeleire (Cofidis), der dieses Jahr mit guten Resultaten auf sich aufmerksam macht und vor zwei Tagen beim Sieg André Greipels (THR-Columbia) Platz vier holte. Die Doppelspitze des Cervélo TestTeams stieg nicht weit nach dem Etappenbeginn aus. Thor Hushovd fehlte bei seinem ersten Saisonrennen sowieso noch jegliche Form, der Norweger fuhr nur um die letzten Plätze mit, Heinrich Haussler entschied sich nach einem Sturz gestern heute nach rund 30 Kilometern für den Ausstieg. Die Fahrer, welche sich noch nicht verabschieden wollten, waren gut vier Stunden unter einem bedrohlich anmutenden Himmel unterwegs, wurden von Regen aber verschont.

Gruppe von kleiner RadioShack-Offensive nochmal durchgemischt
Nach 20 Kilometern hatte sich eine Gruppe gefunden, die versuchen wollte, aus dem langsamen Zerfallen der Sprinterriege ihren Nutzen zu ziehen. Das Sextett aus Mickael Delage (Omega Pharma-Lotto), Iljo Keisse (Quick Step), Preben Van Hecke (Topsport Vlaanderen), Frédéric Guesdon (Française des Jeux), Lars Boom (Rabobank) und Eduard Vorganov (Katusha) vermochte sich aber zunächst nicht wirklich weit abzusetzen, kam nie auch nur an eine Minute Vorsprung heran. Verantwortlich dafür waren nicht die Sprintermannschaften, sondern das Team RadioShack, das am Balurquinho, der ersten von zwei Bergwertungen des Tages, für Trubel sorgte und das Feld zeitweise teilte. Das Vorhaben, Alberto Contador in Gefahr zu bringen, der gestern vor den beiden RadioShack-Fahrern Tiago Machado und Levi Leipheimer die Königsetappe gewann, war jedoch nicht erfolgreich und so beruhigte sich das Geschehen bald wieder, bis sich eine neue Sechsergruppe absetzte, die zur Hälfte mit der vorherigen identisch war.

Feld uninteressiert – Rosseler machts als Solist
Mickael Delage, Iljo Keisse und Preben Van Hecke hatten sich an der Spitze behaupten können und bekamen nun Verstärkung durch Egoi Martinez (Euskaltel), Imanol Erviti (Caisse d’Epargne) und Sébastien Rosseler, der für RadioShack nun doch noch einen Erfolg holen sollte. Der Spanier Erviti war Bester der Ausreißer in der Gesamtwertung, lag mit 5:11 Minuten Rückstand zu Contador auf Platz 60. Da niemand ernsthaft Interesse an der Nachführarbeit hatte, machte Astana nur das Nötigste und senkte den maximal als 5:10 Minuten vermeldeten Rückstand bis auf ein für den Leader ungefährliches Maß. Die Mannschaft Contadors zeigte sich heute wieder souverän, sie war nur ein einziges Mal hilflos, und das noch vor dem Start. Einer der Astana-Teamwagen war im Schlamm stecken geblieben, musste von einem Traktor aus seiner matschigen Falle befreit werden. 15 Kilometer vor dem Ziel, als am Erfolg der Gruppe nicht mehr gezweifelt wurde, attackierte Rosseler und setzte sich rasch von seinen Fluchtgefährten ab, die sich in der Verfolgung nicht ganz einig zu sein schienen. Erst als Rosseler ein Loch von 45 Sekunden gerissen hatte, wurde hinter ihm konsequent gearbeitet. Allerdings begann dies zu spät, so dass Rosseler RadioShack den ersten Sieg der noch jungen Teamgeschichte bescherte. Dem Belgier folgten nach 20 Sekunden Delage, Erviti, Van Hecke und Martinez. Der sechste Mann, Bahnspezialist Iljo Keisse, war noch weit zurückgefallen, rettet sich nur wenige Sekunden vor dem Feld ins Ziel, das nach drei Minuten von André Greipel angeführt wurde.

