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Sagan feiert 3. Etappensieg bei der Vuelta – Rot bleibt bei Cobo, Grün wechselt zu Mollema

admin | 2. Oktober 2011
Foto: Sabine Jacob

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Autor: Felix Griep, www.live-radsport.ch

Madrid, 11.09.2011 – Wegen seines geringen Vorsprungs konnte sich Juan José Cobo (Geox-TMC) erst sicher sein, als er die Ziellinie in Madrid überquert hatte. Der 30-Jährige Spanier musste auf der letzten Etappe aber keine Angriffe mehr abwehren, blieb von Defekten verschont und ist somit Gesamtsieger der 66. Vuelta a España. Peter Sagan (Liquigas) bewies mit seinem dritten Etappensieg seine Sprintstärke, die er auf jedem Terrain ausspielen kann. Ein Gewinner des Tages war auch Bauke Mollema (Rabobank), der sich den Sieg in der Punktewertung holte.

Foto: Sabine Jacob

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Sagan weist Bennati und Petacchi in die Schranken
Der letzte Tag der Spanien-Rundfahrt begann mit einer ruhigen neutralisierten Fahrt über die frühere Formel-1-Rennstrecke Circuito del Jarama und verlief dann nicht viel schneller in Richtung Madrid. Das erste Drittel der 95,6 Kilometer kurzen 21. Etappe war die gewohnte Bummelfahrt, bevor auf dem Rundkurs in der Hauptstadt zahlreiche Attacken begannen. Deren Folge war eine Ausreißergruppe mit Joan Horrach (Katusha), Alberto Benitez (Andalucia-Caja Granada) und Damiano Caruso (Liquigas), welche die Sprintermannschaften beschäftigte. Das Trio sorgte dafür, dass die beiden Sprintwertungen ohne jede Bedeutung für die Klassemente blieben. Knapp eine Minute Maximalrückstand holten Lampre, Leopard Trek und Saxo Bank bis zu Beginn der vorletzten Runde auf, wo zehn Kilometer vor dem Ende Horrach als Letzter eingeholt wurde. Das hohe Tempo sorgte dafür, dass niemand mehr den erwarteten Sprint verhindern konnte. Dieser wurde von Koen De Kort (Skil-Shimano) eröffnet, der recht früh antrat. Auf der entgegengesetzten Seite griff Alessandro Petacchi (Lampre) an, der Daniele Bennati (Leopard) an seinem Hinterrad hatte. Der bisher erfolglose Petacchi sprintete auf ziemlich schräger Linie, Bennati kam aber noch um ihn herum und brachte sein Rad wenige Zentimeter eher ins Ziel. Von hinten hatte jedoch Peter Sagan (Liquigas) mit der deutlich höchsten Endgeschwindigkeit beide Italiener locker überspurtet. So feierte der slowakische Meister seinen dritten Sieg nach dem Coup von Liquigas auf der 6. Etappe und dem Hügelsprint auf der 12. Etappe. John Degenkolb (HTC-Highroad), bei Sagans zweitem Sieg knapp geschlagen, fuhr mit einem deutlichen Loch nach vorne auf den vierten Platz.

Foto: Sabine Jacob

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Cobo zittert sich souverän zum Gesamtsieg
Mit seinem Sieg am Angliru hatte Juan José Cobo (Geox-TMC) auf der 15. Etappe das Rote Trikot übernommen. Seitdem musste er gegen den starken Christopher Froome (Sky) einen kleinen Vorsprung verteidigen, der zuletzt noch 13 Sekunden betrug. Doch Froome musste sich mit dem drittkleinsten Rückstand in der Vuelta-Geschichte geschlagen geben, weil Cobo alle seine Angriffe sofort konterte. So versuchte Froome heute gar nicht mehr, den Leader zu attackieren und gönnte den Überraschungssieger seine verdiente Triumphfahrt. Dass Cobo ein guter Bergfahrer ist war bekannt, aber mit nur einem 20. Platz bei der Tour de France 2007 und Rang zehn bei der Vuelta 2009 gehörte er im Vorfeld keinesfalls zum Kreis der Topfavoriten. Froomes Teamkollege Bradley Wiggins brachte Rang drei ins Ziel, an der Spitze der Gesamtwertung gab es keine Veränderungen mehr.

Foto: Sabine Jacob

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Mollema punktet noch, Moncoutié will zurückkehren
Besonders viele Topsprinter waren nicht mehr im Rennen, so dass Bauke Mollema (Rabobank) auf den neunten Etappenplatz fahren konnte. Der Einsatz des Niederländers zahlte sich aus, denn er verdrängte damit Joaquin Rodriguez (Katusha) von Platz eins der Punktewertung. Rodriguez begnügte sich mit seinen zwei Etappensiegen und versuchte gar nicht erst, das Grüne Trikot zu verteidigen, das nun der Gesamtvierte Mollema mit nach Hause nimmt. Die Entscheidung um das Bergtrikot war dagegen schon gestern gefallen, David Moncoutié (Cofidis) gewinnt es zum vierten Mal in Folge. Der 36-jährige Franzose hat bereits angekündigt, im nächsten Jahr wiederkommen zu wollen, um mit einem weiteren Erfolg zu José Luis Laguía aufzuschließen, der in den 80er Jahren fünfmal Bergkönig in Spanien war und damit Rekordhalter ist. Die Kombinationswertung nimmt Cobo mit, sein Geox-TMC-Team gewinnt zudem überlegen die Mannschaftswertung.

Adrian Palomares, Foto: Sabine Jacob

Adrian Palomares, Foto: Sabine Jacob

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Bennati konkurrenzlos im Sprint auf vorletzer Etappe der Vuelta

admin |

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Foto: Sabine Jacob

Autor: Felix Griep, www.live-radsport.ch

Vitoria, 10.09.2011 – Mit einer cleveren Taktik hat Leopard Trek Daniele Bennati auf der 20. Etappe der Spanien-Rundfahrt zum Sieg geführt. Der Italiener gewann den Sprint eines auf etwa die Hälfte und um viele endschnelle Fahrer reduzierten Feldes vor Enrico Gasparotto (Astana). In der Gesamtwertung gab es abermals keine Veränderungen, Juan José Cobo (Geox-TMC) behält 13 Sekunden Vorsprung auf Christopher Froome (Sky). David Moncoutié (Cofidis) hat nun das Bergtrikot zum vierten Mal in Folge sicher, in der Punktewertung gibt es dagegen einen Gleichstand an der Spitze.

Aus riesiger Ausreißergruppe wird Solist Barredo
Vier kategorisierte Anstiege umfasste die 20. Etappe der Vuelta a España, die über 185 Kilometer durch das Baskenland von Bilbao nach Vitoria führte. Doch weder in der Berg-, noch in der Gesamtwertung gab es dadurch noch Veränderungen. Unweit des ersten Zwischensprintes bei Kilometer 41 hatte sich eine große Gruppe von 27 Fahrern abgesetzt, so dass die Zeitbonifikationen für Christopher Froome (Sky) außer Reichweite waren. Mit 13 Sekunden Rückstand auf Juan José Cobo (Geox-TMC) startete er und konnte daran nichts ändern, auch wenn er es später zumindest noch versuchte. Da sich Matteo Montaguti (Ag2r) nicht in der Gruppe befand, war David Moncoutié (Cofidis) ein glücklicher Mann. Er konnte einen ruhigen Tag verleben und wird morgen in Madrid zum vierten Mal in Folge zum Sieger der Bergwertung gekrönt. Die enorm große Spitzengruppe hatte maximal vier Minuten Vorsprung, RadioShack und Omega Pharma-Lotto organsierten aber eine Verfolgung. Zum Beginn des Puerto de Urkiola, dem schwersten und letzten Berg der Etappe, war der Abstand auf 35 Sekunden geschrumpft. Die Attacken an der Spitze waren unvermeidlich, Carlos Barredo (Rabobank) wurde zum Solisten und überquerte die Bergwertung, an der er noch 46,4 flache Kilometer vor sich hatte, mit 1:44 Minute Vorsprung auf das Hauptfeld.

Cobo lässt sich nicht von Froome überrumpeln
Zwischen Barredo und dem Feld, das sich auf etwa 70 Fahrer verkleinert hatte, lag noch eine siebenköpfige Gruppe mit den ehemaligen Ausreißern Damiano Caruso (Liquigas), Nicolas Roche (Ag2r), Amets Txurruka (Euskaltel), Robert Kiserlovski (Astana), Steven Kruijswijk (Rabobank), Christophe Le Mevel (Garmin-Cervélo) und Luis Angel Mate (Cofidis), der nach der einzigen Attacke im Feld aufgeschlossen hatte. 30 Kilometer vor dem Ziel wurden sie eingeholt, denn Leopard Trek war auf Barredo-Jagd. Leopards Daniele Bennati war fast der einzige Sprinter im Feld, was durch eine gute Taktik möglich wurde. Der Italiener hatte sich der großen Gruppe angeschlossen und wurde dadurch am Puerto de Urkiola vom Feld eingeholt, als die meisten anderen spurstarken Fahrer schon längst abgehängt waren. An der 20-Kilometer-Marke gab es ein kleines Intermezzo im Kampf um Rot. Froome attackierte, doch Cobo wich nicht von seinem Hinterrad, woraufhin der Brite seinen Angriff abblies. Er galt wohl dem zweiten Zwischensprint, den die Jury während des Rennens verlegt hatte und der nun 16,5 Kilometer vor dem Ziel lag. Barredo kam dort als Erster durch, dahinter Carlos Sastre (Geox-TMC), der sich nach der Froome-Attacke abgesetzt hatte, und als Dritter Bradley Wiggins (Sky).

Leopard Trek führt Bennati zum Etappensieg
Sastre träumte davon, in den Club jener Fahrer einzutreten, die Etappen bei allen drei großen Landesrundfahrten gewannen. Er holte Barredo ein und fand sich, als dieser seiner langen Flucht Tribut zollen musste, acht Kilometer vor Schluss alleine vorne. Leopard Trek stellte, mit Unterstützung von Astana, Sastre zu Beginn der letzten drei Kilometer und brachte Bennati in Position. Dem Club, zu dem Sastre der Zutritt verweigert wurde, gehörte Bennati schon länger an, bei der Vuelta feierte er seinen insgesamt fünften Sieg. Zwei bei der Tour de France und drei beim Giro d’Italia hat er darüber hinaus vorzuweisen. Astanas Enrico Gasparotto und Damiano Caruso (Liquigas) ließ er souverän hinter sich. Bauke Mollema (Rabobank) wurde Neunter und war damit zwei Plätze besser als Joaquin Rodriguez (Katusha), was tatsächlich von großerBedeutung war. Der Niederländer ist in der Punktewertung nun gleichauf mit dem Spanier, der aber das Grüne Trikot behält, weil er zwei Etappensiege vorweisen kann. Die beiden Bergfahrer werden den Sieg in dieser Sonderwertung morgen unter sich ausmachen.

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Igor Anton feiert Heimsieg bei der Vuelta-Rückkehr ins Baskenland

admin | 10. September 2011
Foto: Sabine Jacob

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Autor: Felix Griep, www.live-radsport.ch

Bilbao, 09.09.2011 – In seiner Heimat hat sich Igor Anton nach einer bisher verkorksten Vuelta rehabilitieren können. Der Euskaltel-Fahrer sorgte auf der 19. Etappe der Spanien-Rundfahrt, die erstmals seit 33 Jahren wieder ins Baskenland kam, für einen umjubelten Heimsieg. Der Versuch von Christopher Froome (Sky), Juan Jose Cobo (Geox-TMC) das Rote Trikot mit einer Attacke am letzten Berg zu entreißen, gelang nicht, der Spanier bleibt mit 13 Sekunden Vorsprung der Führende und ist dem Gesamtsieg einen großen Schritt näher gekommen.

Anton grüßt von der Spitze bei der Rückkehr ins Baskenland
33 Jahre war es her, dass die Vuelta a España zum letzten Mal durch das Baskenland führte. Proteste hatten damals zur Absage einer Etappe geführt, weshalb man sich lange Zeit nicht zurück in die Region traute. Der erste Vuelta-Fahrer, dessen Rad baskischen Boden erreichte, war ausgerechnet Igor Anton vom dort heimischen Team Euskaltel. Nach 59,5 der 158,5 Kilometer der 19. Etappe führt er eine vierköpfige Spitzengruppe mit seinem Teamkollegen Gorka Verdugo, Marzio Bruseghin (Movistar) und Alexsandr Daychenko (Astana) über den Puerto de Las Muñecas, der die Grenze zwischen Kantabrien und dem Baskenland markierte. Das Quartett hatte sich an einem vorherigen Anstieg abgesetzt, nachdem Sky das Feld die ersten zwanzig Kilometer zusammengehalten hatte. Das taten sie allerdings umsonst, denn Christopher Froome konnte am ersten Zwischensprint keine Zeitbonifikation abstauben. Joaquin Rodriguez (Katusha) gewann diesen Sprint, was ihm am Ende reichen sollte, um die Führung in der Punktewertung ganz knapp vor Bauke Mollema (Rabobank) zu verteidigen. Das Feld hatte maximal gut sechs Minuten Rückstand, verringerte diesen aber allmählich, als die 50 letzten Kilometer näher rückten, auf denen der Alto De Vivero, ein Berg der 2. Kategorie, zweimal befahren werden musste.

Solosieg in der Heimat für Anton – Bruseghin Zweiter
Thomas Löfkvist (Sky) schlug über den Vivero hinweg im Feld ein hohes Tempo an, womit er es bereits auf rund 30 Fahrer verkleinerte, Angriffe ließen aber auf sich warten, da es noch zu weit bis ins Ziel war. Danach ging es wieder zurück nach Bilbao, wo die zweite Sprintwertung und eine Zielpassage anstanden. Der Abstand zwischen der Hauptgruppe und den Ausreißern war auf eineinhalb Minuten geschrumpft. Dyachenko wurde vorne als Erster abgehängt, dann folgte Verdugo kurz bevor es abermals den Vivero hinaufging. Gleich in der ersten steilen Rampe hängte Anton Bruseghin ab und erkämpfte sich bis zur Bergwertung eine halbe Minute Vorsprung, die er auf den letzten 14 Kilometern bis ins Ziel erfolgreich verteidigen konnte. Von seinen nun vier Etappensiegen bei der Vuelta – 2006 holte er einen, 2010 sogar zwei – war der heutige vor seinem begeisterten Heimpublikum wohl der bedeutendste. Die Strecke führte dabei sogar durch seinen kurz vor dem Vivero gelegenen Heimatort Galdakao. 41 Sekunden Rückstand brachte Bruseghin ins Ziel, der sich zwar wieder einmal kämpferisch zeigte, aber gegen Anton machtlos war. Der Lohn für die Mühen des Italieners war eine Verbesserung in der Gesamtwertung um drei Plätze auf Rang 14.