Sonderwertungen entschieden – Contador vor Zeitfahren Favorit
Beim morgigen Abschlusszeitfahren steht nur noch die Entscheidung um den Gesamtsieg der Algarve-Rundfahrt aus, auch wenn niemand wirklich daran glauben mag, dass sich Alberto Contador den neuerlichen Gewinn noch nehmen lassen wird. Seine größten Konkurrenten sind nach wie vor Tiago Machado und Levi Leipheimer, die RadioShack-Fahrer müssten aber 15 bzw. 28 Sekunden auf den Tour de France Sieger aufholen, um nach auf Platz eins zu kommen. Der wahrscheinliche Sieg in der Mannschaftswertung wird da nur ein kleiner Trost sein. Während gesamt zumindest noch alles möglich ist, sind andere Wertungen bereits entschieden. Jérôme Baugnies, der an den ersten beiden Tage zu Fluchtgruppen gehörte, verdiente sich das Bergtrikot, sein belgischer Landsmann und Teamkollege von Topsport Vlaanderen Thomas De Gendt ist bester Fahrer der Zwischensprints. Die Punktewertung gewinnt André Greipel, der diese klar anführt.

Das sonntägliche Zeitfahren weist eine Länge von 17,2 Kilometern mit geringem topografischen Anspruch auf, verläuft in unmittelbarer Küstennähe von Lagoa nach Portimão.

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Alberto Contador gewinnt Königsetappe der Algarve-Rundfahrt und trägt wieder Gelb

admin | 19. Februar 2010

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Autor: Felix Griep, www.liveradsport.ch


Loulé, 19.02.2010 – Im Finale der 1. Etappe hatte Alberto Contador (Astana) bereits kurz angedeutet, dass seine Form stimmt, was er auf der schwersten Etappe der Volta ao Algarve eindrucksvoll bewies. Der Spanier, 2009 Sieger der portugiesischen Rundfahrt, gewann die kleine Bergankunft am Alto do Malhão vor den Radioshack-Fahrern Tiago Machado und Levi Leipheimer und führt nun mit 15 Sekunden Vorsprung die Gesamtwertung an, wofür er sich morgen das Gelbe Trikot überstreifen darf.

Königsetappe bei guten Verhältnissen
Auf der 3. Etappe wurde der erste Schlagabtausch der Fahrer erwartet, die sich den Gewinn der Algarve-Rundfahrt oder zumindest ein Topresultat vorgenommen hatten. Das Wetter war zu diesem Anlass deutlich besser als auf der gestrigen Etappe, es blieb trocken und die Sonne ließ sich sogar häufiger blicken. Die Strecke musste wegen durch die gestrigen Regenmassen unbefahrbar gemachter Straßen leicht geändert werden und verlängerte sich um sieben auf 180,7 Kilometer. Unverändert blieb die Ankunft am Alto do Malhão, die zwar nur 2,7 Kilometer lang aber mit 250 Höhenmetern im Schnitt stolze 9,3% steil ist.

Sieben Ausreißer früh eingeholt
Nach wenigen Kilometern wurde das Rennen mit einem Schreckmoment geöffnet, als drei Fahrer zu Boden gingen. Den Belgier Gert Steegmans (RadioShack) schien es am heftigsten erwischt zu haben, er stieß mit einem parkenden Auto zusammen und fiel auf den Kopf, wobei er seinen Helm verlor. Von schwereren Verletzungen blieb er aber glücklicherweise ebenso verschont wie Manuel Cardoso (Footon-Servetto) und Sandy Casar (Française des Jeux). Danach fand sich eine Gruppe aus sieben Fahrern, die vom Feld aber nur maximal etwas mehr als drei Minuten ziehen gelassen wurde. Besonders froh, zur Spitzengruppe zu gehören, zeigte sich der Belgier Thomas De Gendt (Topsport Mercator), der alle Zwischensprints und die beiden ersten Bergwertungen gewann. Wouter Weylandt (Quick Step), Edward King (Cervélo TestTeam), Bruno Saraiva (CC Loulé), Pieter Ghyllebert (An Post Sean Kelly Team) sowie Gonzalo Rabuñal und Nelson Oliveira (beide Xacobeo Galicia) ließen De Gendt gewähren. Erfolge konnte sie so am Ende des Tages keine vorweisen, denn circa 40 Kilometer vor dem Ziel fielen sie einer nach dem anderen ins Feld zurück. Oliveira konnte noch die letzte Bergprämie vor der Zielankunft einstreichen, bevor alles wieder zusammen war.

Astana-Star gibt sich keine Blöße
Den Rest des Rennens kontrollierte das Astana-Team, das schon von Beginn an alles auf einen Angriff seines Kapitäns Alberto Contador ausgerichtet hatte. Die Mannschaft des Tour-Siegers ließ nichts anbrennen, verhinderte weitere Attacken aus dem Feld, bis im Schlussanstieg das Vorhaben planmäßig zu Ende gebracht wurde. Neuverpflichtung David De La Fuente jagte mit seinem Kapitän in den Berg hinein, so dass schon nach wenigen Metern niemand mehr folgen konnte. Contador setzte die Fahrt dann alleine fort bis ins Ziel, welches er elf Sekunden vor dem Portugiesen Tiago Machado erreichte, der den Anschluss an den Spanier einfach nicht mehr erreichen konnte. Mit doppeltem Rückstand folgte Levi Leipheimer, wie Machado ein Fahrer des kollektiv starken, aber Contador unterlegenen RadioShack-Teams. In weiteren Sekundenabständen trudelten erst die beiden Columbia-Profis Peter Velits und Tejay Van Garderen, kurz dahinter unter anderem auch Samuel Sanchez (Euskaltel-Euskadi), Luis Leon Sanchez (Caisse d’Epargne) und Andreas Klöden (RadioShack) im Ziel ein.

Contadors Sieg schon sicher?
Inklusive Zeitgutschriften kommt Contador in der Gesamtwertung auf 15 Sekunden Vorsprung gegenüber Machado, der zwar Hoffnungen auf den ersten portugiesischen Sieger an der Algarve seit Joao Cabreira 2006 aufkommen lässt, aber angesichts der starken Vorstellung Contadors schon nur noch Außenseiter ist. Dass Contador sich seinen zweiten Algarve-Triumph in Folge nehmen lässt, ist kaum vorstellbar. Vor einem Jahr kam er hinter Antonio Colom als Zweiter auf dem Alto do Malhão an, distanzierte diesen dann aber wie alle anderen im noch folgenden Zeitfahren. RadioShack könnte höchstens versuchen, morgen auf der einzigen noch verbleibenden regulären Etappe mit Machado, Leipheimer (Gesamtdritter, 28 Sekunden zurück) und Klöden (Neunter, 43 Sekunden) den neuen Mann in Gelb anzugreifen, was angesichts des nicht allzu harten Profils aber schwer werden dürfte. Im Kampf gegen die Uhr am Sonntag gilt Contador wieder als Favorit, sowohl auf den Tages- als auch den erneuten Gesamtsieg.

Die 4. Etappe ist morgen wieder eher auf die Sprinter zugeschnitten, so dass Contador seine Führung bis ins Zeitfahren am Sonntag behalten sollte, wo er sie dann verteidigen muss.

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Kein “vitória para Vitoria!” an der Algarve – Greipel verhindert ersten Schweizer Saisonsieg

admin | 18. Februar 2010

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Foto und Copyright: Sabine Jacob

Autor: Felix Griep, www.liveradsport.ch

Lagos, 18.02.2010 – Radsport kann so grausam sein. Da kämpfte sich David Vitoria (Footon-Servetto) fast 200 Kilometer erst in einer Spitzengruppe und später als Solist durch miserabelstes Wetter, wurde aber 200 Meter vor dem Ziel eingeholt. Statt dem ersten Schweizer Sieg des Jahres gab es so auf der 2. Etappe der Volta ao Algarve den sechsten für André Greipel (HTC-Columbia). Der deutsche Topsprinter übernahm damit auch das Gelbe Trikot als Führender der portugiesischen Rundfahrt.