Froome greift an, aber Cobo ist nicht abzuhängen
Als die Favoritengruppe den Vivero zum zweiten Mal anfuhr, gab es einige Angriffe, woraufhin sich Chris Anker Sörensen (Saxo Bank) absetzte. Froome blieb bis knapp einen Kilometer vor der Bergwertung ruhig, attackierte dann aber mit all seiner Kraft. Doch so schnell der gebürtige Kenianer auch den Berg hinauf sprintete, Juan José Cobo (Geox-TMC) blieb souverän an seinem Hinterrad und vermittelte nicht einen Moment das Gefühl, er könnte eine Schwäche offenbaren. Cobo und Froome fielen nach der Abfahrt wieder in die große Gruppe zurück. Sörensen fuhr noch voraus, wurde aber kurz vor Schluss von Dominik Nerz (Liquigas) und Haimar Zubeldia(RadioShack) eingeholt. Der Deutsche gewann 1:30 Minute nach Anton den Sprint um den dritten Etappenplatz. Die Favoritengruppe, noch 20 Fahrer umfassend, folgte wenige Sekunden dahinter. In den Top10 der Gesamtwertung gab es nur eine einzige klitzekleine Änderungen, nämlich einen um zwei Sekunden verringerten Rückstand des Vierten Mollema, der durch dessen dritten Platz an der ersten Sprintwertung zustande kam. Sein Rückstand auf den Dritten Bradley Wiggins (Sky) beträgt nun 22 Sekunden. 13 Sekunden liegen weiterhin zwischen Cobo und Froome und scheinen jetzt kaum noch aufholbar.

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Die Beute der Ausreißer: Gavazzi gewinnt 18. Etappe der Vuelta a España, Rodriguez wieder in Grün

admin | 9. September 2011
Foto: Sabine Jacob

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Autor: Felix Griep, www.live-radsport.ch

Noja, 08.09.2011 – Wie zu erwarten war, hat das Hauptfeld auf Etappe 18 der Spanien-Rundfahrt einer Fluchtgruppe viel Freiraum gelassen. Im Finale setzten sich aus dieser zwei Mann ab und Francesco Gavazzi (Lampre) siegte im Sprintduell gegen Kristof Vandewalle (Quick Step). Zwei Fahrer wollten als Ausreißer Sondertrikots zurückerobern, was aber nur einem gelang. Joaquin Rodriguez (Katusha) fährt morgen wieder in Grün, Matteo Montaguti (Ag2r) kam hingegen nicht ganz an das Bergtrikot heran.

Die Gruppe des Tages
Die 174,6 Kilometer der 18. Vuelta-Etappe von Solares nach Noja waren perfekt für Ausreißer, weshalb es überraschte, dass sich schnell eine Gruppe fand und nicht, wie in letzter Zeit üblich, länger darum gekämpft wurde. 17 Fahrer aus 14 Mannschaften fanden sich an der Spitze ein:
Matteo Montaguti (Ag2r), Martin Kohler (BMC Racing Team), Nico Sijmens (Cofidis), Juan José Oroz (Euskaltel), Joaquin Rodriguez (Katusha), Francesco Gavazzi (Lampre), Francis De Greef (Omega Pharma-Lotto), Robert Kiserlovski, Josep Jufre (beide Astana), Davide Malacarne, Kristof Vandewalle (beide Quick Step), Luis Leon Sanchez (Rabobank), Volodymir Gustov (Saxo Bank), Alexandre Geniez, Albert Timmer (beide Skil-Shimano), Heinrich Haussler (Garmin-Cervélo) und Sergio Paulinho (RadioShack).

Montagutis Vorhaben scheitert, Rodriguez ist erfolgreich
Der Vorsprung der Gruppe schoss in die Höhe und es war schnell klar, dass sie niemand einholen wollte. David Moncoutié (Cofidis) war zwar nicht in der Gruppe vertreten, dafür Montaguti, sein bislang größter Konkurrent im Kampf um das Bergtrikot. Mit Siegen an allen fünf Bergwertungen des Tages hätte der Italiener wieder in das weiße Trikot mit den blauen Punkten schlüpfen können, doch Moncoutiés Teamkollege Nico Sijmens machte ihm einen Strich durch die Rechnung. Nur am ersten Anstieg gab es für Montaguti die Höchstpunktzahl, ab da lag Sijmens dann immer vor ihm. Moncoutié bleibt mit sieben Punkten Vorsprung daher weiter Bergpreisleader. Mehr Erfolg hatte Rodriguez mit der Rückeroberung des Grünen Trikots, das ihm gestern Bauke Mollema (Rabobank) abnahm. Rodriguez konnte ohne Gegenwehr beide Zwischensprints gewinnen und stockte Sein Konto als Achter im Ziel noch weiter auf, was ihn wieder auf Rang eins der Punktewertung brachte.

Paulinhos Solo schlägt fehl, Gavazzi nutzt Vandewalles Angriff
Am Puerto de Alisas, dem schwersten Berg des Tages noch mehr als 50 Kilometer vor dem Ziel, gab es bereits die ersten Attacken in der Gruppe, was schließlich dazu führte, dass sechs Fahrer zurückfielen. Kohler, Jufre und Malacarne hatten am Ende vier Minuten Rückstand, während Sanchez, Timmer und Haussler, der ausgerechnet selbst für die erst Tempoverschärfung gesorgt hatte, sogar wieder bis ins Feld zurückfielen. Als noch circa 30 Kilometer zu fahren waren, führte die Strecke über den Puerto de Fuente las Varas, den letzten Anstieg der Etappe. Paulinho wagte dort den Angriff und kam auf bis zu 51 Sekunden Vorsprung. Obwohl bei den Verfolgern keine Einigkeit bestand, holten sie den Portugiesen an der Drei-Kilometer-Marke wieder ein. Eine kleine Welle nutzte Vandewalle für einen Angriff, mit dem er die anderen Fahrer überraschte. Zu seinem Unglück konnte aber ausgerechnet der sprintstarke Gavazzi reagieren und die Lücke schließ. Der Italiener ließ Vandewalle im Spurt um den Sieg keine Chance. Zehn Sekunden hinter Gavazzi wurde Geniez Dritter.

Roche und Poels greifen an, Kiserlovski klettert fünf Plätze
Das Hauptfeld hatte im letzten Teil der Etappe noch einmal Gas gegeben und den Rückstand von fast 12 Minuten, was einem Rekordwert bei der diesjährigen Vuelta entspricht, auf 7:42 Minuten reduziert. Kiserlovski war, mit 17:16 Minuten Rückstand gestartet, der beste Ausreißer in der Gesamtwertung. Für ihn brachte die Flucht eine Verbesserung von Rang 21 auf 16. Christopher Froome (Sky) hielt sich zurück und versuchte nicht, seine 13 Sekunden Rückstand auf Juan José Cobo (Geox-TMC) aufzuholen. Dafür war diese Etappe auch nicht prädestiniert. Angriffe aus dem Feld gab es am Puerto de Alisas, dem einzigen Berg der 1. Kategorie. Nicolas Roche (Ag2r) und Wouter Poels (Vacansoleil-DCM), der 17. und Elfte des Klassements, hatten sogar fast eine Minute Vorsprung, doch Euskaltel, in der Sorge um Mikel Nieves zehnten Rang, holte sie danach rasch wieder zurück. In der Mannschaftswertung brauchte Geox-TMC trotz der großen Abstände nicht um seine Führung bangen. Der Vorsprung zum zweitplatzierten Team Leopard Trek blieb bei über zehn Minuten.