Mieses Wetter im Ferienparadies
Für Urlauber ist die Algarve, Portugals Südküste, ein beliebtes Reiseziel. Zur aktuellen Jahreszeit zeigt sich das Wetter dort aber auch von seiner ekligsten Seite. Die 182 Fahrer der Volta ao Algarve mussten im Laufe des Donnerstags starken Regen, Kälte und heftige Winde über sich ergehen lassen. Dass zudem auch noch die mit 207,5 Kilometern längste der fünf Etappen auf dem Programm stand, machte die Sache nicht angenehmer. Einige Fahrer um Olympiasieger Samuel Sanchez (Euskaltel-Euskadi) und Vertreter von Caisse d’Epargne erbaten bei der Rennleitung eine Verkürzung der Etappe, was angesichts der Nähe von Startort Vila do Bispo und Zielort Lagos auch machbar gewesen wäre. Doch die Jury entschied sich dagegen und schickte das Feld auf eine mehr als sechsstündige Fahrt.

Fünfergruppe mit Träger des Bergtrikots und einem Schweizer
Trotz der widrigen Wetterbedingungen bot sich ein spannendes Rennen, welches in einem dramatischen Finale gipfelte. Hauptdarsteller war der 25-jährige Schweizer David Vitoria (Footon-Servetto), der sich bei Kilometer 19 mit vier weiteren Unerschrockenen auf die Flucht begab und hoffte, dass das Feld bei diesen Umständen die Verfolgung vielleicht nicht mit voller Kraft angehen würde und sich daraus eine Gelegenheit für ein Durchkommen ergeben würde. Mit Jeremy Hunt (Cervélo TestTeam), Michal Golas (Vacansoleil), Julien Fouchard (Cofidis) und Jérôme Baugnies (Topsport Vlaanderen) kam das Quintett bis auf einen Vorsprung von zwölf Minuten, der nach der Hälfte der Distanz erreicht war. Baugnies hatte sich für die Teilnahme an dem Ausreißversuch entschieden, um sein gestern auf dieselbe Art erobertes Bergtrikot verteidigen zu können. Mit Siegen an den ersten drei der insgesamt vier ausgeschriebenen Bergprämien der sehr hügeligen Etappe gelang dies dem Belgier auch. Vitoria hatte sich dazwischen einen Zwischensprint gesichert, der von weniger Bedeutung war. Gut 70 Kilometer vor dem Ziel verlor Baugnies aber aber ebenso den Anschluss wie der Pole Golas, so dass Vitoria, Hunt und Fouchard das Rennen gegen das Feld mit noch zehn Minuten Guthaben zu dritt fortsetzen mussten.

Nach Ausscheidungsfahren verbleibt nur Vitoria an der Spitze – bis kurz vor dem Ziel
Française des Jeux für den Sieger der 1. Etappe und Träger des Gelben Trikots Benoît Vaugrenard sowie Astana für Vorjahressieger Alberto Contador begannen die Aufholjagd, die zunächst noch recht gemächlich begann. Bei noch 30 Kilometern, als Hunt wegen eines Defektes aus der Spitze zurückfiel, lag das Feld noch 6:30 Minuten zurück und nährte die Hoffnungen der beiden vorne verbliebenen Fahrer. Nicht viel später war Vitoria alleine unterwegs, auch der Franzose Fouchard musste die Segel streichen. Im kleiner werdenden Hauptfeld führten jetzt Astana und Euskaltel immer zielstrebiger nach, was sich im Vorsprung Vitorias widerspiegelte. 15 Kilometer vor Schluss waren es noch 2:30 Minuten. Der wackere Eidgenosse kämpfte aber vorbildlich gegen die Bedrohung von hinten und ging mit noch gut einer Minute Vorsprung auf die letzten zweitausend Meter, an deren Ende jedoch eine für ihn fatale Steigung wartete. Sie war nicht allzu hart, reichte aber, um Vitorias Abenteuer nach 188 Kilometern zu beenden. Er brach auf dem letzten Kilometer total ein und musste 200 Meter vor der Ziellinie ansehen wie das Feld an ihm vorbeiflog. Vitoria, der 2006 den Schritt ins Profigeschäft bei Phonak machte, gewann im letzten Jahr noch für Rock Racing zwei Etappen der Vuelta Mexico, die er als Gesamtdritter beendete. In der Algarve konnte er seinen Namen leider nicht in die Tat umsetzen – “vitória” ist das portugiesische Wort für Sieg.