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Froome gewinnt den Kampf in Peña Cabarga – Cobo verteidigt das Rote Trikot

admin |
Foto: Sabine Jacob

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Autor: Felix Griep, www.live-radsport.ch
Peña Cabarga, 07.09.2011 – Im Vorfeld der Spanien-Rundfahrt hätte wohl kaum jemand mit Juan José Cobo (Geox-TMC) und Christopher Froome (Sky) gerechnet, doch diese beiden waren es, die auf der 17. Etappe bei der letzten Bergankunft nicht nur um den Tages-, sondern auch den Gesamtsieg kämpften. Froome fuhr als Erster über die Ziellinie, doch Cobo konnte das Rote Trikot gegen seinen härtesten Konkurrenten verteidigen. Vier Tage vor dem Ende der Vuelta trennen Platz eins und zwei aber nur noch 13 Sekunden.

Schnelle Etappe mit großer erster Fluchtgruppe
211 Kilometer lagen auf der 17. Etappe zwischen Faustino V und Peña Cabarga, es war die längste der Vuelta a España. Die Entscheidung konzentrierte sich auf den Schlussanstieg, aber schon im Vorfeld gab es ein sehr interessantes und für die Fahrer kräftezehrendes Rennen. Die erste Stunde wurde mit einem Schnitt von 48,5 km/h gefahren und auch danach wurde es nicht viel langsamer. Nach circa 40 Kilometern gab es eine große Gruppe mit 21 Fahrern, in der fast alle Teams vertreten waren. Vacansoleil-DCM fehlte allerdings und ließ in der Verfolgung nicht nach. Nach gut der Hälfte der Strecke wurden die Ausreißer, die nie mehr als eineinhalb Minuten voraus fuhren, schon wieder eingeholt, wofür letztlich das Team Katusha verantwortlich zeichnete. Matteo Montaguti (Ag2r) hatte im Verlauf der Flucht an der ersten Bergwertung drei Punkte eingestrichen, kam damit dem Bergtrikoträger David Moncoutié (Cofidis) aber auch nicht besonders nahe. Nach dem Zusammenschluss setzte Katusha die Tempoarbeit fort, und plötzlich war der Gesamtzehnte Wout Poels (Vacansoleil-DCM) abgehängt. Mithilfe seines Teams gelang es ihm aber, einen Rückstand von einer Minute wieder aufzuholen.

Auch zweiter Ausreißversuch dauert nicht lange
Nach 120 Kilometern gab es eine neue Gruppe mit Sylvain Chavanel (QST) und Johannes Fröhlinger (SKS), die schon in der ersten dabei waren, Guillaume Bonnafond (Ag2r), Greg Van Avermaet (BMC Racing Team), Olivier Kaisen (Omega Pharma-Lotto) und Evgeni Petrov (Astana). Im Feld ließen Katusha und Vacansoleil nicht locker, so dass der Abstand klein blieb. Nach einer Attacke von Kaisen, der damit allein beim ersten Zwischensprint durchkam, zerteilte sich die Spitzengruppe kurzzeitig, fand aber wieder zusammen. Nur Chavanel war zurückgefallen. Zu fünft ging es zum Portillo de Lunada, dem zweiten Berg des Tages. Dort griffen Marzio Bruseghin (Movistar) und Mathias Frank (BMC Racing Team) an, denen auch Moncoutié folgte. Das Trio schloss zur Spitze auf und Moncoutié sammelte an der Bergwertung der 2. Kategorie knapp 50 Kilometer vor dem Ziel drei Punkte als Zweiter hinter Montagutis Teamkollegen Bonnafond. Es folgte eine lange Abfahrt, in der das Feld seinen Rückstand von 39 Sekunden aufholte. Katusha hielt die Geschwindigkeit weiter so hoch, dass keine Fluchtversuche mehr gelangen. Am zweiten Zwischensprint nur zehn Kilometer vor dem Ziel gingen keine Bonussekunden an Fahrer, die in der Gesamtwertung vorne lagen.

Zweikampf zwischen Cobo und Froome am Schlussanstieg
Der nur sechs Kilometer lange Anstieg nach Peña Cabarga sollte bereits die letzte Bergankunft sein, bot mit extrem hohen Steigungswerten aber beste Gelegenheit, um noch einmal ordentliche Abstände herbeizuführen. Daniel Martin (Garmin-Cervélo) griff früh an, als es noch weniger als zehn Prozent waren, Bruseghin und Chris Anker Sörensen (Saxo Bank) ließen Attacken folgen und schlossen nach geraumer Zeit zum Iren auf. Jurgen Van Den Broeck (Omega Pharma-Lotto) machte mit einem starken Antritt ein Quartett daraus, das aber von der Favoritengruppe erreicht wurde, als die enorm steilen letzten 1800 Meter begannen. Van Den Broeck versuchte es zwar noch einmal, hatte aber keinen Erfolg. Auf dem letzten Kilometer kam es zu einem sehenswerten Zweikampf zwischen dem Ersten und Zweiten der Gesamtwertung. Juan José Cobo (Geox-TMC) und Christopher Froome (Sky) lösten sich auf Initiative des Leaders vom Rest. Dann setzte Froome bei bis zu 19% seine Attacke und schaffte es tatsächlich, ein Loch zwischen sich und Cobo zu bringen. Doch gelang es dem Briten nicht, seinen Antritt bis ins Ziel durchzustehen, wodurch Cobo wieder zurückkam und sogar noch Chancen auf den Etappensieg hatte. Im Sprintduell musste er sich dann aber doch Froome geschlagen geben.

Cobo oder Froome? Die Vuelta bleibt spannend!
Eine Sekunde verlor Cobo noch auf Froome, acht weitere durch Zeitgutschriften. Der Abstand zwischen den beiden verringerte sich somit auf 13 Sekunden, was für die nächsten drei bergigen Tage noch alles offen lässt. Platz drei der Etappe belegte Bauke Mollema (Rabobank), der schon 21 Sekunden auf den Sieger verlor, was die Überlegenheit des Spitzenduos verdeutlichte. Martin und das Euskaltel-Duo Igor Anton und Mikel Nieve folgten kurz danach auf den nächsten Plätzen. Mollemas Hoffnungen auf eine Podiumsplatzierung sind gestiegen, denn sein Rückstand gegenüber Bradley Wiggins (Sky) schrumpfte auf 24 Sekunden. Zudem übernahm der Niederländer die Führung in der Punktewertung. Wiggins selbst liegt nun 1:41 Minute vom Gesamtsieg entfernt, den er wohl abschreiben kann. Cobos Teamkollege Denis Menchov verbesserte sich auf Rang fünf. Gleich drei Ausfälle beklagte das Team Movistar, bei dem ein Virus umgeht. Sergio Pardilla, David Lopez und Ignatas Konovalovas konnte nicht zu Ende fahren. Auch Rein Taaramäe (Cofidis) gab auf, während der gestern gestürzte Rafal Majka und der sich auf die WM vorbereitente Fabian Cancelara (Leopard Trek) gar nicht mehr gestartet waren.