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Foto und Copyright: Sabine Jacob

Greipel sprintet davon, zum Etappensieg und ins Gelbe Trikot
47 Fahrer sprinteten in Lagos um den Sieg, der Rest kassierte Rückstände von einer halben Minute bis zu einer halben Stunde. André Greipel (HTC-Columbia), gestern Erster des Feldes hinter den auf dem letzten Kilometer davongesprungenen Vaugrenard und Joan Horrach (Team Katusha), sprintete diesmal selbst der Masse davon, als wollte er angreifen. Nur Jurgen Roelands (Omega Pharma-Lotto) konnte das Hinterrad des Deutschen halten, kam aber auch nicht mehr an ihm vorbei, womit Greipel Saisonsieg Nummer sechs errang. Samuel Sanchez vom im Finale stark an der Einholung Vitorias beteiligten Euskaltel-Team, kam vier Sekunden nach dem Duo als Dritter ins Ziel, der junge belgische Neoprofi Jens Keukeleire (Cofidis) führte das Hauptfeld mit sechs Sekunden Rückstand an, worin sich auch Contador und die beiden RadioShack-Kapitäne Levi Leipheimer und Andreas Klöden befanden. Vitoria belegte mit 54 Sekunden Rückstand völlig ausgepowert Platz 69. Greipel kommt nun wie schon bei der Tour Down Under in den Genuss, das Führungstrikot der Algarve-Rundfahrt überzustreifen. Durch die gewonnene Zeit seines starken Sprints liegt er jetzt fünf Sekunden vor Vaugrenard, acht vor Roelandts, zwölf vor Horrach, 14 vor Sanchez und 20 vor der großen Gruppe mit den weiteren Favoriten.

Morgen wird Greipel das Gelbe Trikot aller Voraussicht nach aber schon wieder abgeben müssen. Die 3. Etappe endet wie schon im letzten Jahr in Loulé auf dem Alto do Malhão, der auf den letzten 2,7 Kilometern 250 Höhenmeter überwindet. Wer die Algarve-Rundfahrt gewinnen will, der muss hier ganz weit vorne mit dabei sein.

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Benoît Vaugrenard überrumpelt Sprinter zum Auftakt der Algarve-Rundfahrt

admin | 17. Februar 2010

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Foto und Copyright: Sabine Jacob

Autor: Felix Griep, www.liveradsport.ch

 Albufeira, 17.02.2010 – Die Volta ao Algarve, das erste Rennen des Jahres in Portugal, begann mit einem Paukenschlag. Der Franzose Benoît Vaugrenard (Française des Jeux) vermieste den Sprintspezialisten mit einem Angriff nach der Flamme Rouge den Auftakt in die fünftägige Rundfahrt. Vaugrenard holte den Sieg wenige Sekunden vor dem ebenfalls attackierenden Joan Horrach (Katusha) und dem Feld, welches André Greipel (HTC-Columbia) anführte.

Fünf Tage in Portugal mit allerlei Prominenz
Zum 36. Mal findet in der Algarve, der südlichsten Region Portugals, eine Rundfahrt statt, die einigen Fahrern als Einstieg in die Saison dient. Besondere Aufmerksamkeit wird natürlich Alberto Contador (Astana) zuteil, der 2009 nicht nur die Tour de France gewann, sondern auch in der Algarve als Vorjahressieger an den Start geht. Für das Team Quick Step nimmt zudem der letztjährige Zweite Sylvain Chavanel teil. Für das Team RadioShack bestreiten Andreas Klöden und Levi Leipheimer ihr erstes Rennen und Euskaltel-Euskadi kommt mit Olympiasieger Samuel Sanchez. Auch das Aufgebot an Sprintern bietet mit André Greipel (HTC-Columbia), Robbie McEwen (Katusha), Thor Hushovd (Cervélo TestTeam) oder dessen im letzten Jahr auf zwei Etappen siegreichen Teamkollegen Heinrich Haussler einige Hochkaräter.

Ausreißergruppe hat keine Chance gegen HTC-Columbia…
Eine Vierergruppe mit drei Portugiesen bestimmte die längste Zeit des Tages das Renngeschehen, hatte sich auf den 157,5 Kilometern vom Estádio Algarve in Faro nach Albufeira beinahe zehn Minuten absetzen können. Neben Hugo Sabido (Rota dos Moveis), Pedro Lopes (CC Loulé) und Luis Pinheiro (Madeinox-Boavista) fuhr der Belgier Jérôme Baugnies (Topsport Vlaanderen) in der Spitze und holte sich mit Siegen an zwei kleinen Anstiegen die Führung in der Bergwertung. Doch trotz des zwischenzeitlich hohen Vorsprungs gab es für die Ausreißer keine Aussicht mehr auf Erfolg, als Greipels Team HTC-Columbia die Verfolgung mit aller Härte anging. Der Rückstand sank so rasch, dass Lopes schon 17 Kilometer vor Ende angriff und im Alleingang versuchte vorne zu bleiben, was ihm nur noch weitere dreitausend Meter gelang.

… aber Solist Vaugrenard lässt Sprinter alt aussehen
Man erwartete nun einen Massensprint, zu dem es allerdings nicht kommen sollte. An der letzten kleinen Steigung, eineinhalb Kilometer vor dem Ziel, befand sich plötzlich Alberto Contador ein Stück vor dem Feld, der Spanier hatte es einmal mit einer kleinen Attacke versucht. Als diese Situation entschärft war, kehrte Ruhe ins Feld ein, was zwei weitere Angreifer zu ihrem Vorteil zu nutzen wussten. Bei noch 700 Metern attackierte auf der abfallenden Straße zuerst Joan Horrach (Katusha), wurde dann aber von Benoît Vaugrenard (Française des Jeux) überholt, der sich einen Sieg schnappte, den die Sprinterteams schon für sichere Beute gehalten hatten. Der französische Tagessieger erreichte das Ziel drei Sekunden vor Horrach, der wie schon bei der {15726,Trofeo Deià} vor exakt einer Woche seinen ersten Sieg seit vier Jahren knapp verpasste. Das Feld folgte nach fünf Sekunden, angeführt von André Greipel, der die große Möglichkeit seines sechsten Saisonsieges verpasste. Heinrich Haussler, der 2009 bei der Eröffnungs- und Abschlussetappe siegte, kam auf den achten Platz, Hushovd und McEwen hatten im Finale den Anschluss verloren.

Die morgige 2. Etappe ist ein wenig hügeliger als die heutige, kann aber zur zweiten Chance der Sprinter werden. Die entscheidenden Tage für die Gesamtwertung sind der Freitag mit einer Ankunft am Ende einer Steigung und der finale Sonntag, der ein Zeitfahren bereit hält

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Zweiter deutscher Sieg auf Mallorca: André Greipel gewinnt Trofeo Magaluf – Palmanova

admin | 12. Februar 2010

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Foto und Copyright: Sabine Jacob

Autor: Felix Griep, www.liveradsport.ch

Palmanova, 11.02.2009 – Unter dem Zehn-Kilometer-Banner jagte André Greipel mit seinem Columbia-Teamkollegen noch dem Feld hinterher, die Ziellinie überquerte der deutsche Topsprinter aber als Erster. Mit der Trofeo Magaluf-Palmanova und dem zweiten deutschen Sieg endete heute die Mallorca Challenge. Der Spanier Koldo Fernandez (Euskaltel) und der Portugiese Manuel Cardoso (Footon-Servetto) waren chancenlos gegen Greipel, der seinen fünften Saisonsieg bejubelte.

Hügeliges Auf und Ab schreckt einige Sprinter nicht
Es war regelrecht gutes Wetter am letzten Tag der Mallorca Challenge 2010. Im Westen der Insel herrschten bei der Trofeo Magaluf-Palmanova, ausgetragen zwischen den beiden namensgebenden Orten, die direkt nebeneinander liegen, im Vergleich zu den Vortagen angenehme acht Grad und ab und an zeigten sich ein paar Lücken in der Wolkendecke. Auf 158,5 Kilometern ging es noch einmal recht hügelig zu, fünf Bergwertungen summierten sich auf rund 1800 Höhenmeter. Obwohl einige Sprinter im Verlauf des Rennens abgehängt wurden (z.B. Robbie McEwen) und es andere gar nicht ins Ziel schafften (z.B. Oscar Freire), kam es am Ende doch zu einer Sprintankunft. So wie vor einem Jahr, als Gerald Ciolek das damals noch Trofeo Calvia genannte Rennen gewann.