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Durcheinander im Massensprint: Haedo gewinnt 16. Vuelta-Etappe

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Foto: Sabine Jacob

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Autor: Felix Griep, www.live-radsport.ch

Haro, 06.09.2011 – Eine fragwürdige Streckenplanung, schlechte Absperrungen und unzureichende Kenntnis des Roadbooks durch einige Fahrer hat bei der Ankunft der flachen 16. Etappe der Spanien-Rundfahrt für viel Verwirrung gesorgt. Ein Kreisverkehr auf der Zielgeraden erwies sich als großes Hindernis. Juan José Haedo (Saxo Bank) meisterte ihn am besten und gewann erstmals eine Etappe einer Grand Tour. Zudem gab es auch noch kleinere Zeitdifferenzen im Hauptfeld, durch die Juan José Cobo (Geox-TMC) seinen Vorsprung im Kampf um das Rote Trikot sogar leicht vergrößern konnte.

Lange, erfolglose Flucht eines Trios
Die Vuelta a España erwachte gemütlich aus ihrem zweiten Ruhetag. Es stand zwar die mit 203,6 Kilometern bisher längste Etappe an, doch war diese so flach wie es erst die Schlussetappe nach Madrid wieder sein wird. Nicht viele Fahrer hatten Lust, sich auf eine ziemlich aussichtslose Flucht zu begeben, so dass gleich der erste Angriff saß. Die beiden Teamkollegen Jesus Rosendo und Antonio Cabello (Andalucia-Caja Granada) bildeten zusammen mit Julien Fouchard (Cofidis) die Spitzengruppe. Sie bekamen über acht Minuten Vorsprung, bevor das übliche Spiel begann und sich die Sprinterteams auf die Verfolgung machten. Als dann auch noch Leopard Trek mit aller Macht (vergeblich) auf eine Windkante drängte, war vom Vorsprung nicht mehr viel übrig, als Cabello und Rosendo abwechselnd attackierten und Letzterer sich gut 20 Kilometer vor dem Ziel absetzte. Zehn Kilometer vor Schluss gab es einen Zwischensprint, den der Solist knapp nicht mehr erreichte. David De La Fuente (Geox-TMC) gewann diesen vor Heinrich Haussler (Garmin-Cervélo) und Maxime Monfort (Leopard Trek). Christopher Froome (Sky) und Juan José Cobo (Geox-TMC) beteiligten sich ebenfalls am Kampf um die Bonussekunden, gingen aber leer aus.

Haedo siegt in einem chaotischen Finale
Leopard Trek führte das Feld unter der Flamme Rouge hindurch und 700 Meter vor dem Ende um eine letzte Kurve auf die Zielgerade. Diese war allerdings nicht durchgängig, sondern auf halber Strecke von einem Kreisverkehr unterbrochen, den die Fahrer den Angaben im Roadbook zufolge auf der linken Seite umfahren sollten. Der Weg nach rechts war für die Begleitfahrzeuge vorgesehen und daher nicht abgesperrt, diese Teilung war aber offenbar nicht gut genug ausgewiesen. Davide Vigano, der Anfahrer von Bennati, traf als Erster auf den Kreisel und bog in die falsche Richtung ab, was ihm einige andere Fahrer nachmachten. So wurde das Finale plötzlich ziemlich chaotisch und Juan José Haedo (Saxo Bank) fuhr überlegen den Sieg ein. Der Argentinier hatte sich für die richtige Fahrtrichtung entschieden und war mit einigen Metern Vorsprung aus dem Kreisverkehr gekommen, die er gegen Alessandro Petacchi (Lampre) und Bennati behaupten konnte. Peter Sagan (Liquigas) war einer derjenigen, die durch den Kreisverkehr aufgehalten wurden und verlor so die Chance auf seinen dritten Etappensieg und das Grüne Trikot, das Joaquin Rodriguez (Katusha) elf Minuten später ins Ziel trug.

Sekundenabstände im Ziel und Sturz von Rodriguez
Diese Flachetappe hatte dann doch mehr Auswirkungen auf die Gesamtwertung als erwartet. Ab Platz fünf gab es die ersten Zeitabstände, so dass es von Cobo clever war, sich weit vorne aufzuhalten. Als Etappenzehnter verlor er nur zwei Sekunden auf den Sieger, Froome hingegen wurden als 13. schon vier Sekunden angerechnet, womit Spitzenreiter Cobo seinen Vorsprung in der Gesamtwertung auf 22 Sekunden ausbaute. Froomes Teamkollege Bradley Wiggins verlor sogar fünf Sekunden gegenüber Cobo und liegt nun 51 Sekunden hinter dem Spitzenreiter. Für eine weitere Veränderung, wenn auch knapp außerhalb der Top10, sorgte ein Sturz, der sich rund 15 Kilometer vor dem Ziel ereignete. Von diesem war unter anderem Rodriguez betroffen, der mit der Hilfe von drei Teamkollegen mit großem Rückstand ankam. Dass er das Grüne Trikot behält, weil Sagan nicht punktete, dürfte nur ein schwacher Trost sein, denn vom 13. Platz der Gesamtwertung fiel er zehn Positionen tiefer und geht nun angeschlagen in die nächsten Etappen.

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Juan José Cobo klettert am Angliru ins Rote Trikot

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Autor: Felix Griep, www.live-radsport.ch

Alto de L’Angliru, 04.09.2011 – Am schwersten Berg der diesjährigen Vuelta a España mussten die Favoriten alle Karten auf den Tisch legen und es zeigte sich deutlich, wer der stärkste Kletterer ist. Als dieser entpuppte sich Juan José Cobo (Geox-TMC), der mit einem Vorsprung von 48 Sekunden die Königsetappe für sich entschied. Gleichzeitig übernahm der Spanier, der vor zwei Tagen als bester Fahrer des Gastgeberlandes nur Achter war, die Führung. Christopher Froome und Bradley Wiggins (beide Sky) gehen mit Rückständen von 20 bzw. 48 Sekunden auf den neuen Leader in den Ruhetag.

Ausreißversuche vor dem Angliru beendet
Rund 130 Kilometer mussten auf der 15. Etappe gefahren werden, bis man an den Fuß des gefürchteten Angliru kam, der mit seiner Steigung sämtliche anderen Berge der diesjährigen Spanien-Rundfahrt deutlich überragt. Wie in den vergangenen Tagen wurde viel und lange attackiert, bis eine Fluchtgruppe zustande kam. Besonders aktiv zeigte sich dabei der französische Meister Sylvain Chavanel (Quick Step), der aber den entscheidenden Moment verpasste, als sich eine mit drei Fahrern unerwartete kleine Gruppe absetzte. In dieser befand sich neben Dimitri Champion (Ag2r) und Andrew Talansky (Garmin-Cervélo) auch der Deutsche Simon Geschke (Skil-Shimano), der mit einer verzweifelten Attacke in den ersten Rampen des Alto del Cordal, wo das von Vacansoleil-DCM im Höchsttempo angetriebene Feld die Ausreißer einholte, den Preis des kämpferischsten Fahrers für sich beanspruchte. Der Cordal gehört der 1. Kategorie an und bot auf 5,3 Kilometer fast zehn Prozent Steigung, doch die Favoriten hielten sich noch zurück. Marzio Bruseghin (Movistar) und Carlos Sastre (Geox-TMC) fuhren aus dem Hauptfeld heraus, Daniel Martin (Garmin-Cervélo) und David Moncoutié (Cofidis) kamen hinzu. Der Franzose sammelte die Höchstpunktzahl an der Bergwertung ein und festigte damit seine Führung in diesem Klassement. Das Ende der Abfahrt war gleichbedeutend mit dem Ende dieses Angriffs, weil das Team Liquigas das Hauptfeld wieder heranführte. Nun türmte sich vor den Fahrern der mächtige Angliru mit seinen 12,2 Kilometern Steigung und 10,2% mittlerer Steigung auf.