Footon-Fahrer Capelli und Brändle mit Solo-Versuchen
Für die erste nennenswerte Aktion der letzten Trofeo sorgte der Italiener Ermanno Capelli (Footon-Servetto), der nach wenigen Minuten die Flucht antrat. Diese hielt er als Solist auch einige Zeit durch und kam nach gut 30 Kilometern mit zwei Minuten Vorsprung über den Coll de sa Gramola. Auch die erste Überfahrt über den zwei Mal im Streckenverlauf eingebauten Coll de Claret nahm Capelli alleine vor, wurde erst bei Kilometer 72 von einer Verfolgergruppe eingeholt, zu welcher unter anderem Jens Voigt (Saxo Bank) gehörte. Bis zum Fuß des Coll de Sóller, der vor zwei Tagen bereits bei der Trofeo Inca gefahren wurde, fand sich das Feld aber wieder zusammen. Bergauf versuchte es erneut ein Footon-Fahrer auf eigene Faust. Der Österreicher Matthias Brändle hatte auf dem Gipfel mehr als eine halbe Minute Vorsprung, verlor aber ein paar Sekunden, als er gleich in der ersten Kurve der Abfahrt leicht stürzte. Eine Gruppe mit seinen Landsleuten Markus Eibegger (Footon-Servetto) und Thomas Rohregger (Team Milram) und wiederum Voigt schloss bald zu ihm auf, der Rest des verbliebenen Feldes nach 110 Kilometern ebenfalls.

Weitere Ausreißversuche ohne Erfolg, Greipel mit Defekt zur Unzeit
Beim Wiedersehen mit dem Coll de Claret setzten sich der Däne André Steensen (Saxo Bank) und der Belgier Jan Bakelandts (Omega Pharma-Lotto) ab und kamen schnell auf gute 20 Sekunden Vorsprung, hatten aber gegen das von Sprinterteams wie Katusha und Columbia angeführt Feld keine Chance. 15 Kilometer vor dem Ziel, am Coll des Tords, sprangen Vize-Weltmeister Alexandre Kolobnev (Saxo Bank), Nick Nuyens (Rabobank) und der für die spanische Nationalmannschaft fahrende Antonio Tauler davon. Im Feld war plötzlich die Aufregung groß, als André Greipel, bei einer erwarteten Sprintankunft der Topfavorit, einen Defekt erlitt und mit seinen Teamkameraden um den Anschluss kämpfen musste. Nachdem dies gelungen war, gab es nur noch einen gefährlichen Vorstoß vom gestrigen Zweiten Joan Horrach (Katusha) und seinen spanischen Landsmännern Luis Leon Sanchez (Caisse d’Epargne) und Daniel Moreno (Omega Pharma-Lotto), denen Columbia Maxime Monfort als Aufpasser mitschickte.

Greipel schon bei 25% seiner Siege von 2009
Die Sprintankunft war eine klare Sache für André Greipel, der sich mit einer Radlänge vor Koldo Fernandez (Euskaltel-Euskadi) und Manuel Cardoso (Footon-Servetto) durchsetzte. Nach dem für ihn schlechten 14. Platz bei der Trofeo Palma und Rang zwei hinter Oscar Freire bei der Trofeo Cala Millor schloss Greipel seinen Mallorca-Auftritt doch noch mit einem Sieg ab. Es war der fünfte dieser Saison, womit er erfolgreichster Fahrer des Jahres bleibt und auf dem besten Wege ist, seine Marke von 20 Siegen aus 2009 wieder anzuvisieren. Das Abschneiden der Deutschen in Palmanova ließ sich allgemein wieder sehen. Fabian Wegmann (Team Milram) als Sechster und Andreas Schillinger (Team NetApp) als Achter kamen unter die ersten Zehn, welche Christian Knees (Team Milram) und Jens Voigt nur knapp verpassten. An den fünf Tagen auf der Balearen-Insel schafften die Deutschen insgesamt tolle zehn Top10-Platzierungen, darunter zwei Siege durch Linus Gerdemann und André Greipel.

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