Wiggins und Froome machtlos gegen Cobos Angriff
Der Angliru begann noch relativ “leicht” mit Steigungsprozenten im hohen einstelligen Bereich. Noch einmal attackierte Sastre, der sich einen Vorsprung von fast zwanzig Sekunden erarbeiten konnte und dabei von Carlos Barredo (Rabobank) verfolgt wurde. Ab sieben Kilometer vor dem Ziel erhob sich die Straße deutlich mehr und selbst die besten Kletterer gerieten an ihre Leistungsgrenze. Igor Anton (Euskaltel) legte alle seine Kraft in einen Angriff, fuhr vorbei an Barredo und Sastre. Die Vuelta verlief für den als Topfavoriten gestarteten Basken komplett unbefriedigend und auch heute war ihm ein Erfolgserlebnis nicht vergönnt. Juan José Cobo (Geox-TMC) zersprengte mit einem Antritt die Favoritengruppe und übernahm knapp sechs Kilometer vor dem Ende die Führung. Schon gestern in La Farrapona hatte Cobo als Zweiter Zeit gutgemacht und lag als Gesamtvierter nur noch 55 Sekunden hinter Spitzenreiter Bradley Wiggins (Sky), für den sich Christopher Froome wieder aufopferte. Mit diesen beiden bildeten Cobos Teamkollege Denis Menchov, Wouter Poels (Vacansoleil-DCM) und Joaquin Rodriguez (Katusha) eine erste Verfolgergruppe, die aber immer mehr Boden verlor. Rodriguez konnte nicht mehr lange Anschluss halten und als er zurückfiel geriet Wiggins in arge Probleme. Die schwersten Abschnitte mit bis zu 23,5 Prozent zogen dem Träger des Roten Trikots den Zahn und der Verlust desselben war besiegelt. Froome unterstützte seinen nominellen Kapitän so lange es ging, musste ihn dann aber doch sich selbst überlassen.

Tolles Wochenende von Geox mit dem Roten Trikot belohnt
Seit der Vuelta 2009, bei der er eine Etappe gewann und Gesamtzehnter wurde, hatte Cobo kein Rennen mehr gewonnen, zeigte nach einer schwachen Saison 2010 in diesem Jahr aber schon wieder aufsteigende Form und deutete als Dritter der Vuelta a Burgos im Vorfeld der Spanien-Rundfahrt schon eine gute Form an. Sein beeindruckender Sieg am Angliru ist der schillerndste seiner Karriere, könnte aber bald schon überstrahlt werden vom Gesamtsieg. Denn Cobo ist nun Erster der Gesamtwertung und fügte seinen Gegnern großen Schaden zu. Poels, Menchov und Froome verloren 48 Sekunden, Wiggins kämpfte sich mit 1:21 Minute Rückstand an der Seite von Anton ins Ziel. Im Team Sky wurden nun wieder die Rollen getauscht, denn Froome überholte Wiggins im Klassement – die beiden liegen 20 bzw. 46 Sekunden hinter Platz eins. Während für sie der große Wurf noch nicht außer Reichweite ist, schossen die Abstände der nächsten Fahrer in die Höhe. Der Vierte Bauke Mollema (Rabobank) weist nun bereits 1:36 Minute Rückstand auf, der Fünfte Maxime Monfort (Leopard Trek) noch einmal 61 Sekunden mehr. Gewinner des Wochenendes ist eindeutig Geox-TMC. Die Bilanz liest sich traumhaft: Gestern Platz zwei und drei, heute eins und drei, Cobo stieg von Platz acht auf eins, Menchov von 17 auf sechs und in der Mannschaftswertung hat man sich weit abgesetzt.

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La Farrapona: Taaramäe siegt vor einem Geox-Duo und Wiggins hängt mehrere Konkurrenten ab

admin | 4. September 2011
Foto und Copyright: Sabine Jacob

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Autor: Felix Griep, www.live-radsport.ch

La Farrapona, 03.09.2011 – Der Schlussanstieg der 14. Etappe der Vuelta a España war schwerer als alle bisherigen und sorgte folglich auch für größere Abstände. Bradley Wiggins (Sky) festigte seine Position als Leader des Rennens, indem er Konkurrenten wie Vincenzo Nibali (Liquigas) und Fredrik Kessiakoff (Astana) mehr als eine Minute abnahm. Stolzer Sieger des Tages Rein Taaramäe (Cofidis), der sich den größten Erfolg seiner Karriere erkämpfte. Das angriffslustige Team Geox-TMC brachte Juan José Cobo und David De La Fuente als Zweiten und Dritten ins Ziel.

 

 

 

 

 

Foto: Sabine Jacob

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Fluchtgruppe mit Etappenjägern und Relaisstationen
Mehr als die Hälfte der 175,8 Kilometer von Astorga nach La Farrapona war vom Schwierigkeitsgrad her nicht erwähnenswert. Die 14. Etappe der Spanien-Rundfahrt verlief zunächst lange flach, bevor die Berge kamen. Zunächst stand der Kampf von Ausreißern gegen das Feld im Vordergrund. Mehrere Teams kämpften zwar einige Zeit noch dagegen an, es setzte sich dann aber doch eine 17-köpfige Gruppe ab, die sich recht schnell gebildet hatte. Guillaume Bonnafond (Ag2r) strahlte mit über zwölf Minuten Rückstand noch die meiste Gefahr aus, aber um die Gesamtwertung ging es den Ausreißern gar nicht. Manche wollten den Etappensieg, andere waren als Relaisstation für ihre Kapitäne vorgesehen. So hatte beispielsweise das Team Katusha mit Aliaksandr Kuschynski und Eduard Vorganov zwei Helfer vorne platziert und fuhr selbst der Gruppe nach. Auf dem Puerto de la Ventana, einem noch recht leichten Berg der 2. Kategorie nach 111 Kilometer betrug der Abstand nur noch fünfeinhalb Minuten. Von diesem gab es eine lange Abfahrt, die nicht ohne Vorfälle blieb. Sep Vanmarcke (Garmin-Cervélo) fiel aus der Spitzenruppe zurück und Karsten Kroon (BMC Racing Team) schied sogar aus der Vuelta aus, weil beide von der Straße abkamen und eine Abhang hinunter in einen Wald stürzten. Pech einer anderen Art hatte Haimar Zubeldia (RadioShack), der nach einem Platten nie mehr den Anschluss an das Feld fand und seine Ambitionen auf die Top10 der Gesamtwertung begraben musste. Zudem stieg mit Michele Scarponi (Lampre) ein eigentlich hochgehandelter Fahrer erschöpft aus.

 

 

 

 

 

 

 

Foto: Sabine Jacob

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Frühe Angriffe von Movistar und Katusha
Der Kampf der Favoriten beschränkte sich nicht nur auf den Schlussanstieg, schon am Puerto de San Lorenzo, einem zehn Kilometer langen Berg der 1. Kategorie, kam es zu sehenswerten Angriffen. Nach den ersten Attacken hatten sich Marzio Bruseghin und Beñat Intxausti (bei Movistar) von der Favoritengruppe gelöst. Einen Doppelschlag wollte dann auch Katusha landen, doch nachdem sich Daniel Moreno absetzte, wurde der Angriff von Joaquin Rodriguez durch Leopard Trek unterbunden. Moreno traf auf seinem Weg Richtung Gipfel auf Kuschynski, der ihm Hilfe leisten konnte. Mit dessen Unterstützung gelang es ihm, zu Bruseghin und Intxausti aufzuschließen. Nach der Bergwertung war Kuschynski weg, aber Vorganov wurde eingeholt und Katusha doch wieder zu zweit. Dieses Quartett lag nur etwa eine halbe Minute vor der Gruppe um das Rote Trikot, aber noch gut zwei Minuten hinter Rein Taaramäe (Cofidis) und David De La Fuente (Geox-TMC), die aus der großen Fluchtgruppe die Stärksten waren und in Führung lagen. Im langen Schlussanstieg nach La Farrapona gingen bei Vorganov und Intxausti mit der Zeit die Kräfte zu Ende. Bruseghin trieb seine Gruppe, die noch ein paar ehemalige Ausreißer einsammelte, unverdrossen an, bekam aber keinen Beistand von Moreno, wodurch diese Aktion letztlich zum Scheitern verurteilt war, obwohl der Vorsprung zwischenzeitlich doch eine Minute betrug. Sechs Kilometer vor dem Ende der Etappe wurden sie eingeholt, gerade als der schwerste Teil des Berges mit durchgehend mehr als zehn Prozent Steigung begann.

 

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 Foto: Sabine Jacob

 

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Geox stark, Sky souverän, Taaramäe triumphiert
Als hinter ihnen der Zusammenschluss erfolgte hatten Taaramäe und De La Fuente einen Vorsprung von einer Minute. In den steilen Rampen des Schlussanstieges begannen nun die wirklich ernsten Attacken. Amets Txurruka (Euskaltel), der kämpferischste Fahrer des Vortages, griff zuerst an, Momente später war es wieder Moreno und dann Juan José Cobo (Geox-TMC). Von diesen dreien erwies sich Cobo schnell als der Beste und ging alleine auf die Verfolgung des Spitzenduos mit seinem Teamkollegen De La Fuente. Der brachte ein Opfer und wartete auf Cobo, um ihn zu unterstützen und von Rang acht der Gesamtwertung weiter nach vorne zu bringen. Damit war Taaramäe der Sieg gewiss – der oftmals zu ungeduldige Este holte sich einen Erfolg, für den er lange fällig war. 25 Sekunden nach ihm wurde Cobo Zweiter, De La Fuente war der nächste im Ziel. Dann folgten Wout Poels (Vacansoleil-DCM) und nach 45 Sekunden eine Gruppe mit Bradley Wiggins und Christopher Froome (beide Sky), die bewiesen, dass in der Ruhe die Kraft liegt. Auf den letzten drei Kilometern ging nacheinander Rodriguez, Vincenzo Nibali (Liquigas) und Frederik Kessiakoff (Astana) die Energie aus und sie verloren alle mehr als eine Minute auf den Leader. Sky hat nun sogar wieder eine Doppelführung: Froome ist sieben Sekunden hinter Wiggins Zweiter. Bauke Mollema (Rabobank) rückt auf Rang drei vor, ist aber schon 36 Sekunden zurück. Cobo rückt auf Platz vier vor und liegt wie Jakob Fuglsang (Leopard Trek) noch knapp unter einer Minute. Geox-TMC wurde darüber hinaus mit der Führung in der Mannschaftswertung belohnt, wo ihnen nur noch Leopard Trek Konkurrenz macht.

 

 

 

 

 
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Alle Fotos und Copyright: Sabine Jacob

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Auf der 15. Etappe gibt es eine weitere, sogar noch schwerere Bergankunft am Alto de L’ Angliru (12,2 km à 10,2%). Direkt davor liegt noch mit dem Alto del Cordal (5,3 km à 9,6 km) ein zwar kurzer, aber ebenso steiler Anstieg.

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Michael Albasini gewinnt spannende 13. Vuelta-Etappe – Moncoutié wieder in seinem im Bergtrikot

admin | 3. September 2011
Foto: Sabine Jacob

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Autor: Felix Griep, www.live-radsport.ch

Ponferrada, 02.09.2011 – Auf der bergigen 13. Etappe der Vuelta a España, der allerdings eine Bergankunft fehlte, hat sich Michael Albasini (HTC-Highroad) im Sprint einer großen Ausreißergruppe den Tagessieg geholt. Eros Capecchi (Liquigas) und Daniel Moreno (Katusha), der sich in die Top10 der Gesamtwertung verbesserte, belegten die Plätze zwei und drei. In der Gruppe befand sich auch David Moncoutié (Cofidis), der sich anschickt, zum vierten Mal in Folge das Bergtrikot zu gewinnen. Im Roten Trikot bleibt Bradley Wiggins (Sky), auch wenn Vincenzo Nibali (Liquigas) ihn attackierte und ihm näher kam.

Albasini, Moreno und Moncoutié auf verschiedene Arten Gewinner der Etappe
Die 13. Etappe der Spanien-Rundfahrt über 158,2 Kilometer von Sarria nach Ponferrada lieferte den Beweis ab, dass Rennen oftmals spannender verlaufen, wenn die Berge an Anfang und Mitte der Strecke liegen und nicht am Ende als Zielankunft. Es war eine 20-köpfige Ausreißergruppe, die zum Schluss den Tagessieg unter sich ausmachte. Fünf Kilometer vor dem Ziel begann, gestartet durch den Schweizer Oliver Zaugg (Leopard Trek), eine Reihe von Attacken, bei denen sich ein weiterer Eidgenosse immer auf der Höhe des Geschehens zeigte. Michael Albasini (HTC-Highroad) hatte offenbar einen Tag wie aus dem Bilderbuch erwischt, attackierte entweder selbst oder setzte Angriffen anderer Fahrer immer sofort als Erster nach. Als es dann doch zum Sprint der Gruppe kam, hatte er immer noch genügend Kraft, sich den Sieg zu holen, seinen erst bei der siebten Teilnahme an einer Grand Tour. Klar geschlagen wurde Eros Capecchi (Liquigas) Zweiter. Platz drei belegte Daniel Moreno (Katusha), der durch Zeitgutschriften für diesen Platz, einen gewonnen Zwischensprint und einen Vorsprung von 1:33 Minute auf das Hauptfeld in der Gesamtwertung bis auf Rang neun kletterte. 1:52 Minute trennt ihn von Bradley Wiggins (Sky), der im Roten Trikot bleibt. Einen Wechsel gab es im Bergtrikot, das sich David Moncoutié (Cofidis) mit seiner Präsenz in der Spitzengruppe holte.

Hektischer Auftakt und dann eine große Gruppe
Die Etappe begann leicht chaotisch, da auf den ersten 35 Kilometern gleich zwei Berge der 3. Kategorie befahren wurden und eine Attacke auf die nächste folgte. In all dem Durcheinander behielt Matteo Montaguti (Ag2r) noch den Durchblick und holte an beiden Anstiegen einen Punkt mehr als Moncoutié, sein Kontrahent im Bergklassement. Zwischen den Bergwertungen lag ein Zwischensprint, den Vincenzo Nibali (Liquigas) gewann, als er kurzzeitig in einer Spitzengruppe fuhr. Seinen Rückstand zu Wiggins verkleinerte er auf vier Sekunden und stieg von Rang vier auf zwei. Der Siebte Maxime Monfort (Leopard) konnte ebenfalls zwei Sekunden seines Rückstandes per Bonus aufholen. Davon und von Moreno abgesehen gab es am Ende des Tages aber keine weiteren Änderungen in den Top10 der Gesamtwertung. Die Rennsituation stabilisierte sich erst nach etwa 50 Kilometern, als sich 27 Fahrer vom Feld absetzen konnten. Tonangebend waren Euskaltel (Igor Anton, Amets Txurruka, Gorka Verdugo) und Geox-TMC (David Blanco, David De La Fuente, Carlos Sastre) mit je drei Fahrern. Im Anstieg zum Alto de Folgueiras de Aigas, dem ersten Berg der 1. Kategorie, ließ sich Anton zurückfallen und verhalf Mikel Nieve, der auf der Verfolgung war, als viertem Euskaltel-Fahrer nach vorne. Die Basken verrichteten dann auch den Großteil der Führungsarbeit und sorgten dafür, dass die Gruppe, bis auf ein paar später zurückgefallene Fahrer, durchkam.

Angriffe der Favoriten bringen keinen Gewinn
Moncoutié hatte im Gegensatz Montaguti den richtigen Riecher und war in der Gruppe dabei. Damit konnte der Franzose sein Konto noch auf 50 Punkte aufstocken, während der Italiener bei 32 Punkten blieb und das Bergtrikot an den Mann verlor, der es seit 2008 immer gewann. Die größte Herausforderung der Etappe war der Puerto de Ancares (1. Kategorie), dessen Gipfel gut 60 Kilometer vor dem Ziel lag. Zum Ende des Anstiegs hin gab es im Hauptfeld mehrere Angriffe, unter anderem von Joaquin Rodriguez (Katusha). Richtig ernst wurde es aber erst in der schweren Abfahrt, wo sich Nibali, Fredrik Kessiakoff (Astana) und Bauke Mollema (Rabobank) mit einer kleinen Gruppe absetzten. Als es nicht mehr ganz so steil bergab ging, holte man sie jedoch wieder ein. Etwa 50 Fahrer formierten sich zu einem Hauptfeld, das den Rückstand von fast drei Minuten noch auf die Hälfte verringerte und so den Schaden durch die Ausreißer gering hielt. Moreno verbesserte sich wie erwähnt von Platz 16 auf neun, Chris Anker Sörensen (Saxo Bank) von 17 auf 13, Nicolas Roche (Ag2r) von 18 auf 14. Sie waren die Bestplatzierten in der Gruppe. Drei Fahrer weniger als gestern erreichten das Ziel, der Etappensieger Marcel Kittel (Skil-Shimano) trat nicht mehr an. Aufgegeben haben außerdem mit Andreas Klöden (RadioShack) noch ein weiterer Deutscher und Taylor Phinney (BMC Racing Team).

Die 14. Etappe wartet mit der ersten von zwei Bergankünften in Folge auf. Mit dem Puerto de San Lorenzo (1. Kategorie) gibt es bereits einen schweren Berg vor dem Schlussanstieg nach La Farrapona (16,8 km à 6,0% / letzte 5,8 km à 10%), der bei der Vuelta Premiere feiert.

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Degenkolb hat auf 12. Etappe der Vuelta das Nachsehen gegen Sagan

admin |
Foto: Sabine Jacob

Foto: Sabine Jacob

Autor: Felix Griep, www.live-radsport.ch

Pontevedra, 01.09.2011 – Dem slowakischen Meister Peter Sagan (Liquigas) ist bei dieser Spanien-Rundfahrt sein zweiter Sieg gelungen. In einem Sprint auf ansteigender Straße setzte er sich vor John Degenkolb (HTC-Highroad) und Daniele Bennati (Leopard Trek) durch. Dabei kam es auch zu kleineren Zeitabständen im Hauptfeld, wodurch Fredrik Kessiakoff (Astana) den dritten Platz der Gesamtwertung von Vincenzo Nibali (Liquigas) übernahm. Die Doppelführung von Sky konnte er aber nicht anfechten.

Ausreißversuch auf flacher Etappe ein aussichtsloses Unterfangen
Die 167,3 Kilometer von Ponteareas nach Pontevedra waren die angenehmsten dieser Woche, zumindest was den Schwierigkeitsgrad des Profils betraf. Zwischen vielen Bergetappen wurde wenigstens ein weitestgehend flaches Teilstück eingebaut, das den Sprintern Hoffnung auf ein Erfolgserlebnis gab. Dennoch hatte die 12. Etappe auch Einfluss auf die Gesamtwertung – und das schon nach 7,2 Kilometern. Bauke Mollema (Rabobank), der Sechste des Klassements, gewann einen Zwischensprint und verkürzte seinen Rückstand um sechs Sekunden. Danach brach die Zeit einer Ausreißergruppe an, die heute aus vier Fahrern bestand. Luis Angel Mate (Cofidis), Ruslan Pidgornyy (Vacansoleil-DCM) und Adam Hansen (Omega Pharma-Lotto) waren nicht zum ersten Mal auf der Flucht, José Luis Roldan (Andalucia-Caja Granada) hingegen schon. Trotz einem relativ schnellen Anwachsen des Vorsprungs auf neun Minuten reichte es (natürlich) nicht. Pidgornyy lag unterwegs an zwei Bergwertungen der 3. Kategorie vorne, den zweiten Zwischensprint sicherte sich Hansen. Der Australier hatte dort, 30 Kilometer vor dem Ziel, angegriffen, wurde von den anderen drei Ausreißern aber schnell wieder eingeholt und abgehängt. Für diese Aktion hat man ihn zum kämpferischsten Fahrer gewählt, der er schon auf der 2. Etappe war. Das verblieben Trio wurde bei noch sieben Kilometern dann auch gestellt. Neue Angriffe von Julien Fouchard (Cofidis) und Santo Anza (Vacansoleil-DCM) trugen keine Früchte mehr.

Zweiter Sieg für Sagan und leichte Verschiebungen im Gesamtklassement
Einige Hügel zum Ende der Etappe sorgten dafür, dass selbst heute viele Fahrer nicht mehr im Hauptfeld waren, als es sich dem Ziel näherte. Auch Marcel Kittel (Skil-Shimano), der Gewinner des bisher einzigen Massensprints auf der 7. Etappe fiel kurzzeitig ans Ende des Feldes, konnte von seinem Teamkollegen aber wieder vorgefahren werden. Mit dem Ausgang des Rennens hatte er dann doch nichts zu tun, auf dem ansteigenden letzten Kilometer waren andere Fahrertypen gefragt. Fabian Cancellara (Leopard) betätigte sich als Anfahrer für Daniele Bennati, der gegen den Antritt von Peter Sagan (Liquigas) allerdings machtlos war. Auf der 6. Etappe war Sagan schon einmal erfolgreich und wurde tags darauf Zweiter hinter Kittel. John Degenkolb (HTC-Highroad) versuchte sich gegen den Slowaken zu stemmen und für den zweiten deutschen Etappensieg zu sorgen, kam aber nicht mehr vorbei. Auf Platz acht und 14 fanden sich mit Paul Martens (Rabobank) und Sebastian Lang (Omega Pharma-Lotto) noch zwei weitere Deutsche, Kittel hatte als 81. 34 Sekunden Rückstand. Rückstand hatten auch die meisten Topfahrer der Gesamtwertung; und zwar fünf Sekunden. Ausnahmen waren Fredrik Kessiakoff (Astana) und Mollema, die zu den nur fünfzehn zeitgleichen Fahrern zählten. Vincenzo Nibali (Liquigas) verlor zwar eine Sekunde weniger, musste aber trotzdem Rang an Kessiakoff abtreten. Der Schwede liegt nur noch neun Sekunden hinter Bradley Wiggins (Sky), Zweiter bleibt dessen Teamkollege Christopher Froome.

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